Inhalt

3. Preis:

Büro Kerstin Molter, Zwiebrücken

Die Planung des Büros Molter sieht eine Erhaltung und Umnutzung eines Großteils des Bestandes vor. Der Vorplatz mit den Wachhäusern, der durch Baumreihen neu strukturiert ist, bildet den Auftakt zum neuen Quartier und soll mit kulturellen Veranstaltungen belebt werden. Über Rampen erreicht man rechts und links vom ehemaligen Stabsgebäude den Exerzierplatz, der auch in diesem Entwurf das Zentrum des Plangebietes darstellt.

Eine Besonderheit dieses Entwurfes ist die Unterteilung des großen Platzes durch einen Neubau, der einen menschlicheren Maßstab für die beiden neu entstehenden grünen Plätze erreichen soll. Als Nutzungen der umgebenden Gebäude sind Einrichtungen der Fachhochschule, studentisches Wohnen, eine Pflegeakademie und das Amt für Jugend und Soziales sowie das Steinbeishaus geplant. Das geplante Gebäude soll ein Informationszentrum mit Cafeteria beinhalten. Erschlossen werden die Gebäude von der Platzseite her.

Um diesen Komplex ist ein Kastanienhain vorgesehen, der die umgebenden Nutzungen trennt wie auch eine grüne Verbindung zum Haidach schafft. Ebenso soll er als Freizeit und Erholungsfläche dienen. Die neuen "Bauinseln" weisen eine jeweils eigene Erschließung auf und werden durch Grünbereiche von einander getrennt. Sie beinhalten im Osten und Süden drei verschiedene Wohngebiete, die in ihrer Typologie und Dichte jeweils variieren und somit für verschiedene Bewohnergruppen geeigneten Wohnraum bieten.

Im Osten schließt sich die unabhängig erschlossene Handwerkergasse an, die aus rhythmisierenden und modularen Gewerbeeinheiten besteht. In den Zwischenbereichen sind Flächen für Stellplätze vorgesehen. Ergänzt wird die Nutzungsstruktur des Gebietes durch ein Pflegeheim im Nordosten und einer Behindertenwerkstatt mit Verkaufsräumen im Südwesten sowie durch einen Quartierstreff mit Cafe in der ehemaligen Schmiede. Dadurch, dass die verschiedenen Nutzungen separat erschlossen werden, sollen unnötige Störungen vermieden werden. Eine Tiefgarage befindet sich direkt unter dem ehemaligen Stabsgebäude, um das Verkehrsaufkommen im Gebiet selbst zu minimieren. Fußwege verbinden die unterschiedlichen Bereiche innerhalb des Kasernengeländes wie auch die Bebauung mit der Landschaft.