Inhalt

Übersicht der 2010 durchgeführten Mikroprojekte:

1. BISA: Bürger in Schulen aktiv
2. Deutsche Angestellten Akademie:KoMBI
3. Diakonisches Werk: Stadtteilfest und Comeback- Ganz praktisch
4. Elternbeiratsvorsitzende Brötzingen: Müttercafé mit internationaler Öffnung
5. Die Falken Ortsverband Pforzheim: Stadt machen statt nichts machen
6. Schmuckmuseum Pforzheim: Jugendmuseum Weststadt u. Weststadt -    Pforzheim -Quartier und Stadt stellen sich vor
7. GBE: Bewerbungstraining und Coaching für Frauen
8. Haus der Jugend: Lernst Du noch weiter?! oder- gib´s nicht auf
9. Q-Prints & Service gGmbH: Weststadtzeitung und Assessmentcenter
10. SJR Betriebs GmbH: Starke Mädchen im Quartier - Mädchen erwünscht

Nachfolgend werden die Projekte näher beschrieben:

1. BISA (Bürger in Schulen aktiv):
Ziel ist es, Schülern in unterschiedlichen Konfliktsituationen beizustehen, ihnen Perspektiven aufzuzeigen, sie zu Leistungen zu motivieren, vielleicht auch Mittler zwischen Schüler/Schüler und Schüler/Lehrer aber evtl. auch zwischen Schüler/Eltern zu werden.
An der Brötzinger Schule wird mit diesem Projekt begonnen. Bis jetzt konnten 10 Ehrenamtliche (9 Frauen, davon 6 ausländische Frauen und 1 Mann) gewonnen werden. Sie werden für ihre Aufgaben geschult z.B. im Kommunikationstraining (Zuwendung, aktives Zuhören, Umgang mit Aggressivität und Konflikten, Schlichter-Verhalten, interkulturelles Verhalten, Zusammenarbeit Ehrenamt und Hauptamt). Vorgestellter Zeitrahmen: 3 Stunden je Woche. Es kann aber durchaus sein, dass manche sich mehr engagieren möchten. Das liegt im Ermessen der einzelnen Personen. Es zeichnen sich unterschiedliche Einsatzfelder ab wie z.B.: Übernahme einer Lese-AG, Unterstützung oder Übernahme einer Kreativ-AG, Nachhilfe in Deutsch und Englisch, Unterstützung bei der Suche von Praktika. Dabei ergeben sich automatisch weitere Bereiche, wenn das Vertrauen aufgebaut ist. Organisatorisch ist BISA zunächst an den Förderverein der Nordstadtschule angedockt. Da BISA aber auch an anderen Schulen tätig sein wird, haben alle Beteiligten beschlossen, dass BISA einen eigenen gemeinnützigen Verein gründet. Die Projektleitung haben Lilli Gros, ehemalige Ausländerbeauftragte der Stadt Pforzheim und Anneliese Graf, Leiterin einer Altenbegegnungsstätte, Forum II, CDU-Stadträtin. Direkte Ansprechpartner vor Ort sind die jeweiligen Schulsozialarbeiter. Die jeweiligen Rektoren der Schulen bejahten die Gründung von BISA und nahmen an der inhaltlichen Gestaltung teil.

