Inhalt

Übersicht der 2009 durchgeführten Projekte

  1. Türkischer Elternverein Pforzheim und Umgebung: Jugend und Internet - Gefahren und Chancen
  2. GBE: Job Picker
  3. GBE: Bewerbungstraining für Frauen
  4. Türkischer Sozialdienstverein: (Wieder)einstieg ins Berufsleben für Mütter
  5. Haus der Jugend: Jugend gestaltet Räume
  6. Haus der Jugend: Aktive Jugendbeteiligung durch interaktive und mediale Ausdrucksformen
  7. SJR Betriebs GmbH: Lernst du schon, oder versuchst du's noch? Ein Lernhilfeprojekt
  8. Lukaszentrum: Comeback
  9. Stadtbibliothek: Bild - Ton - Schrift, Jugendliche machen Medien
  10. Wissen auf Achse - der Bücherbus auf Wissens-Tour
  11. Volkshochschule Pforzheim-Enzkreis: Stadtteilzeitung Weststadt
  12. SJR Betriebs- GmbH: Schuldenprävention an der Brötzingerschule

Nachfolgend werden die einzelnen Projekte näher beschrieben:

1. Türkischer Elternverein Pforzheim und Umgebung: Jugend und Internet- Gefahren und Chancen

Schüler aller Nationalitäten im Alter von 14 bis 20 Jahren sind die Adressaten des Projekts. Die Jugendlichen werden über Schulen,  den Stadtjugendring, den Türkischen Elternverein selbst, über Flyer, Presse und persönliche Ansprache erreicht.

Jugendliche sollen sich rechtzeitig mit der Cyber-Welt vertraut machen, da ihr Alltag zunehmend vom Internet beeinflusst wird. Aus diesem aktuellen und wichtigen Grund möchte der Türkische Elternverein Pforzheim mit dem Projekt „Jugend und Internet“ den jungen Projektteilnehmer/innen aus dem Sanierungsgebiet Weststadt Pforzheim die Möglichkeit bieten, ihre Medienkompetenz und beruflichen Perspektiven zu stärken durch:

  • Vermittlung von Kenntnissen der Homepage-Erstellung und Online-Kommunikation
  • Suchen und Finden von Arbeit,  Ausbildungs- oder Praktikumsplatz im virtuellen Arbeits-markt mit begleitender fachlichen Beratung
  • Erstellen von Online-Bewerbungen
  • Vermittlung über mit dem Internet verbundene Gefahren und Chancen
  • Sicheres Nutzen des Internets, insbesondere für Jugendliche (Kostenfalle Einwahl- Programme, Dialern und finanzielle Schäden)

Das Projekt wird von Fachkräften begleitend und kontinuierlich unterstützt. Weitere Unterstützung erhält das Projekt von Kooperationspartnern, wie die Polizei Pforzheim und dem Bezirksverein für Rechtspflege.

In der Planung der Treffen wird auf die persönliche Lebenssituation der Jugendlichen eingegangen. Vorgesehen sind mindestens 4 Stunden pro Woche, bei Bedarf wird der Verein auch mehr anbieten.

Der türkische Elternverein hat einen Integrationspreis der Sparkasse Pforzheim erhalten.

Laufzeit  01.07.09 bis 31.12.09

Ansprechpartner: Aydemir Özsoy

2. GBE: Job Picker


Das Projekt bietet ein offenes Angebot für Arbeitssuchende im Familienzentrum der Diakonie. Ein EDV-Raum wird zur Erstellung und Überarbeitung von Bewerbungsunterlagen zur Verfügung stehen. Die Teilnehmenden bilden Netzwerke, sie beraten und unterstützen sich gegenseitig, mit Hilfe einer Fachkraft vor Ort.

Insgesamt sind bis Jahresende 2009 ca. 30 Termine geplant. Die Besucher(innen) des Angebotes müssen weitgehend selbständig Stellen recherchieren (Zeitungen, Internet-Zugang usw. sind gewährleistet.), ihre Bewerbungsunterlagen erstellen und ausdrucken.

Die Anleitung wird durch eine Fachkraft erfolgen, die über Kenntnisse in der Unterstützung von arbeitslosen Menschen bei Bewerbungen verfügt. Dabei zielt das Projekt darauf ab, die Teilnehmer/innen  zu befähigen, ihre Bewerbungen selbständig zu erstellen. Andere Teilnehmer/innen werden evtl. nur die gebotene Infrastruktur nutzen. Die Erfahrung des Projektträgers zeigt, dass viele Arbeitssuchende über Bewerbungsunterlagen verfügen, ihnen aber die Möglichkeit fehlt, diese auszudrucken bzw. elektronisch zu aktualisieren.

