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Jobstarter

Projekttitel: Pro Ausbildung 2009

Bitte beachten Sie, dass dieses Projekt zum 31.12.2008 endete.

Eingesetzte Förderbausteine:

Förderbaustein 1: Branchen- und Ausbildungsplatzpotentialanalyse
Förderbaustein 4: Externes Ausbildungsmanagement / Begleitung der Ausbildung
Förderbaustein 7: Unternehmen in Schulen

Schwerpunkte:

  • Unternehmen mit Inhabern ausländischer Herkunft
  • Kooperation Schule-Wirtschaft

Kurzbeschreibung: 
Ziel ist die Etablierung einer Kontaktstelle für den Ausbildungsmarkt betreffende Fragen. Des Weiteren werden vorhandene Informationsangebote und Unterstützungssysteme zusammengeführt und gebündelt. Dadurch sollen Synergieeffekte ermöglicht werden. 
Durch eine Wirtschaftsstruktur- und Ausbildungsplatzpotentialanalyse sollen Branchen mit Zukunftspotential identifiziert werden. Diese werden gezielt angesprochen, um dort neue Ausbildungsmöglichkeiten zu schaffen. Durch die Kooperation von Schule und Wirtschaft sind die Unternehmer vor Ort. Die Unternehmer sollen in Schulaktivitäten eingebunden werden. Dort können dann Informationsbedarfe identifiziert werden, welche dann durch das externe Ausbildungsmanagement bzw. Begleitung der Ausbildung umgesetzt werden.

Die Nachhaltigkeit wird durch die Schaffung von Rahmenbedingungen erreicht, die eine bessere Kooperation aller Akteure zu Grunde legt. Diese kann durch die Gründung eines Fördervereins zur Pflege von Patenschaften fortgesetzt werden. Die geplanten Unternehmen-Lehrer-Jour-Fixe haben sich dann etabliert und werden regelmäßig fortgesetzt.

Ausgangslage:

Mit 10,4% stellen die Jugendlichen unter 25 Jahren im Stadtkreis Pforzheim  einen größeren Anteil aller Arbeitslosen als im Bundesvergleich (7,7%, Juni 2007). Im gesamten Arbeitsagentur-Bezirk lag der Anteil von arbeitslosen Jugendlichen unter 25 Jahren mit 4,4% insgesamt über dem Landesdurchschnitt von 3,4%. Die Werte für den Stadtkreis sind vermutlich höher. Neben den vorhandenen Strukturprobleme in Pforzheim, die sich in der geringen Aufnahmebereitschaft des lokalen und regionalen Ausbildungs- und Arbeitsmarktes auswirken, sind es vor allem auch individuelle Schwächen und Hemmnisse der Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die einen Zugang in den Arbeitsmarkt erschweren oder verhindern. Der Anteil an Hauptschülern in Pforzheim ist 34,1% aller Schulabgänger in 2004/2005 hoch. Ca. 300 Jugendliche erscheinen nicht – obwohl schulpflichtig – im Berufvorbereitungsjahr. Der Anteil der Migrantinnen und Migranten beträgt Schätzungen zufolge rund 29%. Ausländer (mit ca. 17% Bevölkerungsanteil in Pforzheim) sind überproportional häufig von Arbeitslosigkeit betroffen.

Projektziele:

Ziel des Projekts ist die Etablierung des Projektträgers als eine Kontaktstelle für die den Ausbildungsmarkt betreffenden Fragen, welche vorhandene Informationsangebote und Unterstützungs- systeme der lokalen und regionalen arbeitsmarkt- und jugendpolitischen Akteure zusammenführt, im Sinne eines „lernenden Systems“ bei (als neu) identifizierten Bedarfen ergänzt und die Generierung von Synergieeffekten ermöglicht. Damit sollen die Förderstrukturen für benachteiligte Jugendliche in eine koordinierte Gesamtstrategie für die Region überführt und optimiert werden. Durch das Projekt sollen Rahmenbedingungen geschaffen werden, die dazu beitragen, zusätzliche Ausbildungsplätze im Stadtkreis Pforzheim und für Pforzheimer Jugendliche zu akquirieren. Diese Ausbildungsplätze sollen speziell für Jugendliche mit schlechten Startchancen zur Verfügung gestellt werden. Angesichts der wirtschafts- und bevölkerungsstrukturellen Gegebenheiten stellen dabei zum einen besonders Unternehmen im Dienstleistungsbereich sowie zum anderen Unternehmen mit ausländischen Inhabern die Zielgruppen der Akquise dar. Des Weiteren werden  diejenigen Unternehmen in Branchen, die mittels der durchzuführenden Ausbildungsplatzpotentialanalyse als Branchen mit Zukunftspotential identifiziert wurden, gezielt angesprochen. Diese gezielte Ansprache ausgewählter Unternehmen soll den Strukturwandel im Stadtkreis Pforzheim nachhaltig unterstützen. Um im regionalen und überregionalen Wettbewerb um Kapital und kluge Köpfe dem Standort Pforzheim die größtmöglichen Chancen zu sichern, bedarf es einer Anpassung an die Erfordernisse einer sich stetig modernisierenden Gesellschaft. Deshalb gilt es, junge Menschen zur Bewältigung der Aufgaben dieser sich wandelnden Arbeitswelt zu befähigen, ihnen aber auch die Chancen zu sichern, diese Fähigkeiten einbringen zu können. Dies gelingt am besten im Rahmen dualer Ausbildungsgänge – diese sind jedoch im Stadtkreis nicht in ausreichender Anzahl vorhanden, speziell nicht im Bereich neu entstandener Berufsfelder. Das Projekt soll dazu beitragen, diesen Trend zu brechen. Mittelfristig soll das Projekt zur Entstehung von insgesamt 50 zusätzlichen Ausbildungsplätzen führen. Es soll dazu beitragen, dass die aufgebauten Kooperationsstrukturen auch über die Projektlaufzeit hinaus weiter bestehen bleiben. Gerade für Jugendliche mit schlechten Startchancen sollen dadurch langfristig bessere Chancen auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt geschaffen werden: schulmüde Jugendliche und Jugendliche mit schlechten Startchancen sollen durch in die schulische Laufbahn integrierte Praxiserfahrungen vermittelt bekommen, welche Möglichkeiten, aber auch welche Anforderungen sie in der Arbeitswelt erwarten und damit zur Erreichung des Schulabschlusses animiert werden. Jugendliche mit schlechten Startchancen, speziell solche mit Migrationshintergrund, sollen im Prozess der Berufswahlorientierung begleitet und bestärkt werden. Den im Laufe des Projekts akquirierten Betrieben soll durch die Kooperation mit den Schulen eine passgenauere Besetzung ihrer Ausbildungsplätze ermöglicht werden. Damit würden sie langfristig zur weiteren Bereitstellung von Ausbildungsplätzen motiviert, speziell für die Gruppe der benachteiligten Jugendlichen.

Verlauf/Umsetzung:

Durch die Branchen- und Ausbildungsplatzpotentialanalyse sollen Unternehmen und Branchen mit Potential identifiziert werden. Diese sollen gezielt angesprochen und zur Kooperation mit Schulen bewegt werden. Vor Ort besteht dann die Möglichkeit, dass die SchülerInnen besser informiert werden, die Eltern die Möglichkeit haben direkt nachzufragen und die Unternehmen sich die Jugendlichen vor Ort aussuchen können. Durch die Arbeit mit all diesen Gruppen können Informationsbedarfe identifiziert werden, die dann umgesetzt werden. Durch die Ausbildungsbegleitung und die Möglichkeit an Informationsveranstaltungen teilzunehmen, werden die Betriebe in der Durchführung von Ausbildung gestärkt.