Projektlaufzeit: 01.04.2010 bis 31.12.2010

Ansprechpartner: Lilli Gros

2. Deutsche Angestellten Akademie: KoMBi (Konversationskurs für Migrantinnen zum Schwerpunkt Bildung)
Der Konversationskurs (Unterrichtssprache Deutsch, Wörterbücher etc. werden gestellt) für Migrantinnen (die einen Integrationssprachkurs bereits absolvierten) bietet einen geschützten Raum, in dem sich die Frauen über verschiedene Themen (Kinder, Alltag, Haushalt, Beruf, Schwierigkeiten mit dem Leben in Deutschland) austauschen können. Die Dozentin leitet das Schwerpunktthema "Bildung - Berufsausbildung - Beruf" ein, indem sie die Teilnehmerinnen dort abholt, wo sie stehen, z.B.: Sind sie Mütter, spricht man über Kinder und deren Betreuung/Bildung/berufliche Zielsetzungen (je nach Alter).
Die Teilnehmerinnen sollen Sprachbarrieren und Berührungsängste abbauen, indem sie im Kurs Begriffe und Redewendungen lernen, Zusammenhänge erläutert bekommen, die in konkretem Zusammenhang zu ihrer Lebenswelt (eigener schulischer u. beruflicher Werdegang, Situation des Mannes, der Kinder) stehen (Handouts zum Wortschatz mit Erläuterungen, gemeinsames Arbeiten an Bildergeschichten zum Thema, Rollenspiele, Übungen zum Wortschatz, Hilfestellungen zu Grammatik etc.).
Die Frauen erwerben Kenntnisse über das Kinderbetreuungs-, Schul- und
Berufsbildungssystem in Deutschland. Im zwanglosen Gespräch (unterstützt durch zielgruppengerechte Lern- und Infomaterialien) gewinnen sie einen Eindruck von der Bedeutung von Bildung (von KiGa und KiTa über Schultypen, Abschlüsse und berufliche Möglichkeiten), je nach Interessenslage für sich selbst (Anerkennung von Schul- und Berufsabschlüssen, berufliche Orientierung) und/oder im Hinblick auf die Entwicklungs- und Bildungsmöglichkeiten für ihre Kinder. 
Die Frauen unterstützen einander, so kann eine Frau, die gute Deutsch-kenntnisse hat, eine andere Mutter zum Elternabend in KiGa oder Schule begleiten. Die Dozentin erhebt mögliche Unterstützungsmöglichkeiten über beide TN-Gruppen hinweg und initiiert die Kontakte.

Umsetzung und Organisation:

Die Treffen im Konversationskurzs finden 1xwöchentlich (vormittags) statt. 
Unterstützt durch die Dozentin und Lernmaterialen werden Themen rund um Erziehung, Bildung, Schule, Beruf besprochen, das Vokabular erarbeitet.
Ausflüge dienen der Vertiefung und Erweiterung. Bspw. kann für Mütter mit Kleinkindern der gemeinsame Besuch der örtlichen KiTa arrangiert werden (und je nach TN-Bedarf: Besuch von Schulen, BIZ, Betrieben, Stadtbibliothek, kultureller Veranstaltungen, geeigneten
Kinofilmen etc.).
Projektlaufzeit: 01.07.2010 bis 31.12.2010

Ansprechpartner: Siegmar Schmidt


3. Diakonisches Werk: Stadtteilfest und Comeback- ganz praktisch

  • Stadtteilfest - Die Weststadt kann was! & Comeback- Ganz Praktisch
    Die Durchführung des Stadtteilfestes mit dem Motto "Die Weststadt kann was" soll zur Verbesserung der Identifikation mit dem Stadtteil beitragen. Die Organisation und die Durchführung des Festes dienen als Plattform zur Qualifizierung von sozial benachteiligten Frauen und jungen Menschen mit Migrationshintergrund im Stadtteil. Im Arbeitskreis "Stadtteilfest" engagieren sich rund ein Dutzend Träger und Einrichtungen und stellen ihre Ressourcen zur Verfügung. Mit einem bunten Programm sollen alle Bewohnergruppen angesprochen werden. Das Motto "Die Weststadt kann was" wird von den Teilnehmenden und darbietenden Gruppen in die Tat umgesetzt. Innerhalb von verschiedenen Projektgruppen werden Qualifizierungsmaßnahmen durchgeführt, die vor allem auf die Verbesserung von Schlüsselqualifikationen abzielen. Die jeweiligen ProjektgruppenleiterInnen führen diese Maßnahmen durch. Persönlichkeitskompetenzen, wie das Fördern von Kreativität, Kritikfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein stehen mit der Förderung von Sozialkompetenzen (Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit, Selbständiges Arbeiten) im Mittelpunkt der praktischen Schulungen. Ebenso werden bei der praktischen Umsetzung der Vorhaben Methodenkompetenzen wie Planungsfähigkeit, Entscheidungsfähigkeit und problemlösendes Denken gefördert. So werden ein Streetsoccer-Turnier und ein Tanzworkshop von Jugendlichen organisiert und von Fachkräften u.a. des Sportkreises begleitet. Internationale Leckereien werden von Migrantengruppen angeboten, die in der Organisation von ErzieherInnen und Sozialpädagogen unterstützt werden. Offene Angebote für Kinder, Musikangebote und ein von Jugendlichen organisiertes Kicker-Turnier runden das Programm ab. Bewohnerinnen werden die graphische Gestaltung von Werbemedien übernehmen, wobei sie angeleitet werden. Jugendliche und Frauen mit Migrationshintergrund werden durch das Mitarbeiten am Stadtteilfest sprachlich qualifiziert, sie lernen Organisationsabläufe kennen und stärken ihr Selbstbewusstsein durch das Entdecken und Stärken ihrer Talente.