Es werden mehrere Termine pro Woche angeboten. Diese werden zeitlich so liegen, dass das Angebot von vielen Menschen genutzt werden kann. Mindestens ein Termin pro Woche wird am Vormittag liegen, so dass in der Regel die Kinderbetreuung gesichert ist. Ein weiterer Termin wird am Nachmittag  bzw. Spätnachmittag liegen. Die einzelnen Termine werden 3 Stunden umfassen, wobei die Teilnehmer/innen flexibel kommen und gehen können. Das Angebot ist für alle Bewohner(innen) des Sanierungsgebietes offen.

Die Bildung der informellen Netzwerke unter den Teilnehmer/innen soll die Nachhaltigkeit sichern. Es wird davon ausgegangen, dass Informationen und Hinweise aus der Peer-Group mehr Wirkung erzielen. Die entstehenden persönlichen Bindungen von Personen aus dem Stadtteil können über das Thema Bewerbung hinausgehen. Erfolgreiche Bewerbungen aus dem Projekt sind für andere Teilnehmer/innen personifizierbar und daher motivierend.

Laufzeit: 01.07.09 bis 31.12.09

Ansprechpartner: Markus Bossert

3. GBE: Bewerbungstraining für Frauen

Das Projekt bietet gezielt ein Bewerbungstraining für Frauen an, vormittags je drei Stunden (Montag bis Freitag). Trainiert werden: Erstellen von Bewerbungsunterlagen, Stellenrecherche und Üben von Vorstellungsgesprächen, Telefonieren mit Arbeitgebern. Die Teilnehmerinnen nehmen eine Musterbewerbung in Papierform mit und haben auf einem Datenträger ihre Bewerbungsunterlagen mit Lebenslauf und Musteranschreiben für Kurz- und Initiativebewerbungen sowie Handreichungen, um im Anschreiben den Bezug von Stellenangebot zu den eigenen Ressourcen und Fähigkeiten darzustellen.

Das Mikroprojekt wendet sich an alle Frauen aus dem Sanierungsgebiet Kaiser-Friedrich-Straße/ Weststadt. Es wird so angeboten, dass für Kinderbetreuung in der Regel über Kindertagesstätten oder Schule gesorgt ist. Ergänzend wollen wir ein Angebot über das Familienzentrum sicher stellen.

Um den teilnehmenden Frauen mit ihrem individuellen, kulturellen Hintergrund, eine Teilnahme zu ermöglichen, findet das Angebot nur für Frauen und in einem geschlossenen Kurssystem statt. Dies scheint insbesondere bei der Vermittlung von EDV-Kenntnissen und bei der Übung von Telefongesprächen und Bewerbungssituationen (Rollenspiele mit Aufzeichnung und Analyse über EDV) erforderlich.

Der Projektträger geht davon aus, dass einige Teilnehmerinnen keine („verwertbare“) schulische oder berufliche Vorerfahrung haben. Daher werden wir im Kurs Stärken und Erfahrungen herausarbeiten. Diese werden voraussichtlich häufig in der Familienarbeit und evtl. im ehrenamtlichen Engagement im Stadtteil oder im persönlichen Umfeld liegen. Berufsfelder, die sich daraus ablei-ten lassen, könnten im hauswirtschaftlichen oder pflegerischen Bereich, aber auch ansatzweise im kaufmännischen Bereich sein.

Von den sprachlichen Voraussetzungen legen wir der Teilnahme zugrunde, dass die Teilnehmer/innen der Kursleitung in einfacher deutscher Sprache ohne Hilfestellung folgen können.

Laufzeit: 01.11.09 bis 30.11.09

Ansprechpartner: Markus Bossert

4. Türkischer Sozialdienstverein: (Wieder)einstieg ins Berufsleben für Mütter

Das Projekt bietet bis zu 10 Müttern aus dem Sanierungsgebiet Kaiser-Friedrich-Straße/ Weststadt fachliche Unterstützung beim (Wieder)einstieg ins Berufsleben.

