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Aufruf zum 23. Februar 2021

Am 23. Februar 1945 wurde Pforzheim bombardiert und in Schutt und Asche gelegt. Mehr als 18.000 Menschen verloren dabei ihr Leben. Zum 76. Jahrestag dieses Datums trauern wir um die Toten. Gleichzeitig gedenken wir aller Opfer des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs. Wir lehnen jede Instrumentalisierung dieses Tages ab.

Deshalb rufen wir zum gemeinsamen Auftreten und Handeln am 23. Februar 2021 auf.

Wir wollen den Tag des 23. Februar als Tag des Friedens begehen und Zeichen setzen: Wir setzen uns kritisch mit unserer Geschichte auseinander und schärfen unsere Sinne für unfriedliche und demokratiefeindliche Tendenzen heute. Wir engagieren uns in aller Vielfalt für ein friedliches Miteinander, Toleranz und die Achtung vor der Würde eines jeden Menschen. Menschen, die neu in unsere Stadt kommen, empfangen wir hilfsbereit und ohne Vorurteile. Mangelnden Respekt vor Anderen und Rassismus nehmen wir nicht hin.

Wir rufen alle Bürgerinnen und Bürger auf, sich als Mitveranstalter und Nutzer an den überwiegend digitalen Aktivitäten zum 23. Februar zu beteiligen.

Ab 19.30 Uhr wollen wir ein starkes gemeinsames Zeichen setzen: Während das Glockenläuten an den Angriff vor 76 Jahren erinnert, werden tausende von Kerzen auf den Straßen vor den Häusern die Dunkelheit erhellen und zeigen: Wir lassen uns nicht auseinander dividieren. Wir sind in unserer Vielfalt eine Gemeinschaft und stehen gemeinsam für Frieden und Verständigung ein!

Wir unterstützen alle friedlichen und gewaltfreien Veranstaltungen, die an diesem Tag stattfinden und die im Sinn dieser Resolution zu Gedenken und Versöhnung aufrufen und sich gegen einen Missbrauch dieses Tages richten. Wir laden alle Bürgerinnen und Bürger in Pforzheim ein, sich in dem Rahmen, den die Pandemie zulässt, daran zu beteiligen und ein deutliches Zeichen zu setzen!