          Projektlaufzeit: 15.04.2010 bis 31.07.2010

          Ansprechpartner: Thomas Lutz

  •  Comeback- Ganz Praktisch:                                                                "Comeback- Ganz Praktisch " ist ein Projekt, das den beruflichen Wiedereinstieg von Frauen unterstützt. Ziel dieses Projektes ist, das Aneignen von relevanten praktischen Fähigkeiten, die für den beruflichen Wiedereinstieg wichtig sind.
    Die Teilnehmerinnen werden gemeinsam Projekte in Bezug auf ihre Stärken und Ressourcen durchführen. Der Schwierigkeit, Praktikumsplätze zu finden, wird damit begegnet. Praktische Kompetenzen (Organisations- und Arbeitsabläufe, Problemlösung, selbstständige Arbeitsweise, Teamwork etc.) werden sich die Teilnehmerinnen im Laufe des Projektes aneignen. Das Projekt "Comeback– Ganz Praktisch“ wird Frauen für den beruflichen (Wieder-) Einstieg stärken und ermutigen. Es werden "Softskills" wie Teamfähigkeit, Organisationsfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit, Durchhaltevermögen etc. praxisnah trainiert. Während der Angebote wird es eine Kinderbetreuung geben. Das Projekt wird in verschiedene Bausteine aufgeteilt, die jeweils Teilziele verfolgen. Im Baustein 1 "Ressourcen" werden Stärken und Interessen der Teilnehmerinnen herausgefunden und Ideen für Projekte gesammelt.
    Im Baustein 2 "Familienmanagement" wird den Teilnehmerinnen Hilfestellung im Arbeitsalltagund bei der Organisation und Aufgabenverteilung im familiären Bereich mit dem Partner/der Familie vermittelt. Mit Infoveranstaltungen zu Themen wie Wochenplanerstellung“, „Vorausschauendes Planen in Bezug auf den Arbeitsalltag mit Familie und Beruf“ werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie Familie und Beruf miteinander vereinbart werden können.
    Der Baustein 3 "Der Praxis begegnen" beinhaltet die Initiierung und Durchführung von bedarfsorientierten Projekten im LukasZentrum oder im Stadtteil. Beispiele hierfür sind: Der Aufbau einer Babysitter- / Kinderbetreuungsbörse oder der Aufbau eines Dienstleistungsservices für den Stadtteil (Begleit- oder Einkaufservice für Senioren). Dieser Baustein wird von der GBE (Gesellschaft für Beschäftigung) fachlich begleitet.

          Projektlaufzeit 01.04.2010 bis 30.09.2010

          Ansprechpartner: Thomas Lutz

 
4. Elternbeiratsvorsitzende Brötzinger Schule: Müttercafé mit internationaler Öffnung:

Die Elternbeiratsvorsitzende organisiert ein "Müttercafé mit internationaler Öffnung" an der Brötzinger Grund- und Hauptschule, welches für Mütter aus dem Stadtteil offensteht. Sie sollen über vorhandene Anlaufstellen der Stadt informiert werden, damit sie bei eventuellem Bedarf die Möglichkeiten innerhalb unserer Stadt nutzen können und sich so in den hiesigen Gesellschaftsstrukturen zurecht finden können. Der Informationsbedarf der Teilnehmerinnen wird am Beginn des Müttercafés abgefragt.
In diesem Rahmen werden Referenten zu unterschiedlichen Themen eingeladen, die einmal pro Woche für 3 Stunden in der Mensa der Brötzinger Schule Vorträge zu Themen wie z. B. Schulsystem, "Internet -  wie schütze ich mein Kind?", Kinderschutzbund, Ernährungsberatung, Angebote zur Gesundheitsprävention, Selbstwertgefühl, Missbrauch, (Wieder-)einstieg ins Berufsleben, Anerkennung von Diploma. Die Vorträge werden in deutscher Sprache ggf. mit Übersetzung gehalten. Wenn sich die Bereitschaft und der Bedarf erkennen lässt, wird den Müttern die Möglichkeit an der Teilnahme an einem Integrationskurs bzw. Computerkurs vermittelt. Für Kinderbetreuung ist gesorgt.

