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Schell, Franz (Gewerkschaft, KPD)

Franz Schell ist am 3.2.1904 in Pforzheim geboren. Er ist von Beruf Mineur und Mitglied der Gewerkschaft (Bauarbeiterverband). Er ist auch Mitglied der Revolutionären Gewerkschafts-Opposition (RGO)* und des Roten Frontkämpferbundes (RFB)*. Seine Frau und er haben ein Kind im Alter von 20 Jahren (Stand 1947).

Ab 1933 beteiligt er sich an der Herstellung und der Verteilung von Flugblätter mit Titeln wie „Einheitsfront gegen Hitler“ oder „Der Rote Frontkämpferbund ruft zum Kampf gegen Hitlerdiktatur und Hunger“. Bei mehreren Hausdurchsuchungen findet die Gestapo keine Beweise oder belastendes Material. Am 10.1.1934 verhaftet ihn die Gestapo und sperrt ihn in „Schutzhaft“*. Das Amtsgericht Pforzheim verurteilt ihn am 25.1.1934 zu 3 ½ Monaten wegen Zugehörigkeit zu einer verbotenen Organisation, dem RFB, und unerlaubtem Waffenbesitz. Am 25.4.1934 wird er aus dem Gefängnis Pforzheim entlassen.

1944 wird er zum Luftschutz-Stollen-Bau dienstverpflichtet.

Sein weiteres Schicksal ist nicht bekannt.


 

Quellen:

GLA KA 480 – 4325;

VVN (Künzler);

VVN (Schutzhaft)