Der erste Schritt ist der Aufbau eines Netzwerkes aus wichtigen 5 bis 6 Einrichtungen und Firmen, die als potenzielle Berater bzw. Arbeitgeber gelten. Über die persönliche Ansprache von 5 bis 6 Schulen im Sanierungsgebiet, sollen diese als Multiplikatoren gewonnen werden. In Elterngesprächen und Elternabenden sollen so auch die Ehepartner motiviert und ermutigt werden, ihren Partnerinnen die Teilnahme am Projekt zu empfehlen und zu ermöglichen.

Parallel dazu werden gezielt diejenigen Mütter ausgesucht, die gerne ins Berufsleben wiedereinsteigen würden, aber auf Grund von unterschiedlichsten Problemlagen dies nicht verwirklichen können.

Ziel des Projektes ist es, durch das Angebot der Kinderbetreuung in den Räumlichkeiten des Vereins und durch individuelle und fachliche Unterstützung durch deutschsprachige Pädagogen/innen die Mütter in den 1. oder 2. Arbeitsmarkt bzw. in Praktika zu vermitteln. Es wird individuelle Beratung zur Bewältigung von persönlichen und kulturell-gesellschaftlichen Problemen, EDV-Training und Bewerbungs-Training angeboten. Geplant sind zwei Treffen pro Woche je 2 Stunden. Die Uhrzeiten und Wochentage werden mit den Frauen abgestimmt, bei Bedarf kann der Kurs auch am Wochenende stattfinden.

Laufzeit: 01.07.09 bis 31.12.09

Ansprechpartner: Mehmet Bülbül

5. Haus der Jugend: Jugend gestaltet Räume


Unter maßgeblicher Mitwirkung von Jugendlichen werden die 60 Jahre alten Räume des Hauses der Jugend aktuell und jugendspezifisch gestaltet. Ziele sind hierbei:

Übernahme von Verantwortung und Partizipation bei der Gestaltung des eigenen Lebens- und ErlebnisraumesDas Lernen von kontinuierlicher und verbindlicher Verantwortungsübernahme und Handels
Einblick in die berufliche Arbeitswelt
zukünftiges Engagement im Ehrenamt
Erwerb und Erlernen handwerklicher Kompetenzen und Arbeitsabläufe
Stärken der sozialen Kompetenzen im Miteinander und des Durchhaltevermögens
Da das Haus der Jugend über verschiedene Räume verfügt, können Jugendliche sich entsprechend der eigenen Vorlieben in unterschiedlichen Arbeitsgruppen verbindlich einbringen und gruppen- bzw. cliquenspezifische Erfahrungen gesammelt werden. Zur Auswahl steht der Cafebe-reich, der "Gewölbekeller", das Medienzentrum oder das "Mädchenzimmer" (hierbei ist die Teilnahme ausschließlich auf Mädchen bzw. junge Frauen beschränkt!).

Zielgruppe sind Jugendliche beiden Geschlechts des Sanierungsgebietes Kaiser-Friedrich-Straße/ Weststadt. Hier leben fast ausschließlich Jugendliche mit Migrationshintergund, die sich im und um das Haus der Jugend aufhalten oder dort ihren eigenen (Frei-)Raum finden wollen. Daher werden die Kids stadtteilweit auch über die verschiedenen Bildungseinrichtungen angesprochen. Die sich beteiligenden Jugendlichen sind in der Regel sozial deklassiert und leben in prekären Lebensverhältnissen, sie erhalten für ihre Tätigkeit eine Aufwandsentschädigung.

Unter Leitung der Mitarbeiter des Hauses der Jugend, u.a. ArbeitserzieherInnen werden die Gruppen eingeteilt, die unterschiedlichen Vorstellungen, Vorschläge und Wünsche der Teilnehmer/innen abgefragt bzw. erarbeitet und schließlich parktisch umgesetzt.


Laufzeit: 01.07.09 bis 31.12.09

Ansprechpartner: Hartmut Wagner

6. Haus der Jugend: Aktive Jugendbeteiligung durch interaktive und mediale Ausdrucksformen

Im Rahmen des Projektes erstellen Jugendliche eine Internetplattform, auf der sich Jugendliche des Sanierungsgebietes Kaiser-Friedrich-Straße/ Weststadt, vorrangig mit Migrationshintergrund und aus dem Hauptschulbereich, austauschen und ihre eigenen Artikel, Fotos, Videos, Berichte, Musik u.a. mehr veröffentlichen können (ähnlich eines "YouTubes" für das Sanierungsgebiet). Dazu werden verschiedene Rubriken, vergleichbar mit einer Zeitung virtuell eingerichtet. Zugangsberechtigt sind alle interessierten Jugendlichen der Weststadt bzw. des Sanierungsgebietes. Ein entsprechender Zugangscode wird verteilt.