Projektlaufzeit: 01.05.2010 bis 31.12.2010

Ansprechparternin: Frau Emine Akyüz


5. Die Falken Ortsverband Pforzheim: Stadt machen statt nichts machen -Zukunftswerkstatt Weststadt


Projektziele:
Wünsche und Ideen der TeilnehmerInnen sollen herausgearbeitet, mit ihnen diskutiert und dokumentiert werden. Über den Zeitraum einer Woche (Mo-Fr) sollen verschiedene „Zukunftswerkstätten“ zum Projektthema statt finden. Wir streben einen Abend an, an welchem Mädchen und Frauen Raum haben ihre Bedürfnise zu äußern. Auch eine Befragung per Frageborgen auf der Straße halten wir für eine Möglichkeit.
Wir möchten möglichst viele Akteure aus dem Gebiet Weststadt ermutigen sich
mindestens an der Bewerbung des Projektes zu beteiligen. Sprich es ist uns ein
Anliegen Schulen und Einrichtungen wie etwa das Haus der Jugend einzubeziehen und wenn möglich Kooperationen aufzubauen.
Förderziele:
Die Kreativität der einzelnen TeilnehmerInnen soll gefördert werden. Eine Förderung der sozialen Integration der jungen Menschen in das eigene Lebensumfeld wird durch das Projekt angestrebt. Es soll eine Förderung im Sinne des Empowermentansatzes statt finden, es ist Ziel des Projektes TeilnehmerInnen darin zu bestärken Forderungen und Wünsche durch eigenes tätig werden zu untermauern und falls möglich zu realisieren. Es handelt sich um aktiviernde Arbeit mit den jungen Menschen aus dem Quartier, wir ermuntern die ProjektteilnehmerInnen Wünsche in Forderungen zu verpacken. Aber auch selbst Ideen zu entwickeln wie sie bei der Umsetzung ihrer Forderungen mitwirken wollen.
Zeitrahmen und Organisatorisches:
Wir möchten ein insgesamt dreiwöchiges Projekt durchführen. Die Zukunftswerkstatt mit jungen Menschen aus dem Gebiet Weststadt soll eine Woche mit täglich 2-5 Stunden dauern. Eine Woche zur Vor- und eine zur Nachbereitung bzw. Dokumentation des Projektes.
Personal/Räumlichkeiten: Die SJD-Die Falken Pforzheim werden das Projekt „Stadt machen statt nichts machen – Zukunftswerkstatt Weststadt“ federführend durchführen. Professionelle Unterstützung finden die Falken durch das Mitwirken der Innovativen Sozial Gemeinschaft e.V.. Die Falken setzen auf diese Kooperation da sich die Mitglieder des Vereines gut mit sozialraumorientierter Sozialarbeit und Organisation bzw. Moderation solcher Methoden auskennen. Die Falken möchten für die Zeit der Durchführung Räume anmieten in denen die jeweiligen Themenveranstaltungen statt finden sollen. Passend wären aus Sicht der Falken Räume im Haus der Jugend.

