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Bauer, Henri (Widerstand 1945)

Henri Bauer ist am 6. Februar 1907 in Butten (Nordvogesen) geboren. Vor 1939 ist er Lehrer in Furdenheim (westlich von Strasbourg). Am 9.11.1944 wird er zur Arbeit in einer Fabrik in Bilfingen gezwungen. Am 7.4.1945 geht er zusammen mit dem Lehrer Albert Hoferer - siehe dort, der des Französischen mächtig war, den von Westen sich nähernden französischen Truppen entgegen, um eine kampflose Übergabe zu signalisieren. Ebenfalls dabei ist ein französischer Kriegsgefangener namens Ferdinand, der im Dorf sehr beliebt ist. Alle müssen auf den ersten Panzer aufsitzen, um durch das Dorf zu fahren und so sicherzustellen, dass keine deutschen Soldaten mehr im Ort sind. Die Sonnenwirtin Maria Kasper - siehe dort, aus dem Elsass stammend, schaltet sich beschwichtigend in die Verhandlungen über eine kampflose Übergabe ein. Andere Bürger hängen weiße Fahnen oder Bettlaken aus den Fenstern: „Bilfingen blieb vor Schaden bewahrt“.


 

Quellen:

Enzkreis 1995 S. 170, 215, 249;

Auskunft K. Jost, Bilfingen, 21.2.2018;

Archives Departement Bas-Rhin Strasbourg (128 AL 2681 et 698 D 837)