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Zipse, Christian (Widerstand 1945)

Es ist nicht bekannt, wann und wo Christian Zipse geboren ist, auch Angaben zu Familienstand, Beruf und weltanschaulicher oder religiöser Orientierung sind nicht aufzufinden.

Über den 5.4.1045 heißt es im „Steiner Heimatbuch“: „… immer mehr Panzersalven prasselten auf das Dorf nieder. Da fasste ein Bürger den Mut, dem Feind als Parlamentär entgegen zu gehen, um ihn davon zu überzeugen, dass er im Dorf auf keinen Widerstad stoßen werden, um ihn um Feuereinstellung zu bitten. Christian Zipse wurde auf der ersten Wössinger Höhe vom Feind mit vorgehaltenem Gewehr gestellt, bis er schließlich, als Parlamentär anerkannt, mit dem auf einem Panzerfahrzeug ankommenden Kommandanten verhandeln konnte. Er erreichte es, dass die Beschießung des Dorfes eingestellt wurde. Aber Christian Zipse musste sich dafür verbürgen, dass auch tatsächlich niemand Widerstand leistete, auch die zurückgebliebenen deutschen Soldaten nicht… Zipse musste zu diesem Zweck neben dem Kommandopanzer hergehen, bis alle Ortsausgänge von Feindpanzern besetzt waren und dem Kommandanten von seinen Panzergruppen über Funk bestätigt wurde, dass sie auf keinen Widerstand gestoßen waren. Daraufhin wurde Zipse vom Kommandanten von seiner Bürgschaftspflicht entbunden…“.

Nach Mitteilung der Gemeinde Königsbach-Stein wurde lediglich ein Hinweis gefunden, „dass Christian Zipse im Jahr 1945 für wenige Monate kommissarischer Bürgermeister von Stein war“.


 

Quellen:

Sander, Friedrich, Steiner Heimatbuch, S. 213;

Mitteilung Gemeinde Königsbach-Stein 14.5.2018