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Berties, Ernst (KPD)

Ernst Berties ist am 14.4.1896 in Memel geboren. Er kommt mit seiner Familie nach dem Ersten Weltkrieg über die Schweiz nach Mühlacker. Er verheiratet sich mit Anna, geb. Burger, und arbeitet als Former zunächst bei Karl Händle & Söhne in Mühlacker, dann im Metallgusswerk Fischer und später bei der Firma Schenk in Maulbronn. Er engagiert sich wie sein Bruder Richard - siehe dort - in der Ortsgruppe der KPD*, die oft im Gasthaus „Sonne“ tagte. Zusammen mit seinem Freund Theodor Hettler - siehe dort, in dessen Haus er mit seiner Frau wohnt, gibt er den „Roten Sender“ heraus. Die Zeitung trägt am 11.2.1933 den Titel: „Nieder mit dem Faschismus !“ Aufgrund seiner KPD-Mitgliedschaft und seiner antifaschistischen Aktivitäten wird er am 11. März 1933 verhaftet und kommt erst in das Gefängnis in Maulbronn, dann in das Konzentrationslager Heuberg und später in das Konzentrationslager Kuhberg bei Ulm. Am 31. März 1934 wird er aus der Haft entlassen. Nach nur einem Jahr findet wieder eine Hausdurchsuchung statt, er wird erneut verhaftet und ist 3 Monate in den Gefängnissen Stuttgart und Ulm eingesperrt. Vom 26. September 1939 bis zum 2. Juli 1941 ist er im Konzentrationslager Buchenwald und anschließend im Konzentrationslager Dachau gefangen. Nach Zwangsarbeit in den Außenkommandos Allach, Bad Ischl und Salzburg wird er ins Krankenlager des Konzentrationslagers Dachau verlegt. Dort stirbt er am 18.2.1945 an Hirnhautentzündung - so die offiziell angegebene Todesursache.

 

 

Quellen:

 

Mühlacker 199 ff.;

DZOK