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Unterstützung für das Handwerk: Wo immer möglich werden Baumaßnahmen in Gebäuden vorgezogen

Fast 60 kleinere oder größere Arbeiten im Bereich der Gebäudeunterhaltung laufen bereits oder starten in Kürze

Derzeit finden überall in Pforzheim in zahlreichen städtischen Gebäuden umfangreiche Baumaßnahmen statt. „Wo immer möglich, ziehen wir Maßnahmen vor, um den Handwerksunternehmen, die derzeit unter der Corona-Krise leiden, eine Hilfestellung zu bieten“, sagt Oberbürgermeister Peter Boch. Baubürgermeisterin Sibylle Schüssler ergänzt: „Für uns ist es eine Selbstverständlichkeit, dass wir alle uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten ausloten, um Handwerksunternehmen zu unterstützen“. Durch die aktuelle Situation ergebe sich aber ein erhöhter Koordinierungsaufwand hinsichtlich der einzelnen Baumaßnahmen, insbesondere bezüglich der Abstimmung der einzelnen Gewerke. „Bisher gelingt unseren Mitarbeitern die Bewältigung dieser Herausforderung im Zusammenspiel mit unseren Fachfirmen ganz ausgezeichnet“, so Boch und Schüssler weiter.

Aktuell vorgezogen wurden beispielsweise mehrere Maßnahmen im Digitalisierungsbereich wie die DSL-Anbindung an verschiedenen Kitas (Oststadtpark, Kita Haidach, Brötzingen, Büchenbronn, Habsburgerstraße, Haus am Markt, Klinikum, Maihälden, Nordstadt, Oststadt, Emma), die Anpassung von Schulnetzen auf LWL/Glasfaser (Buckenberschule, Konrad-Adenauer, Insel-Realschule) und die EDV-Anbindung der Feuerwachen Dillweissenstein, Eutingen, Haidach, Hohenwart und Huchenfeld.

„Dass städtische Gebäude derzeit geschlossen sind, bedeutet nicht, dass keine Handwerksarbeiten stattfinden können“, so Boch und  Schüssler. „Im Gegenteil: Viele Arbeiten können in leeren Schulgebäuden oder Sporthallen sogar einfacher durchgeführt werden, als bei laufendem Betrieb.“ Ganz konkret wurde daher die Einbringung von Bodenhülsen in der Otterstein-Sporthalle vorgezogen. Das gleiche gilt für notwendige Brandschutzmaßnahmen an der Weiherbergschule, wo in dieser Woche im Untergeschoss des Hauptgebäudes mithilfe einer neuen Wand ein Fluchtweg/Flur ausgebildet und der Kunstraum zum Musikraum umfunktioniert wird.

„Hervorzuheben ist auch, dass für die neue Corona-Infektambulanz in der Huchenfelder Hochfeldhalle kurzfristig der PVC-Boden verlegt sowie die EDV-Anbindung ermöglicht und dafür Aufträge vergeben wurden“, erläutert der Leiter des Gebäudemanagements, Thorsten Graf. „Zudem wurde kurzfristig ein Auftrag vergeben, um einen einbruchsicheren Nachtbriefkasten mit großem Briefeinwurf an der KFZ Zulassungsstelle zu bauen.“ Das besondere hier sei, dass der Briefkasten in einen absperrbaren Raum münden müsse.

„Nicht alles lässt sich immer vorziehen, weil natürlich im Vorfeld entsprechend geplant werden und die Vergabe stattfinden muss“, erläutert die Baubürgermeisterin. Aber natürlich gibt es eine ganze Reihe von Baumaßnahmen, die bereits längerfristig geplant waren und nun regulär ausgeführt werden oder in Kürze starten. Allein an Schulen oder Sporthallen werden derzeit 15 Maßnahmen im Bereich der Gebäudeunterhaltung umgesetzt (zum Beispiel mehrere Toilettensanierungen oder Brandschutzmaßnahmen), drei starten in Kürze. Darunter Fassadenarbeiten an der Arlingerschule oder die Instandsetzungsarbeiten aufgrund des Brandschadens an der Johanna-Wittum-Schule. Zusätzlich sollen jetzt im Reuchlinhaus Deckenplatten ausgetauscht werden.

Im Alten, Neuen und Technischen Rathaus, in der Stadtbibliothek oder anderen städtischen Liegenschaften werden derzeit über 30 kleinere und größere Handwerksarbeiten umgesetzt. Darunter fallen diverse Reparatur-, Wartungs- oder Malerarbeiten. „Alles in allem sind es fast 60 kleinere oder größere Arbeiten im Bereich der Gebäudeunterhaltung, die bereits laufen oder in Kürze starten“, so Oberbürgermeister Peter Boch und Bürgermeisterin Schüssler.