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Schauspiel

Ein Geschenk der Götter

Komödie von Oliver Haffner nach dem gleichnamigen Kinofilm (Uraufführung)

Teaser: "Ein Geschenk der Götter"

Lustvolle Entdeckung der gemeinschaftsstiftenden Rolle des Theaters

Von heute auf morgen steht die unterschätzte Stadttheater-Schauspielerin Anna vor dem beruflichen Nichts. Ihr Engagement wird nicht verlängert – eine Katastrophe! Die theaterbegeisterte Sachbearbeiterin des örtlichen Jobcenters schlägt ihr aber etwas Ungewöhnliches vor: Die Leitung eines Schauspielkurses für acht  Arbeitssuchende. Doch die hatten eigentlich mit einer Computerschulung gerechnet – und auch Anna ist zunächst wenig begeistert, sich als Theaterprofi um Laien kümmern zu müssen. Nach anfänglicher Skepsis und Widerstand gegen die verpflichtende Maßnahme wird aus den frustrierten Einzelkämpferinnen und Einzelkämpfern jedoch im Laufe der Probenarbeit zu Sophokles‘ „Antigone“ eine eingeschworene Truppe. Und so ist Annas Kündigung am Ende vielleicht doch ein Geschenk.

Der bei aller sympathischen Leichtigkeit auch berührende Kinofilm des deutschen Regisseurs und Drehbuchautors Oliver Haffner gewann bei seiner Premiere auf dem Filmfest München 2014 den Publikumspreis – zu Recht. Jetzt hat Haffner sein eigenes Drehbuch für die Bühne adaptiert. Das Theater Pforzheim präsentiert diese mit feinem Gespür für Zwischentöne erzählte Geschichte um diejenigen, die nicht im Rampenlicht der Leistungsgesellschaft stehen, als Schauspiel-Uraufführung.

Die Produktion wurde von den Baden-Württembergischen Theatertagen 2022 nach Heilbronn eingeladen und ist ebendort im Juli im Großen Haus zu sehen.