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Städtebauliche Wettbewerbe

Bei wichtigen Projekten ist es oft sinnvoll, Wettbewerbe auszuloben. Die eingereichten Planungen bieten nicht nur in Bezug auf die Gestaltung, sondern auch in Hinblick auf technische, ökonomische oder soziale Aspekte ein breites Spektrum an Möglichkeiten. Ein Preisgericht, bestehend aus Fachleuten und Vertretern des Bauherrn und der zuständigen Gremien, gewährleistet eine objektive Entscheidung. Für einen konkreten Auftrag empfiehlt es abschließend einen der Preisträger. Die Entscheidung liegt letztlich aber beim Bauherrn.

Wettbewerbe können je nach Projekt unterschiedlich durchgeführt werden. Geht es um eine konkrete Baumaßnahme, wählt man den Realisierungswettbewerb, der eine tatsächliche Ausführung als Ziel hat. Will man nur erste Vorschläge für ein Projekt erhalten, lobt man einen Ideenwettbewerb aus, in dem nur ungefähre Zielvorstellungen ermittelt werden sollen.

Bei der Auslobung muss auch bestimmt werden, wie groß der Kreis der bearbeitenden Planungsbüros sein soll. Man unterscheidet hier zwischen einem offenen und einem beschränkten Wettbewerb. Offen heißt, dass jedes Büro teilnehmen kann. Beschränkt kann sich auf die Anzahl der Büros oder auch auf die Herkunft beziehen. Wird ein Wettbewerb zu einem speziellen Thema ausgelobt, kann es sinnvoll sein, die Büros auszuwählen, die schon viel Erfahrung auf diesem Gebiet haben. Andererseits ist es auch ein Vorteil, wenn der Bewerberkreis möglichst offen ist, vielleicht sogar international, um von engen Denkmustern Abstand nehmen zu können. Dabei können auch junge Büros auf sich aufmerksam machen.

--Derzeit keine aktuellen Wettbewerbe--