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1. Der Ring ist zum Befahren da.

Die wichtigste Regel ist eigentlich die einfachste Regel: Der Innenstadtring ist zum Befahren da! Das will heißen: Man sollte den Ring nicht umfahren, wenn man durch die Stadt möchte, sondern auch tatsächlich nutzen. Schleichwege sind passé und damit das auch deutlich wird, sind die “wichtigsten” Schleichwege
verkehrsberuhigt und führen früher oder später auf den Innenstadtring zurück.

Hier will Sie niemand ärgern, sondern die Verkehrsplaner möchten, dass Sie die Straßen befahren, die Sie am schnellsten durch die Stadt bringen. Denn genau dazu wurde der Innenstadtring ja auch gebaut.

2. Im Uhrzeigersinn geht´s schneller.

Es grenzt beim ersten Hören an Magie: Im Uhrzeigersinn beziehungsweise rechtsherum lässt sich der Innenstadtring deutlich schneller durchfahren, als gegen. Und das nicht nur in Pforzheim, sondern in vielen Städten. Und Paketdienstleister wie UPS machen es vor: In deren Navigationsanweisungen gilt die Grundregel, dass ein Block am besten rechtsherum zu befahren ist.

Der Grund ist einfach: In Ländern, in denen auf der rechten Seite gefahren wird, ist das Rechtsabbiegen einfacher, als das Linksabbiegen. Will man nämlich links abbiegen, muss dazu der Gegenverkehr überwacht beziehungsweise aneiner Kreuzung angehalten werden und das kostet für alle Beteiligten Zeit. Daher: Rechtsherum geht’s im Innenstadtring schneller. Und an vielen abknickenden Kreuzungen wird das Rechtsherum-Fahren sogar noch zusätzlich belohnt, da Rechtsabbieger an vielen Kreuzungen eine eigene Fahrspur haben und der Abbiegeverkehr mit einer eigenen Rechtsabbieger-Ampel bevorrechtigt wird.

3. An die Ampeln hat niemand gedacht, die sind immer noch alle rot! (Nein, sind sie nicht.)

Viele Autofahrer glauben auch heute noch, dass beim Bau des Innenstadtrings „vergessen“ wurde, die darin befindlichen Ampelanlagen umzuprogrammieren. Das ist natürlich Kappes. Andererseits sind auch solche Idealvorstellungen wie die „Grüne Welle“ nur höchst selten wirklich zufriedenstellend in Städten umsetzbar.

Die Ampelsteuerungen an den Kreuzungen sind mit dem Bau des Innenstadtrings entsprechend angepasst worden. Das sieht man insbesondere in den Kreuzungsbereichen, in denen zusätzliche, getrennte Abbiegespuren hinzugekommen sind, beispielsweise an eine der am stärksten belasteten Kreuzung zwischen Berliner Straße und Luisenstraße. Grundsätzlich gilt bei den Ampelsteuerungen: Der Verkehr auf den Straßen des Innenstadtrings ist an allen Kreuzungen bevorrechtigt. Neuralgische Punkte sind Ampelanlagen, die nicht an Kreuzungen stehen und vor allem für sichere Fußgängerüberwege dienen.

Denn diese Anlagen, beispielsweise in der Holzgartenstraße und vor dem Reuchlinhaus, sind üblicherweise grün für den Durchgangsverkehr und halten diesen nur auf Anforderung an. Diese Anforderungen geschehen aber unsynchronisiert zum Durchgangsverkehr und können daher den Verkehr unplanmäßig aufhalten

4. Warum ist der Verkehr denn immer noch nicht entlastet in der Innenstadt?

Das hat mitunter einen interessanten Grund: Weil es noch zu lösende Verkehrsprobleme gibt. Dazu zählt der Bau der Westtangente, die zumindest in Sachen Teilstück bis zum westlichen Enztal in Bau ist. Durch die Westtangente wird ein wesentlicher Teil des überregionalen Durchgangsverkehrs gar nicht erst durch die Innenstadt müssen, weshalb die Westtangente eigentlich zum wichtigsten Verkehrsprojekt der Stadt gehört.

Ein weiterer Grund ist das fehlende Wissen und der fehlende „Mut“ der Autofahrer: Viele Navigationssysteme enthalten noch veraltetes Kartenmaterial, in denen beispielsweise die Zerrennerstraße und die Schlossbergauffahrt immer noch als Durchgangsstraßen deklariert sind. Wird in den Kartenmaterialien die Wertung dieser Straßen entsprechend herab und die des Innenstadtrings heraufgesetzt, suchen die Navigationssysteme entsprechend andere Routen, in der Regel über den Innenstadtring.

Die Gebrauchsanweisung zum Herunterladen

Interessante Fakten zum Innenstadtring

Wie lange ist der Innenstadtring genau?4,1 km
Wie viele Kreuzungen mit Ampelanlagen sind auf dem Innenstadtring?18 Ampelkreuzungen
2 Fußgänger-Ampeln.
Wie viele Schilder weisen auf den Ring?63 Stück
Von wie vielen Autos wird der Innenstadtring durchschnittlich täglich befahren?Pro Tag ca. 13.000 Kfz (in der Lindenstraße)
bis zu 28.000 Kfz (in der Calwer Straße).
Stand: 2016
Von wann bis wann wurde der Ring gebaut?Von 2012 bis 2014.

Wir danken

Autor: Besim Karadeniz (PF-BITS)

www.pf-bits.de