Zum Inhalt springen
  • Bewölkt mit Aufhellungen: 51-84% 14 °C
  • Kontrast
  • Leichte Sprache

Sandmeier, Johann (KPD, „Rundfunk-Verbrechen“)

Johann Sandmeier ist am 23.9.1880 in Insheim/Landau geboren. Er ist von Beruf Maurermeister und lebt ab 1913 in Pforzheim/Eutingen. Seine Frau Frieda und er haben drei Kinder im Alter von 40, 39 und 26 Jahren (Stand 1948). Die Wohnung der Familie Sandmeier in Eutingen ist Treffpunkt der verbotenen KPD*. Ende 1933 und 1934 wird Johann Sandmeier wegen „staatsfeindlicher Reden“ dreimal kurzfristig in „Schutzhaft“* gesperrt. Die Gestapo verhaftet ihn und seine Frau am 16.6.1937 wegen Abhörens feindlicher Sender. Die Verhandlung vor dem Sondergericht Stuttgart am 13.10.1937 wegen Vorbereitung zum Hochverrat endet mit Freispruch, da der Zeuge seine Aussage zurückzieht, er habe den Moskauer bzw. Straßburger Sender gehört, diese Nachrichten weiterverbreitet und sich abfällig über die Reichsregierung geäußert. Das Verfahren gegen seine ebenfalls am 16.6.1937 verhaftete Ehefrau Frieda wird auch eingestellt.

Das Amtsgericht Pforzheim verurteilt ihn am 19.1.1938 zu 18 Monaten Haft, die Gründe sind nicht bekannt. Am 29.7.1939 wird er aus der Anstalt Bruchsal entlassen.

Sein weiteres Schicksal ist nicht bekannt.


 

Quellen:

GLA KA 480 – 6814;

GLA KA 480 – 3391 (Frieda Sandmeier);

GLA KA 507 – 7755 (Frieda Sandmeier)