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Schick, Erwin (KPD)

Erwin Schick ist am 17.1.1894 in Pforzheim geboren. Seine Frau Gertrud und er haben fünf Kinder. Er ist Etui-Arbeiter und wird 1919 auf der Liste der KPD* in die Stadtverordneten-Versammlung gewählt. Ab 1922 und noch einmal ab 1930 vertritt er die KPD als Stadtrat.

Er wird denunziert, er habe in der Wirtschaft „Zur Krone“ am 1.12.1933 „Kritik am Nationalsozialismus“ geäußert: Alle Zeitungsnachrichten über die Schutzhaftgefangenen auf dem Heuberg seien Lug und Trug. Man könne mit ihm machen, was man wolle, für ihn gebe es nur eins und das heiße ‚Rot Mord‘, gemeint ist wohl bewaffneter Kampf gegen die Nazis.

Vom 11.12.1933 bis 9.1.1934 sperren ihn die Nazis in „Schutzhaft“*. Am 26.2.1934 verurteilt ihn das Sondergericht Mannheim wie Alfred Graf - siehe dort - wegen „Äußerungen über Schutzhaftbedingungen und Eintreten für die Ziele der KPD“ zu 6 Monaten und 2 Wochen Gefängnis, die er bis zum 28. Juni 1934 in den Gefängnissen Pforzheim und Mannheim absitzen muss. Er bekommt jedoch Hafturlaub zur Kommunion seiner Kinder und am 25.5.1934 wird er auf Wohlverhalten entlassen.

Die Familie wird am 23.2.1945 ausgebombt.

Nach der Befreiung gehört Erwin Schick 1946 dem ersten frei gewählten Stadtrat an und wird 1947 im Amt bestätigt, das er bis 1951 ausübt.

Er stirbt 1956.


 

Quellen:

Pforzheimer Zeitung 25.2.2011;

GLA KA 507 - 11880 bzw. 11887 (Graf);

GLA KA 480 – 3855;

VVN (Künzler);

Rapp S. 622