Durch die Zusammenarbeit mit den Schulen werden verschiedene AGs angeboten, die entsprechende Medienkompetenz vermitteln. So werden interessierte „Jungjournalisten“ auch über die Schule geworben.
 
Ziel ist es, jugendspezifische und jugendpolitische Themen des Stadtteils zeitnah zu veröffentlichen. Über Rubriken wie Stellenmarkt, Tausch, Verkauf können die Jugendlichen sich austauschen.

In Zusammenarbeit mit einer aktivierenden Jugendbefragung wird eine Mobilisierung der Jugendlichen für ihre Belange erreicht. Ebenso werden regelmäßige „Redaktionssitzungen“ der Mitmachenden durchgeführt. Technisch interessierte können weitergebildet und gefördert werden z.B. zur Pflege der Plattform.
 
Wichtige und interessante Beiträge der Website werden auf DVD gebrannt und über externe Abspielgeräte (elektronische Litfaßsäulen) auf andern öffentlichen Plätzen, in den Schulen oder Läden aufgestellt bzw. vorgespielt. So können auch Menschen, die das Medium Internet nicht nutzen, erreicht werden. Gleiches gilt für Wandzeitungen, die auf Großplakate im Stadtteil angebracht werden.


Laufzeit:   01.07.09 bis 31.07.09

Ansprechpartner:  Hartmut Wagner

                        

7. SJR Betriebs GmbH: Lernst du schon, oder versuchst du's noch? Ein Lernhilfeprojekt

20 Jugendliche mit Migrationshintergrund werden in Kleingruppen durch speziellen Nachhilfeunterricht gefördert. Die Zielgruppe sind Jugendliche  ab 14 Jahre der Weiherberg Grund- und Hauptschule sowie Schülerinnen und Schüler dieser Altersstufe, die in der Weststadt wohnen und Bedarf anmelden.

Eine Förderung in dieser Form wird derzeit nicht von der öffentlichen Hand geleistet. Eine privatfinanzierte Nachhilfe übersteigt aber oftmals die finanziellen Möglichkeiten der Familien mit Migrationshintergrund. Durch die Verbesserung der schulischen Leistungen wird ein Sprungbrett geschaffen, das die Möglichkeit zur besseren beruflichen und sozialen Integration gibt und damit eine Förderung, die derzeit dringend benötigt wird.

Ziel ist es, bestehende Lern- und Wissenslücken, die aus der Vergangenheit stammen, auszugleichen, um entsprechende Voraussetzungen für einen "guten" Schulabschluss zu vermitteln. Es geht nicht um Hausaufgabenbetreuung, sondern um Lernhilfen und Vorbereitung auf die Abschlussprüfung. Der Kontakt zu den Schülern wird entweder direkt über den Jugendhausbesuch hergestellt oder über einen Lehrer. Es gibt eine enge Kooperation zu den Lehrern der Schule. Die Steigerung der Leistungen wird zu mehr Motivation führen und Frustration entgegen wirken, die häufig zum Schulabbruch führt. 

Geplant sind drei Gruppen mit maximal 8 Teilnehmer/innen, die sich zweimal pro Woche für circa 3 Stunden treffen. Es geht dabei auch darum, über den persönlichen Bezug zum Jugendlichen die Lernmotivation und über Bestätigung die Persönlichkeit zu stärken. Eine Stunde davon vermittelt ein Lernhelfer (pädagogische Kraft) fachliches Input. In der verbleibenden Zeit helfen Ehrenamtliche den Lernstoff einzuüben oder zu vertiefen und begleiten das Projekt

Laufzeit:        01.07.09 bis 31.12.09

Ansprechpartner: Hartmut Wagner

8. Lukaszentrum: Comeback

Das Projekt „ComeBack“ fördert niedrigschwellig und auf Freiwilligkeit beruhend den beruflichen (Wieder-) Einstieg von Frauen auch nach einer längeren Unterbrechung der Erwerbstätigkeit.

