Zum Inhalt springen
  • Aufgelockerte Bewölkung: 25-50%20 °C
  • Kontrast

Rahmenplanung Oststadt

Leitbild und Zukunftsvision für den Stadtteil

Die Oststadt ist ein Stadtteil mit einem Nebeneinander von wichtigen Gewerbeunternehmen und kleinteiligen Wohnquartieren, von zentralen Industrieanlagen und touristischen Highlights, von pulsierenden Verkehrsadern und verwunschenen Parks. Welche Entwicklung sollen diese nehmen? Welche Perspektive hat der Stadtteil? Wo fängt die Zukunft des Stadtteils an?

Mit der Rahmenplanung Oststadt sollen diese Fragen beantwortet werden. In zwei Phasen sollen Ideen und Visionen schrittweise detailliert werden und in eine Rahmenplanung münden.

In der ersten Phase wurden fünf Leitbilder für den Stadtteil entworfen. In der zweiten Planungsphase wird das Leitbild „Ströme + Furten“ der Planungsbüros Cityförster und Freiwurf Landschaftsarchitekturen (beide Hannover) zu einem städtebaulich-freiräumlichen Rahmenplan ausgearbeitet. In sogenannten Lupen werden für Teilbereiche der Oststadt Quartierskonzepte erstellt. 

Phase 1

5 Leitbilder für die Oststadt

Leitbilder mit Ansichten und Visionen für den Stadtteil Oststadt

Zentrale Erkenntnisse

Die begleitende Jury, bestehend aus Mitgliedern des Gestaltungsbeirats und der Verwaltung, hat durch die Präsentation der fünf Konzepte festgestellt, dass die Oststadt ausgewiesenes Potential zur Schaffung einer besonderen städtebaulichen und freiraumplanerischen Identität für Pforzheim mit ganz eigener Prägung und auch regionalem Bezug zeigt.

Weitere zentrale Erkenntnisse der Jury sind:

  • Die Transformation der B10 zu einer Stadtstraße.
  • Die Transformation des Kohlebunkers zu einer attraktiven, öffentlichen Nutzung.
  • Die Schaffung von Querbezügen zu den angrenzenden Stadt- und Landschaftsräumen.
  • Das Attraktiveren der Frei- und Straßenräume, insbesondere für Radfahrer und Fußgänger.
  • Das Schaffen eines markanten Auftakts an der östlichen Siedlungsgrenze.
  • Das Schaffen eines Stadtteilzentrums am Kohlebunker.
  • Das Schaffen einer Eingangssituation zum Gasometer und zum Enzauenpark.
  • Die Verbesserung der Zugänglichkeit der Enz bzw. des Enzauenparks.

Phase 2

„Ströme + Furten“ - Rahmenplanung und Zukunftsvision für die Oststadt

Präsentation Rahmenplanung (25MB)

Das Grundgerüst des Konzepts bilden die drei Ströme „Bahnlinie“, „B10“ und „Enz“, und mehrere querende Furten. Furten ­– das sind bestehende hangauf- und abwärts verlaufende Wege und Stadträume, die die Wohn- und Lebensräume der Nordost- und der Oststadt mit den attraktiven Erholungsräumen an der Enz, auf dem Wartberg und im Kanzlerwald verbinden.

Derzeit wird die Oststadt durch die drei Ströme vor allem zerschnitten – die Rahmenplanung zeigt hingegen auf, wie sich die Ströme transformieren lassen, um Wohnen und Freizeit, Leben und Versorgen, Arbeiten und Erholen miteinander zu verbinden. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Furten, die aufzeigen, an welchen Stellen die Ströme gekreuzt werden können. Beispielhaft zeigen die Lupen für die Furt „Alter Friedhof/Thales-Gelände“ sowie die Ströme „B10“ und „Kohlebahn“, wie sich Stadt- und Freiräume für die dicht besiedelten Quartiere der Ost- und der Nordoststadt attraktiver gestalten und sich zusätzlicher Freiraum gewinnen lässt. Ein weiterer Fokus wurde auf diejenigen Bereiche gelegt, wo Ströme und Furten sich kreuzen: etwa mit der Neue Mitte für die Oststadt mit einem Bahnhaltepunkt am Kohlebunker oder der Enzauenpark.

Nächste Schritte

Mit der Rahmenplanung Oststadt haben Planungsbüros und Stadt Pforzheim einen ersten planerischen Blick auf den gesamten Stadtteil geworfen, um nun in einem nächsten Schritt die konkreten Projekte zu definieren und zu strukturieren. Im weiteren Prozess werden mit dem Beteiligungsbeirat Leitlinien für die Bürgerbeteiligung erarbeitet und erste Gespräche mit den Akteuren vor Ort sowie den Gewerbetreibenden geführt. Die Stadt Pforzheim hat vorgesehen, dass die Rahmenplanung Ende des Jahres als städtebauliches Entwicklungskonzept im Gemeinderat beschlossen werden kann. Um die Rahmenplanung mit Leben zu füllen, sind im Anschluss projektbezogene Bürgerbeteiligungen vorgesehen.

Vom 5. Juli bis zum 5. August sind die Pläne zur Rahmenplanung Oststadt im Eingangsbereich des Neuen Rathauses ausgestellt. Am 21. Juli steht Shameet Ghelani, Projektleiter vom städtischen Planungsamt, zwischen 16 bis 18 Uhr für eine Sprechstunde zur Verfügung.

Bürgerbeteiligung

Teilen Sie uns Ihre Anregungen mit: Wie ist Ihre Sicht auf die Oststadt? Was möchten Sie den Planern mit auf den Weg geben? Was sind Ihre Ideen für die Oststadt? 

Zielsetzung der Rahmenplanung Oststadt

Das Ziel der Rahmenplanung Oststadt ist es, ein zusammenhängendes Planwerk zu erhalten, das alle Aspekte der Stadtteilentwicklung zusammenfasst. Auf drei Planungsebenen sollen das zukünftige Bild und der Charakter des Stadtteils herausgearbeitet werden:

  1. Leitbild
    Entwicklung eines Leitbildes für den Stadtteil, welches Zielsetzungen für die Themenbereiche Wohnen, Gewerbe, Verkehr, Tourismus, Freiflächen sowie Umweltbelange (Artenvielfalt, Klimaschutz, etc.) formuliert und miteinander vernetzt. Es sollen die Identität und die Potentiale des Stadtteils hinsichtlich emotionaler und strategischer Gesichtspunkte herausgearbeitet werden und Zukunftsthemen (z. B. Leben im Stadtteil, Arbeiten im Stadtteil, Kunst- und Kultur, Digitalisierung, Mobilität) aufgegriffen werden. Anhand von beispielgebenden Bildern und Projekten soll eine Perspektive für den Stadtteil entworfen werden.  
  2. Rahmenplan
    Entwicklung eines Rahmenplans für den gesamten Stadtteil, der das zuvor erarbeitete Leitbild räumlich verortet. Im Sinne einer integrierten Stadtentwicklung sollen die oben genannten Themenfelder und Zukunftsthemen zusammenführt und in einen städtebaulich-freiräumlichen Kontext gesetzt werden. Zudem soll aufgezeigt werden, welche Zielsetzungen für die identifizierten Quartiere und Achsen verfolgt werden sollen. 
  3. Quartierskonzepte
    Auf der Quartiersebene sollen Entwicklungsperspektiven zur Umsetzung des Leitbilds erarbeitet werden. Dabei spielen städtebaulich-freiräumliche Aspekte ebenso eine Rolle wie die Maßnahmen zur Förderung der Stadtteil- und Quartiersidentität.