6. Schmuckmuseum Pforzheim: Jugendmuseum Weststadt  und  Weststadt- PF- Quartier und Stadt stellen sich vor

  • Jugendmuseum: Ziel des Projekts ist die Einrichtung eines Jugendmuseums auf Zeit im Sanierungsgebiet Weststadt. In Kooperation mit einer Arbeitsgemeinschaft der Osterfeld-Realschule planen und organisieren Jugendliche ein temporäres Museum zum Thema Schmuck und Schmücken in einem Leerstand im Sanierungsgebiet Kaiser-Friedrich-Straße/Weststadt. Derzeit laufen entsprechende Gespräche mit einer Wohnungsbaugenossenschaft, die ggf. bereit wäre, geeignete Leerstände in der Maximilianstraße - in unmittelbarer Nähe zur Osterfeldrealschule - zur Verfügung zu stellen. In Vorbereitung dieser Aufgabe lernen die meist aus Familien mit Migrationshintergrund stammenden Jugendlichen die Pforzheimer Museen und u.a. das Schmuckmuseum kennen, um Kriterien für ihr eigenes Museumskonzept und dessen Realisierung zu entwickeln. Die von den Jugendlichen ausgewählten und gestalteten (ergebnisoffen) Exponate aus dem Themenbereich Schmuck und Schmücken, für deren Herstellung ihnen die Schmuckwerkstatt des Schmuckmuseums offen steht, dokumentieren ihre Herkunfts- und Lebenswelten. Bei der praktischen Umsetzung ihrer Ideen entwickeln sie ihre handwerklich-kreativen Fähigkeiten weiter. Das Jugendmuseum soll Anfang Dezember 2010 eröffnet werden. Neben der Einrichtung eines Jugendmuseums Weststadt, mit den zuvor gefertigten Ausstellungsstücken in einer jugendgerechten Präsentation, ist die Vermittlung seiner Inhalte durch die beteiligten Jugendlichen an Gleichaltrige sowie an Erwachsene ein weiteres zentrales Anliegen. Mit diesem Perspektivwechsel, der nicht den Jugendlichen die Kultur der Erwachsenen vermitteln möchte, sondern der genau den umgekehrten Weg wählt, soll die Aufmerksamkeit auf die Lebenssituation junger Bewohner im Sanierungsgebiet gelenkt werden.

          Projektlaufzeit: 01.06.2010 bis 31.12.2010

          Ansprechpartner: Cornelie Holzach

  • Weststadt-PF-Quartier und Stadt stellen sich vor -Eine Initiative zur Integration für Zugezogene                                                                    Das Projekt versteht sich als niedrigschwelliges Angebot für zugezogene Frauen (mit und ohne Migrationshintergrund) im Sanierungsgebiet KF-Weststadt. Es ermöglicht ihnen, unter fachkundiger Anleitung, ihr neues Lebensumfeld kennenzulenernen, Verständnis für dessen Gestalt und Strukturen zu gewinnen und auf diesem Weg mittelfristig die Integration der Zugezogenen zu fördern und ein Identitätsgefüge zu erzeugen. Das Programm besteht aus vier dreistündigen Begegnungen mit dem Quartier Weststadt und der Innenstadt Pforzheims, das den Teilnehmerinnen im Rahmen einer gesprächs- und praxisorientierten Vermittlung die historischen, wirtschaftlichen und sozialen Hintergründe "ihres" neuen Wohnstandortes erläutert und ihnen lebenspraktische Anleitungen und Anregungen vermittelt.

          Die vier Programmbausteine:

  1. Quartier KF-Weststadt- Leben und Arbeiten in Pforzheims Westen
  2. Goldstadt Pforzheim - Entwicklung der Pforzheimer Schmuckindustrie: Besichtigung des Technischen Museums
  3. Innenstadt- Der Waisenhausplatz als Wiege der Pforzheimer Schmuckindustrie: Besichtigung des Schmuckmuseums
  4. Pforzheim einst und heut: Besichtigung Schlosskirche, 50-er Jahre-Ausstellung in der Pforzheim Galerie.

Darüber hinaus werden persönliche Beratungsgespräche für die Teilnehmerinnen angeboten, um Fragen zu klären und die Suche nach passenden Einrichtungen in der Stadt, zugeschnitten auf individuelle Bedürfnisse zu erleichtern z.B. Hausaufgabenbetreuung. Zusätzlicher Kompetenzerwerb (über die Orientierungsfähigkeit hinaus): Während der Veranstaltungen haben die Teilnehmerinnen viel Gelegenheit zu sprachlicher Artikulation und somit zur Stärkung ihrer Sprach- und Sprechkompetenz. Zusätzlich beinhaltet jeder Termin, im Sinne einer ganzheitlichen Vermittlung, einen kleinen Kreativpart, bei dem die Teilnehmerinnen das jeweilige Thema künstlerisch und kunsthandwerklich umsetzen.

