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    Stand : 14.06.2021 - 17:39
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Leben im Pforzheimer Norden

Wie könnte das Leben im Pforzheimer Norden in Zukunft aussehen?

Wie könnte das Leben im Pforzheimer Norden in Zukunft aussehen?

Diese Frage soll im Rahmen eines partizipativen Prozesses beantwortet werden. Um zukunftsfähige Lösungsansätze für Wohnquartiere, Freiräume, Lebensräume für Tiere und Pflanzen zu bekommen und Projekte für eine nachhaltige, klimaneutrale Stadtentwicklungsprojekte zu benennen, wurde von der Stadtverwaltung Pforzheim und dem Kommunikations- und Planungsbüro Kokonsult aus Offenbach ein Planungs- und Kommunikationsprozess entworfen. In zwei Phasen sollen Potentiale und Möglichkeiten für den Pforzheimer Norden aufgezeigt und eine Umsetzungsstrategie darlegt werden. Elementarer Bestandteil des Prozesses ist die Einbindung der Bürgerschaft! 

Der Prozess ist gestartet! Die vier Planungsbüros, Koschuch Architects (Amsterdam), M-E-S-S (Kaiserslautern), BJP (Dortmund), Snohetta (Innsbruck)  entwerfen ihre Zukunftsperspektive für den Pforzheimer Norden. 

Die Bürgerbeteiligung zur ersten Phase beginnt am 03.02.2021, 18-20 Uhr mit der DialogBAR. In einem Live Stream werden die vier Zukunftsperspektiven der Planbüros vorgestellt. Im Anschluss startet die Online-Beteiligung. Informationen zur DialogBAR und zum Beteiligungsprozess finden Sie unter www.pforzheim-norden.de .

Warum werden die Flächen im Norden beplant?

Die Stadt Pforzheim hat im Städtebaulich-räumlichen Leitbild 2050 die bestehenden Konzepte und Strategien, die wichtige Handlungsfelder und Projekte für eine zukunftsfähige Stadtentwicklung darstellen, zusammengeführt. Bei den Untersuchungen wurde im Bereich der Streusiedlungen an den nördlichen Hanglagen ein großes Potential für die Schaffung von Wohnraum identifiziert.

Das Initiativprogramm Wohnen hat sich mit dem Bedarf an Wohnraum beschäftigt. Es wurde ein großer Bedarf an Wohnungen festgestellt, der voraussichtlich nicht ausschließlich durch Maßnahmen in den bereits bestehenden Quartieren zu decken sein wird.

Unter dieser Voraussetzung werden Flächen im Pforzheimer Norden für potentielle neue Wohnquartiere untersucht. Diese Untersuchung erfolgt in einem Planungs- und Kommunikationsprozess, der aufzeigen soll, ob sich die Flächen für eine Wohnquartiersentwicklung eignen, wie diese aussehen könnte und welche Schritte notwendig sind, um diese umzusetzen. 

Welche Flächen sind von der Planung betroffen?

Die Flächen im Pforzheimer Norden gliedern sich in zwei Teilbereiche. Im ersten Schritt werden die Flächen zwischen Hachelallee und A8 und zwischen Wilferdinger Höhe und Königsbacher Landstraße untersucht. In einem zweiten Schritt soll in den nächsten Jahren die Untersuchung der Flächen östlich des Hauptfriedhofs erfolgen.

Wie sieht der Planungs- und Kommunikationsprozess aus?

Die Planungen für den Pforzheimer Norden müssen die räumlichen Gegebenheiten aber auch Zukunftsthemen berücksichtigen, um Bilder von zukunftsfähigen, nachhaltigen Stadtquartieren und Freiräumen zu generieren. Aus diesem Grund wurde gemeinsam mit dem Büro Kokonsult aus Offenbach ein Planungs- und Kommunikationsprozess entwickelt, der Schritt für Schritt die Planungen konkretisiert und das Bild für die potentiellen Quartiere, Freiflächen und Naturräume entwickelt.

Die Öffentlichkeit wird Teil des Planungsprozesses. In mehreren Veranstaltungen, aber auch durch andere Beteiligungsformate, werden Informationen, Hinweise und Ideen für den Pforzheimer Norden gesammelt und in den Planungsprozess eingespeist.

Der Planungsprozess sieht zwei Phasen vor. In der ersten Phase werden vier Planungsbüros ihre Zukunftsperspektive für den Pforzheimer Norden darstellen. Diese wird mit der Öffentlichkeit geteilt, Hinweise, Anregungen und ein Stimmungsbild eingefangen und für die Entscheidungsfindung der begleitenden Kommission und der Stadtpolitik aufbereitet.

In der zweiten Phase wird eines dieser vier Büros beauftragt, die Zukunftsperspektive zu einem Entwicklungskonzept mit Masterplan, Regiebuch und Roadmap ausgearbeitet. Dieses dient als Grundlage für die Umsetzungsstrategie. 