Es richtet sich an alle in der Weststadt lebenden Frauen, die sich für den beruflichen (Wieder-) Einstieg qualifizieren wollen. Während der Angebote wird es eine Kinderbetreuung für die Kinder der teilnehmenden Frauen geben. Die viermonatige Qualifizierung umfasst u.a. Berufswegeplanung, EDV-Schulung, Sprach-, Kommunikations- und Bewerbungstraining, sowie ein Praktikum.

Die Teilnehmerinnen lernen verschiedene Arbeitszeitmodelle kennen, damit sie Familie und Beruf vereinbaren können. Außerdem sollen Betriebe aus dem Stadtteil motiviert werden, sich mit verschiedenen Modellen auseinander zu setzen.

Auf drei Ebenen (persönliche, persönlich-fachliche, fachliche) werden den Teilnehmerinnen Kompetenzen vermittelt. Selbstbewusstsein sowie soziale Kompetenz im Gruppengefüge werden gefördert. Infoabende, Theoretische Einheiten („Leben und Arbeiten in Deutschland“), Praktische Einheiten (Training von Soft-Skills), allgemeinbildende (Sprachkurse, PC-Kurse) und berufsbezogene Kenntnisse (Grundlagen Buchhaltung) und Praktika können je nach Bedarf belegt werden.

Die Teilnehmerinnen sollen Talente an sich entdecken und ihre Persönlichkeit weiter entwickeln und damit auch ihr Selbstbewusstsein stärken. Eigenständigkeit und Unabhängigkeit werden gefördert. Grundvoraussetzung für einen beruflichen (Wieder-) Einstieg sind „Soft Skills“ (z.B. Kommunikationsfähigkeit), die im Projekt gefördert werden. Die Vermittlung von Fachwissen und Fachkompetenz und das Durchlaufen von Praktika in Betrieben der Weststadt runden das Projekt ab.

In einem persönlichen Gespräch zu Beginn des Projektes wird mit jeder Teilnehmerin die Situation, in der sie sich befindet, analysiert. Stärken sowie Unterstützungsbedarfe werden gemeinsam  erarbeitet. Auf dieser Basis ist eine Auswahl für die Qualifizierung sinnvoller Module möglich. Jedes Modul enthält Pflicht- und Wahlangebote. Durch dieses System wird eine Verbindlichkeit geschaffen und die Vermittlung der wichtigsten Inhalte gewährleistet. Eine persönliche Qualifizierungsmappe dokumentiert jeder Teilnehmerin die durchlaufenen Angebote und Qualifizierungen. Die Qualität der Angebote wird durch Kooperationen mit geeigneten (Bildungs-) Trägern gewährleistet.

Laufzeit:  01.07.09 bis 31.12.09

Ansprechpartner:  Wolfgang Stoll

9. Stadtbibliothek: Bild - Ton - Schrift, Jugendliche machen Medien

Den Jugendlichen soll verständlich erklärt werden, welche unterschiedlichen Medien es auf dem Markt u. im Bestand der Stadtbibliothek gibt (Führung durch die Stadtbibliothek).

Da das Mediennutzungsverhalten der Schüler oft auffällig einseitig ist, bekommen sie die Möglichkeit, in Workshops „hinter die Kulissen“ zu schauen und zu erfahren, wie Medium entsteht. Sie können sich im Voraus über die angeschafften Medien informieren, welche Schritte bis zur Fertigstellung eines Hörspiels, Buches oder Filmes notwendig sind. Beim Erarbeiten eines Hörspiels u. eines Kurzfilms soll auf Aussprache u. in Vorarbeit geleistete Schriftsprache geachtet werden. Evtl. sollten die Workshops vorwiegend von Mädchen aufgesucht werden, um sie mit der Technik vertraut zu machen.

Beim Schreibworkshop liegt der Schwerpunkt im schrift. Ausdruck. Den Schülern (vorwieg. für Jungen) soll auf spiel. Art Spaß am Umgang mit Sprache vermittelt werden, abseits des üblichen Deutsch-Unterrichts.

Die Workshops finden in der Schule o./u. der Bibliothek statt. Am Ende werden die entstandenen Medien (Film, Hörbuch und Buch) vervielfältigt und in den
Bestand der Stadtbibliothek aufgenommen, sie können von allen interessierten Besuchern ausgeliehen werden . Möglich ist eine Präsentation der Ergebnisse im "Haus der Jugend".

