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Golderer, Lydia (Arbeitsverweigerung, Kritik am NS)

Lydia Golderer, geb. Mayer, ist am 10.1.1908 in Liebenzell geboren. Sie wohnt in Pforzheim, ist geschieden und von Beruf Büglerin. Ab 8.3.1944 ist sie wegen „politischer Umtriebe“ und „groben Unfugs“, d.h. wegen kritischer Äußerungen, im Gefängnis in Pforzheim eingesperrt. Am 6.4.1944 erhält sie wegen „Arbeitsvertragsbruch“ eine Haftstrafe von 3 Monaten, am 13.4.1944 „verschuben“ die Nazis sie in das Frauengefängnis Gotteszell. Wann sie entlassen wird, ist unbekannt, doch am 20.11.1944 verhaftet sie die Gestapo erneut wegen „Arbeitsvertragsbruch“. Eigentlich ist ihre „Verbringung“ in ein Arbeitserziehungslager* vorgesehen, doch sie kommt am 24.2.1945 wieder in Freiheit.

Ihr weiteres Schicksal ist nicht bekannt.


 

* Arbeitserziehungslager: Haftstätte der Gestapo, die Eingesperrten müssen meist schwere körperliche Arbeit unter unzureichender Ernährung, mangelnder Hygiene und fehlender ärztlicher Versorgung leisten - siehe: https://www.gedenken-nt.de/dokumente/sogenannte-arbeitserziehungslager/


 

Quelle:

GLA KA 509 – 1366-7