Wie sieht die Bürgerbeteiligung konkret aus?

Die Auftaktveranstaltung für den Dialog mit der Bürgerschaft fand am 07.12.2019 mit der „WohnBAR – Leben und Wohnen im Pforzheimer Norden“ (Dokumentation) statt. Die Veranstaltung ermöglichte es den interessierten Bürgerinnen und Bürgern mit den Vertretern der Stadt in direkten Kontakt zu treten. Die ca. 200 Besucher der Veranstaltung konnten sich an mehreren Plakaten über die Grundlagen und Zielsetzungen des Initiativprogramms Wohnen und dem vorgesehenen Planungsprozess informieren, sich an einem großen Luftbild ein Bild des Untersuchungsgebietes machen und an dem Beteiligungstisch Anregungen und Hinweise zum Gebiet und zum Planungsprozess geben. Die Ergebnisse werden den vier Planungsbüros in der Phase 1 zur Verfügung gestellt.

WohnBAR - Leben und Wohnen im Pforzheimer Norden (Dokumentation)


Aufgrund der Beschränkungen durch die Corona-Pandemie wird vorerst auf ähnlich große Beteiligungsveranstaltungen verzichtet. Die Beteiligung verlagert sich zunehmend auf digitalen Raum. Für den weiteren Beteiligungsprozess wurde dehalb eine eigene Dialogplattform ins Leben gerufen:

www.pforzhein-norden.de. Hier gibt es aktuelle Informationen darüber, wie Sie sich in Zufunft beteiligen können.

Ist eine Wohnbauentwicklung hinsichtlich der natürlichen Gegebenheiten (Naturraum, Entwässerung, etc.) überhaupt realistisch?

Bei den Flächen im Pforzheimer Norden handelt es sich überwiegend um Gartengrundstücke, zum Teil mit einem alten Baumbestand. Das bedeutet, dass sich bei der Entwicklung von Wohnquartieren auch ökologisch wertvolle Flächen und Lebensräume für Flora und Fauna verändert werden. Die Planung soll insbesondere darauf reagieren und darstellen, wie klimaneutrale, durchgrünte, nachhaltige Quartiere aussehen können. Dazu sollen die Planer auch Ansätze entwickeln, wie der umweltschonende und naturnahe Umgang mit Schmutz- und Regenwasser im Pforzheimer Norden aussehen könnte.

Das Büro faktorgruen hat in einer Analyse die landschaftsplanerischen Planungsgrundlagen zusammengestellt. Diese werden mit dem Detaillierungsgrad der Planungen auch detailliert. 

Was ist mit der Nordspange?

Derzeit finden keine Planungen zur Realisierung der Nordspange statt. Die Planungen zum Wohnen im Norden beinhalten auch keine Vorgabe zur Nordspange. Im Planungs- und Kommunikationsprozess sollen Grundlagen für eine sinnvolle Erschließung der potentiellen neuen Wohnquartiere erarbeitet werden. 

Welches Planungsrecht besteht für die Flächen im Pforzheimer Norden?

Im Regionalplan des Regionalverbands Nordschwarzwald ist für den Großteil des Gebietes ein regionaler Grünzug ausgewiesen. Der Flächennutzungsplan des Nachbarschaftsverbandes Pforzheim stellt den Großteil der Flächen als Fläche für die Landwirtschaft dar. Die bereits bestehenden Siedlungen am Ispringer Pfad und die Nordseite der Hachelallee sind als Wohnbaufläche, die Sportanlagen und die nördlich davon gelegenen Flächen als Grünflächen dargestellt. Die Fortschreibungen von Regionalplan und Flächennutzungsplan sind derzeit in Arbeit. Ergebnisse des Planungs- und Kommunikationsprozesses werden in die Fortschreibungen eingespeist.

Wie geht es mit dem Prozess weiter?

Der nächste Meilenstein im Planungsprozess ist der Abschluss des Teilnahmewettbewerbs und die Auswahl der drei weiteren Planungsbüros. Ende Oktober beginnen die vier Teilnehmenden Büros mit ihren Planungen zur Phase 1.

Die Ergebnisse der Phase 1, die Zukunftsperspektiven, werden am 03.02.2020 öffentlich vorgestellt. Im Anschluss dazu findet bis Ende Februar eine Online-Beteiligung statt. Zusätzlich dazu werden die Zukunftsperspektiven ausgestellt und können unter www.pforzheim.de/pforzheim-norden.de angeschaut werden. 

Am 05.03.2020 werden die vier Planungsbüros ihre Zukunftsperspektiven der prozessbegleitenden Kommission vorstellen. Diese wird sich ein Bild der Ideen und Potentiale machen und eine Empfehlung für den Gemeinderat aussprechen. Die Ergebnisse der Online-Beteiligung fließen in die Kommissionssitzung mit ein. Im Anschluss startet die Phase 2, die Erstellung von Masterplan, Regiebuch und Roadmap.