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Eckstein, Albert

Albert Eckstein wurde am 4. April 1891 geboren. Am 10. August 1942 wurde er in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert und später für tot erklärt. Er war Kultusbeamter der jüdischen Gemeinde Pforzheim. Albert Eckstein zog 1939 mit seiner Familie: seiner Frau Felicitas sowie den beiden Kindern Lore und Martin von Weinheim nach Pforzheim um. Die Familie wohnte im Gemeindehaus hinter der zerstörten Synagoge an der Zerrennerstraße, der Vater nahm nach der Auswanderung bzw. Flucht der langjährigen Kantoren Sommer und Marx die Aufgaben des Kultusbeamten der jüdischen Gemeinde wahr.

Er wurde mit seiner Familie und weiteren 191 Personen aus Pforzheim am 22. Oktober 1940 aus Pforzheim in das südfranzösische Internierungslager Gurs am Nordrand der Pyrenäen deportiert. Der Bericht des Sohnes Martin über diese Deportation und seinen weiteren Lebensweg ist in dessen Biografie enthalten, ebenso das Schicksal der Tochter Lore.

Albert Eckstein und seine Frau waren beide in dem Deportationszug, der am 10. August 1942 vom Sammellager Drancy bei Paris ins Vernichtungslager Auschwitz fährt. Beide wurden ermordet, in Amtsdeutsch: f.t.e., d.h. für tot erklärt.

Seit dem 13. März 2008 erinnern am Platz der Synagoge an der Zerrennerstraße vier sogenannte "Stolpersteine" an die Mitglieder der Familie Eckstein.

(Gerhard Brändle)

 

 

Quelle: Sauer, Paul: Die Schicksale der jüdischen Bürger Baden-Württembergs während der nationalsozialistischen Verfolgungszeit 1933-1945. Statistische Ergebnisse der Erhebungen der Dokumentationsstelle bei der Archivdirektion Stuttgart und zusammenfassende Darstellung. Stuttgart 1969.