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Verwaltung hält am Bäderbeschluss des GR fest

EBM Büscher: Priorität liegt beim EMMA und in Huchenfeld – Kombibad: Erkenntnisse aus den Investorengesprächen aufnehmen

Angesichts mehrerer Anfragen versucht die Verwaltung zum Thema Bäder noch einmal die Sachlage zu veranschaulichen. Dreh- und Angelpunkt ist dabei der Bäderbeschluss aus dem Januar 2020, der im Kern Neubauten in Huchenfeld und am Standort des Emma-Jäger-Bades vorsieht. „Diese Beschlüsse werden seitens der Verwaltung respektiert und aktuell auch umgesetzt. Die Verwirklichung beider Bäder wurde übrigens nur ermöglicht, weil wir als Stadt aufgrund der außerordentlich guten Jahresergebnisse im Haushalt in den Jahren 2017 bis 2020 auf Vorschlag vom Oberbürgermeister und mir zusätzliche 30 Millionen Euro für die Investition in die Bäder bereitstellen konnten“, verdeutlicht Erster Bürgermeister Dirk Büscher. Es sei dabei aber immer klar gewesen, dass der politisch gewünschte Erhalt aller Bäder bis heute nicht durchfinanziert sei und es sich im Rahmen der Investorengespräche leider verdeutlicht habe, „dass ein für die Stadt kostenneutral zu errichtendes Kombibad im Sinne eines Familienbades am Wartberg ein frommer Wunsch bleiben wird“, so der Bäderdezernent.

Die bislang geführten Gespräche mit verschiedenen Investoren zeigten nur Eines: Um den Wunsch eines Kombibades auf einer realistischen Basis weiterzuverfolgen, bedürfe es der konkreteren Untersuchung der wirtschaftlichen Voraussetzungen für ein solches Projekt. Daher unterstreicht Büscher die Notwendigkeit einer Machbarkeitsstudie. „Die Gespräche zeigten ferner: Am Ende des Tages wird es ohne finanzielle Beteiligung der Stadt nicht gehen. Wie diese aussehen könnte und in welcher Höhe diese notwendig werden würde, ist zum jetzigen Zeitpunkt offen“, so Dirk Büscher.

Die Stadt stehe also am Scheideweg: „Wir können entweder das Buch Kombibad im Bewusstsein schließen, dass es auf absehbare Zeit in Pforzheim kein Familienbad geben wird. Der immer wieder geäußerte Gedanke, ein Familienbad sukzessive am Standort Emma zu realisieren, ist allein aufgrund der räumlichen Voraussetzungen eher kaum vorstellbar“, so Büscher.

Oder es bleibe als zweiter möglicher Weg, die Erkenntnisse aus den Investorengesprächen aufzunehmen und die wirtschaftliche Machbarkeit eines Kombibades über eine Studie abklären zu lassen und auf dieser Grundlage erneut in Investorengespräche einzusteigen. „Diese mögliche Vorgehensweise wurde im Lenkungskreis skizziert und ich habe dieses Gespräch im Ergebnis so wahrgenommen, entsprechende Untersuchungen durchführen zu lassen“, sagt der Bäderchef.

 

Immer eine Herausforderung

Die Finanzierung der Investitionen und des Betriebs der Bäder werde grundsätzlich immer eine Herausforderung sein, darüber habe die Verwaltung mehrfach informiert. Neben den Betriebskosten seien es die in der Summe gewaltigen Investitionen, die hier schwer lasten würden. Für das Regierungspräsidium werde es am Ende des Tages darauf ankommen, ob mögliche Investitionen im Haushalt finanziell darstellbar sein werden.

„Ich bin mir sicher mit wohl allen politischen Entscheidungsträgern einig, dass die Schließung des Wartbergbades nicht in Erwägung gezogen werden sollte. Die Sanierung des Wartbergbades als reines Freibad wird nach heutigen Kostenschätzungen aber früher oder später einen Investitionsaufwand von bis zu 10 Mio. Euro auslösen. Daher bin ich der Meinung, dass es sich lohnt, darüber nachzudenken, das Wartbergbad nicht nur eines Tages zu sanieren sondern dies zu einem Kombibad weiterzuentwickeln“, so Dirk Büscher. Nur so hätten die Bürgerinnen und Bürger eine „Chance auf ein modernes Familienbad, das wir aktuell nicht mehr im Portfolio haben und das in den bisherigen Planungen auch nicht vorgesehen ist“, erklärt der Erste Bürgermeister.

Der nächste Sitzungslauf ist im Juli vorgesehen. Dieser wird genutzt, um die zu erwartenden Mehrkosten des Emma beschließen zu lassen.