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Berger, Antonie (Kritik am NS)

Antonie Berger ist am 9.1.1894 in Zollhaus-Blumberg geboren. Sie ist ledig und von Beruf Dentistin.

Sie wird am 10.10.1938 von einer Nachbarin aus der Bleichstraße angezeigt wegen einer Äußerung über eine drohende Kriegsgefahr im Zusammenhang mit dem Abhören ausländischer Sender wie Radio Strasbourg: „In Deutschland erfährt man ja doch nicht die Wahrheit“. Ein Jahr später hätte das als „Rundfunk-Verbrechen“* gegolten.

Zudem habe sie gesagt: „dass außerdem die Juden nicht wie Menschen, sondern wie Tiere behandelt werden“. Beim Verhör behauptet sie, sie habe nur gesagt, „dass die Form der Judenfrage nicht ganz meinem Geschmack entspreche“.

Das Verfahren wird eingestellt mit einer Verwarnung und der Androhung von Sanktionen im Wiederholungsfall.

Das weitere Schicksal von Antonie Berger ist nicht bekannt.


 

Quelle:

GLA KA 507 - 8128