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Bauakte des Hauses Kronprinzenstraße 27

Auf den ersten Blick sieht sie recht unscheinbar aus, die Bauakte des Hauses Kronprinzenstraße 27 - dabei ist es unter anderem ihr zu verdanken, dass das beim Bombenangriff am 23. Februar 1945 beschädigte Haus 2007 wieder in seinen ursprünglichen Zustand versetzt werden konnte. Hundert Jahre zuvor hatte es der Pforzheimer Architekt Alexander Geist jun. für den Bauunternehmer Alexander Geist sen. entworfen. Die Aufteilung ist typisch für die damalige Bijouteriefabrikation: Zur Straße hin befindet sich eine prunkvolle Jugendstil-Fassade, dahinter in einem Hofflügel die Fabrik in der unter anderem Presser und Graveure tätig waren. Aus dem in der Akte enthaltenen Baugesuch vom 10. April 1907 geht hervor, dass das Gebäude von Anfang an als Wohn- und Fabrikgebäude geplant war.

Das Jugendstilgebäude in der Kronprinzenstraße 27 gilt heute allgemein als ein bauliches Kleinod der Pforzheimer Nordstadt. Anlässlich des Tages des offenen Denkmals, am 12. September, wird unter dem Titel „Höfe und Treppenhäuser“ ein Rundgang angeboten, der neben dem ehemaligen Wohnfabrik-Haus in der Kronprinzenstraße 27 zu Stadthäusern in der Zähringerallee und ins Treppenhaus des sogenannten Wolffschen Fabrikgebäudes führt. Mehr über die Besichtigung historischer Baudenkmäler der Nordstadt und Führungen zu dem Thema finden Sie hier: Tag des offenen Denkmals

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