Projektlaufzeit: 01.01.2010 bis 31.12.2010

Ansprechpartner: Cornelie Holzach


7. GBE: Bewerbungstraining und Coaching für Frauen
In zwei Kursen bietet das Projekt für Frauen über jeweils 3 Monate, an einem Vormittag pro Woche, für 3 Stunden, in den Räumen des Familienzentrums der Diakonie, ein Bewerbungstraining an.
Das Bewerbungstraining beinhaltet das Erstellen von Bewerbungsunterlagen, die Stellenrecherche, das Üben von Vorstellungsgesprächen und das Telefonieren mit Arbeitgebern. Die Teilnehmerinnen nehmen in Papierform eine Musterbewerbung mit und haben auf einem Datenträger ihre Bewerbungsunterlagen mit Lebenslauf und Musteranschreiben für Kurz- und Initiativbewerbung, sowie Handreichungen, um im Anschreiben den Bezug zum Stellenangebot zu den eigenen Ressourcen und Fähigkeiten darzustellen.
Das Mikroprojekt wendet sich an alle Frauen aus dem Sanierungsgebiet, eine Kinderbetreuung ist in der Regel über Kindertagesstätten und Schulen sicher gestellt.
Um den teilnehmenden Frauen, auch mit ihrem individuellen kulturellen
Hintergrund, eine Teilnahme zu ermöglichen, findet das Angebot nur für Frauen in einem geschlossenen Kurssystem statt. Dies hat sich bereits, insbesondere bei der Vermittlung von  EDV-Kenntnissen und beim Einüben von Telefongesprächen und Bewerbungssituationen (Rollenspiele mit Aufzeichnung und Analyse über Video), bewährt. Im Kurs werden Stärken und Erfahrungen herausarbeiten. Die Teilnehmerinnen sollten sich auf Deutsch verständigen können. Interessierte Frauen werden nach dem Kurs mit bis zu 25 Stunden (in der Projektlaufzeit) individuell in ihrem Bemühen um einen Arbeitsplatz weiter unterstützt. So können die erarbeiteten Unterlagen und Bewerbungsstrategien weiter verbessert und gefestigt werden (Coaching). Dabei wird auf die Firmendatenbank und die Betriebskontakte der GBE zurückgegriffen.

Projektlaufzeit: 01.04.2010 bis 31.12.2010

Ansprechparter: Herr Bossert

8. Haus der Jugend: Lernst Du noch weiter?! oder - gib´s nicht auf
In Kleingruppen werden 20 Jugendliche mit Migrationshintergrund durch einen qualifizierten Nachhilfeunterricht gefördert. Zielgruppe sind vor allem die Jugendlichen, die vor dem Abschluss bzw. ein Jahr vor Schulende stehen, mit Schwerpunkt aus der Weststadt, Hauptschule „Weiherberg" bzw. „Brötzingen", aber auch SchülerInnen der Osterfeldrealschule.
Eine Förderung in dieser Form wird z.Z. nicht durch die "öffentliche Hand" gewährt, auch übersteigt eine private Förderung die monetären Möglichkeiten dieser SchülerInnen bzw. Elternhäuser. Eine Förderung ist notwendig, damit sowohl die Eltern als auch die SchülerInnen erkennen, dass durch eine Verbesserung der schulischen Leistungen und durch einen guten Schulabschluss ein Sprungbrett in die Gesellschaft geschaffen wird. Es geht nicht um "bloße" Hausaufgabenbetreuung, sondern darum, durch gezielte schulische Förderung vorhandene Schwächen und Wissenslücken zu erkennen und an diesen zu arbeiten – im Vorfeld des Schulabschlusses. Mit den Schulen bzw. den Lehrern soll gerade für EINZELNE versetzungsgefährdete SchülerInnen eine gesonderte Vereinbarung getroffen werden, dass sie auch in den Ferien dieses Bildungsangebot gezielt wahrnehmen können, um möglichst eine Klassenstufenwiederholung zu vermeiden. Der Kontakt zu den SchülerInnen ist bereits vorhanden bzw. wird über den Kontakt zur Schule und im Jugendhaus erzielt. Die Vorerfahrung hat gezeigt, dass eine intensive Betreuung durch eine ausgebildete Person notwendig ist. Diesen Lernerfolg wollen wir durch die Vermittlung von Lernhelfern gerade auch aus der Peergroup verstärken bzw. untermauern.