Dort werden die Workshops in den Herbstferien einmalig angeboten. Es werden zum größten Teil Jugendl. mit Migrationshintergrund erreicht, deren Sprach- u. Schriftkenntnisse meist schlecht sind. Durch die Stärkung und Verbesserung in diesem Bereich steigen ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt, da ihre Fähigkeit sich zu artikulieren verbessert werden.

In den Schulklassen befinden sich 70% Jugendl. mit Migrationshintergrund. Ziel des Projekts ist die Erwerbung umfassender Medienkompetenz, die beim Übergang von der  Schule in das Berufsleben für die Jugendl. unerlässlich ist. Es werden Kenntnisse und Fertigkeiten vermittelt, die bei der Berufswahl, Stellensuche und in Bewerbungssituationen benötigt werden. Zielgruppe sind die Jugendl. ab 14 J. der Weiherberg- und der Osterfeldschule, da diese Schulen im Einzugsgebiet liegen und der besonderen Förderung im Bereich der Mediennutzung und der Medienerziehung bedürfen.

Zeitlicher Ablauf: Führung durch Stadtbibliothek Einführung zur Vielfalt der Medien auf dem Markt einzelne Workshops Nachbesprechung Schlussfolgerungen für eigenes Mediennutzungsverhalten ziehen Präsentation der entstandenen Medien und Aufnahme in den Bestand der Stadtbibliothek

Laufzeit:               14.09.09 bis 31.12.09

Ansprechpartner:  Frau Bendl-Kunzmann

10. Stadtbibliothek: Wissen auf Achse - der Bücherbus auf Wissens-Tour

Die Fahrbibliothek (mit Haltestellen in der Weststadt) wird mit einem zielgerichteten Jugend-Medienbestand für die Zielgruppe der 14-25-Jährigen ausgestattet. Themenblöcke wie Bewerbung + Beruf, EDV + Internet, die der beruflichen Qualifizierung dienen, werden angeschafft.

Die Schüler bekommen während der Schulzeit die Möglichkeit, den Bestand durchzuschauen bzw. Medien auszuleihen, hierdurch werden auch berufsrelevante Eigenschaften wie Zuverlässigkeit und selbstverantworliches Handeln gefördert. Zusätzlich zum Bestand werden echerchetrainingsangebote in der Schule und in der Bibliothek durchgeführt.

Außerdem finden Workshops statt, die den Schülern Suchstrategien bei der Suche eines Ausbildungsplatzes, Hilfen bei der Bewerbung und bei Vorstellungsgesprächen geben und Wege aufzeigen, die nach der Schule eingeschlagen werden können. Auch ein Knigge-Workshop ist angedacht.

Durch das Vermitteln von Medienkompetenz bei gezieltem Recherchetraining, wird die Lesekompetenz und das inhaltliche Erfassen von Texten erlernt
bzw. verbessert. Evtl. kann von den Schülern ein Leitfaden im Bereich der Recherche oder im Bereich Bewerbung erstellt werden, der dann an andere Schulen bzw. an nachfolgende Schulabgänger weitergegeben werden kann. Es werden zum größten Teil Jugendliche mit Migrationshintergrund erreicht, deren Sprach- und Schriftkenntnisse zumeist schlecht sind.

Jugendliche mit Migrationshintergrund sind zu 70% bei den Teilnehmern vertreten. Durch die Stärkung und Verbesserung in diesem Bereich steigen ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt, da ihre Fähigkeit sich zu artikulieren verbessert wird. Außerdem wird ihre Medienkompentenz verbessert, so dass sie in Zukunft gezielter und professioneller mit dem großen Angebot umgehen.

Zeitplan: Anschaffung der Medien (evtl. gemeinsame Auswahl mit den Schülern) Besuch des Busses mit Einführung Besuch der Stadtbibliothek mit Rechercheschulung verschiedene Workshops bzw. Training Erstellung verschiedener Leitfaden zu den geschulten Themen Präsentation der Ergebnisse

Laufzeit:              14.09.09 bis 31.12.09

Ansprechpartner: Frau Bendl-Kunzmann

11. Volkshochschule Pforzheim-Enzkreis: Stadtteilzeitung Weststadt

Mit der Herausgabe einer Stadtteilzeitung sollen möglichst viele Bewohner der Pforzheimer Weststadt über aktuelle, ihren Stadtteil betreffende Themen und Projekte informiert und die Stärken des Stadtteils aufgezeigt werden, der Stadtteil soll ein eigenes "Gesicht/Profil" bekommen und das Zusammenwachsen der Bewohner gefördert werden.

