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Haas, Karl (evangelisch)

Karl Rudolf Haas ist am 30.9.1902 in Durlach geboren. Seine Frau und er haben drei Kinder. Ab 1933 gehört er zur Bekennenden Kirche. Er ist von 1936 bis 1938 Pfarrer in Königsbach. 1937 wird er verwarnt wegen „hetzerischer Äußerungen“ über Robert Ley und Alfred Rosenberg, zwei führende Nazis, über die Hitler-Jugend, den Bund deutscher Mädel und die SA. 1939 gerät er wie seine Kollegen Hans Karl Diemer, Otto Riehm und Diebold Schnebel - siehe jeweils dort - in die „Schusslinie“ der Nazis. Am 7. Juli 1939 wird er vom Sondergericht in Mannheim neben den genannten Pfarrern wegen illegalen Verteilens von Flugblättern der Bekennenden Kirche zugunsten des im Konzentrationslager Sachsenhausen festgehaltenen Martin Niemöller zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt. Die Flugblätter werden von der Anklage als „Hetzschrift“ bezeichnet, deren Verteilung schon 1938 erfolgt war. Er entgeht der Gefängnisstrafe nur durch eine Amnestie anlässlich des Kriegsbeginns, des Überfalls der Wehrmacht auf Polen.

Karl Rudolf Haas stirbt 1978


 

Quellen:

Rückleben S. 394 u. 444;

GLA KA 507 – 12418


 

Bild: Evang. Landeskirchliches Archiv