Projektlaufzeit: 01.04.2010 bis 31.12.2010

Ansprechpartner: Hartmut Wagner

9. Q-Prints & Service: Weststadtzeitung und Assessmentcenter Q+
 

  • Stadtteilzeitung Weststadt                                                                     Ziele des Projektes:Qualifizierung von arbeitslosen Frauen aus dem Stadtteil durch die Herstellung und Vertrieb einer Stadtteilzeitung für die Weststadt.
    Erwerb von Schlüsselqualifikationen im Bereich Kommunikation (auch interkulturell), Verantwortungsbewusstsein und Sozialverhalten.
    Erwerb von Fachkenntnissen im Umgang mit Sprache, Journalismus und Projektmanagement.
    Die Umsetzung erfolgt im Rahmen einer Arbeitsgruppe von Projektteilnehmenden, die bei QPS im Rahmen von Arbeitsgelegenheiten beschäftigt sind oder an der Maßnahme KOMPAZ (Kompetenzzentrum für Alleinerziehende) teilnehmen, einer professionellen Journalistin, einer pädagogischen Honorarkraft und der Abteilung Mediengestaltung bei QPS. Alle Phasen der Herstellung werden unter direkter Beteiligung der Maßnahmeteilnehmenden umgesetzt.

Umsetzungsschritte: Unter Beteiligung einer ansässigen Pforzheimer      Zeitung werden zunächst Grundlagenkenntnisse im Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Herstellung einer Zeitung vermittelt.
Erstellen eines Konzeptes für die Zeitung.
Aufbau von Kontakten zu Einrichtungen, Institutionen, Initiativen, Betrieben und Privatpersonen im Stadtteil für sogenannte Hintergrundgespräche.
Auswertung der Gespräche im Rahmen eines Workshops.
Auswahl der Berichte, die in der jeweiligen Ausgabe platziert werden und Aufgabenverteilung in der AG.
Schreiben und gegebenenfalls Übersetzung der Artikel, Reportagen, Interviews etc.
Erstellen und Auswahl von Bildmaterial.
Einführung in die gestalterischen Methoden einer Zeitungserstellung durch die Medienabteilung einer Pforzheimer Zeitung.
Workshop zur Gestaltung der Zeitung unter dem vorgegebenen Format.
Layout der Zeitung durch die Medienabteilung der QPS.
Workshop zum Vertrieb der Zeitung und Verteilung.
Die Zeitung erscheint vier Mal jährlich / drei Mal in 2010; Auflage: 2.500 Exemplare

Projektlaufzeit: 01.05.2010 bis 31.12.2010

Ansprechpartner: Ute Hötzer

  •  Assessmentcenter Q+                                                                            Um brauchbare Ergebnisse zu erhalten, bedarf es einer sorgfältigen Vor- und Nachbereitungszeit mit den Adressaten. Eine große Einführungsrunde zu Beginn des Assessments sorgt für eine vertrauensvolle Atmosphäre. Wesentlicher Bestandteil des Projekteinstiegs die Selbsteinschätzung der eigenen Fähigkeiten durch die TN sowie ihre Entscheidung über notwendige Hilfestellungen. Durch die entspr. Wahl des Schwierigkeitsgrades der Aufgaben und der individ. Arbeitsweise für jedes Modul haben die TN Einfluss auf den weiteren Verlauf und das Ergebnis. 2. Im Mittelpunkt des Projekts stehen die Aufträge in den Bereichen physisch-motorische Fähigkeiten, Logik und Sprache sowie soziale Kompetenzen. Die Übungen werden einzeln oder in der Gruppe durchgeführt. Neben den Testergebnissen wird das konkrete Verhalten der TN bei der Erledigung der Aufgaben systematisch beobachtet und ausgewertet. So werden Potentiale (z.B. Belastbarkeit, Konzentration etc.) der TN ermittelt. Nach jedem Modul folgt die Selbsteinschätzung über erbrachte Leistungen und Verhalten. 3. Neben der evaluierenden Abschlussrunde wird mit jedem TN ein ausführliches Einzelgespräch geführt. Jeder TN erhält ein Zertifikat, in dem alle Ergebnisse mit Focus auf die bes. Potentiale aufgeführt sind. Es enthält daraus resultierende handlungsorientierte Empfehlungen für den weiteren berufl. Werdegang. Adressaten: Schüler und Schülerinnen der Weiherbergschule ohne berufliche Vorstellungen. Auswirkungen auf die Adressaten: Die Adressaten bekommen berufliche Orientierung, vertiefende Kenntnisse über ihre Potentiale, Anregungen zur weiteren berufl. Orientierung, hilfreiche Kontakte. Beschäftigungsfördernder Charakter: Realistischere Einschätzung der Teilnehmenden über ihre Chancen am Arbeitsmarkt. Ermittlung einer passenden berufl. Anschlussperspektive. Auf Wunsch der TN kann ein Schnuppertag in den Gewerken Druck, Buchbinden oder Gastronomie angeboten werden.