Das Redaktionsteam soll aus Bürger/-innen der Pforzheimer Weststadt bestehen, insbesondere Frauen und Jugendliche (soweit möglich mit Migrationshintergrund).

Um die Zeitung für möglichst viele attraktiv zu machen, wird auf eine gute Altersdurchmischung geachtet. Geplant ist, die Projektteilnehmer durch Kontaktaufnahme mit Hauptschulen, soz. Institutionen oder Vereinen wie z.B. den türkischen Elternverein zu aquirieren. Dadurch kann ein stadtteilbezogenes Netzwerk aufgebaut bzw. verdichtet werden und zwischen den verschiedenen Bevölkerungs- und Altersgruppen findet ein Austausch statt. Die Redaktionsmitglieder können ihr eigenes Netzwerk aufzubauen, ihre sozialen und sprachlichen Kompetenzen werden erweitert, was wiederum die Verbesserung ihrer sozialen, schulischen/beruflichen Integration unterstützt.

Beteiligt sind eine päd. Mitarbeiterin der vhs, ein Teamleiter, die PZ und 8 ehrenamtliche Redaktionsmitarbeiter. In verschiedenen Kursen( bei vhs und PZ) werden die Teilnehmer zuerst redaktionell und gestalterisch (Layout), sprachlich und in ihrem Auftreten geschult.

Die redaktionellen Sitzungen werden in den Räumen der vhs stattfinden.

Das Projekt ist auf 3 Jahre angelegt:

2009: Bildung und Schulung eines Redaktionsteams, Konzeption und Herausgabe einer ersten Ausgabe
2010: 2-4 Ausgaben sollen erscheinen, Aqurierung von Anzeigen
2011: Zeitung soll in Selbständigkeit übergehen, evtl. Internetplattform
Erwartungen: Bildung von lokalen Netzwerken, Verbesserung des sozialen Klimas und der Infrastruktur für Jugendliche, junge Erwachsene und Frauen, Unterstützung der Integration

Laufzeit: 01.10.09 bis 31.12.09

Ansprechpartner: Herr Breitkreutz

12. SJR Betriebs- GmbH: Schuldenprävention an der Brötzingerschule

Aufgrund der zunehmenden Ver- und Überschuldung bei Jugendlichen gewinnt die Schuldenprävention in Schulen zunehmend an Bedeutung. Ziel ist es, frühzeitig zu intervenieren und einer drohenden Schuldenkarriere entgegenzuwirken bzw. diese zu verhindern. Der kompetente Umgang mit Geld und Konsumwünschen und die Vermittlung entsprechender Qualifikationen sind wichtige Voraussetzungen, um Verschuldung vorzubeugen. Aus diesem Grund werden durch Unterrichtseinheiten in Klassen der Brötzinger Hauptschule Pforzheim, durch Workshops, Elternabende u.v.m. präventiv Kompetenzen zum Thema „Umgang mit Geld und Schulden“ vermittelt und für einen bewussten Umgang mit Geld sensibilisiert.
Jugendliche lernen, ihr Konsumverhalten und Konsumleitbilder zu reflektieren, sie erlangen Medienkompetenz, die es ihnen erlaubt Werbung und Marketing kritisch zu reflektieren. Die Jugendlichen lernen einen selbstbestimmten und verantwortlichen Umgang mit Geld in Bezug auf wirtschaftliche Haushaltsführung.
Das Projekt möchte bei vorherrschender Schuldenproblematik niederschwellige Beratung und Hilfestellung zur Schuldenvermeidung für Jugendliche anbieten und darauf hinwirken, dass Eltern, Lehrer usw. ihren Auftrag zur bewussten Konsumerziehung wahrnehmen. Es wird alternative Modelle zum Konsum auf Kredit vermitteln. Chancen und Gefahren neuer Kauf- und Zahlungsformen werden aufgezeigt. Das Projekt setzt sowohl bei den Jugendliche als auch Erziehenden an.
Das Projekt wird mit Schüler/innen der 8. und 9. Klassen der Brötzingerschule durchgeführt, die in Kleingruppen von 10 Personen in Form eines Spiels das Thema behandeln. Daneben gibt es In-puts zum Thema sowie Vor und Nachbesprechungen zum Verlauf.

Laufzeit: 01.07.2009 - 31.12.2009 

Ansprechpartner: Hartmut Wagner