          Projektlaufzeit: 01.10.2010 bis 31.12.2010

          Ansprechpartner: Ute Hötzer

10. SJR Betriebes GmbH: Starke Mädchen im Quartier; Titel: Mädchen erwünscht
Besonders für Mädchen (oftmals mit Migrationshintergrund) gibt es keine Angebote im Sanierungsgebiet Kaiser-Friedrich-Straße. Aus diesem Grund soll wöchentlich an einem festen Tag pro Woche eine Mädchengruppe mit 20 Mädchen in den Räumen von „Jugendarbeit Stadtteile“ initiiert werden. Wir möchten Mädchen die Möglichkeit geben, sich in einem geschützten Raum, jenseits der Dominanz ihrer Väter, Brüder, männlichen Verwandten oder Klassenkameraden frei zu entfalten und eigene Stärken zu entwickeln. Hierbei stehen die Identitätsförderung, das Entwickeln von Selbstbewusstsein und das Vertrauen in die eigenen Stärken im Vordergrund. Erreichen möchten wir die Mädchen mit einer Werbeaktion im Quartier, d.h. Verteilung von Flyern an alle Haushalte  bzw. Aushängen von Plakaten, aufsuchende Arbeit im Quartier, um Kontakte zu den vorhandenen Mädchen zu knüpfen. Außerdem möchten wir die Mädchengruppe in den für das Quartier zuständigen Schulen und in unserem Projekt Lernhilfe bewerben. Durchführen soll das Projekt eine hierfür extra geschulte Museumspädagogin und Diplomdesignerin, die durch ihren beruflichen Lebensweg und ihre Erfahrung ein qualifiziertes Vorbild für die teilnehmenden Mädchen sein soll. Angebote: zur Erlernung von Fähigkeiten wie z.B. Eigenverantwortlichkeit, Teamfähigkeit, gewaltfreie Konfliktlösungsstrategien und Selbstbewusstsein, die für eine spätere Selbständigkeit unabdingbar sind - die den Umgang mit Werkzeugen und einfachen Maschinen fördern und Hemmschwellen abbauen sollen z.B. Herstellung von Holzspielen - die die Mädchen für einen höheren Schulbesuch qualifizieren sollen und sie die Wichtigkeit einer guten Schul- bzw. Ausbildung in unserer Gesellschaft erkennen lassen wie z.B. Vermittlung von Allgemeinwissen und Sprachförderung - die die Kreativität der Mädchen fördern z.B. Zeichnen, Malen, Schmuck selbst gestalten, Geschenke selbst gestalten, Kürbisse schnitzen u.v.m. - die die Mädchen aus dem Quartier herausführen sollen z.B. Theaterbesuch oder Besuch des technischen Museums (Bildungsauftrag wahrnehmen) - zur Sucht- bzw. Schuldenprävention - mädchenspezifische Angebote / Mädchen bzw. Frau sein, Wohlfühlangebote für Körper und Seele z.B. Beautytag, um den Mädchen ein gesundes Körpergefühl zu vermitteln und sie sich ungezwungen entfalten können.

Projektlaufzeit: 01.04.2010 bis 31.12.2010

Ansprechpartner: Axel Baumbusch