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Tourismus in Pforzheim erholt sich

Pforzheim als eine der Gewinnerregionen 2022

Das Statistische Landesamt Baden-Württemberg hat seine Bilanz zum Tourismusjahr 2022 vorgestellt. Das landesweite Ergebnis: Die Branche hat sich nur teilweise vom Corona-Einbruch erholt. Insgesamt wurden rund 52 Millionen Übernachtungen gezählt, 9 Prozent weniger als 2019. Der Pforzheimer Tourismus entspricht nicht diesem Trend und ist mit einem Übernachtungszuwachs von 3,2 Prozent unter den Top 5 Gewinnerregionen Baden-Württembergs. In der Summe ist die Anzahl von 229.149 Übernachtungen im Jahr 2019 auf 237.664 Übernachtungen 2022 gestiegen. Dies entspricht einem Plus von 8.515 Übernachtungen. Eine weitere, erfreuliche Nachricht: Die Gäste bleiben länger in der Goldstadt. So stieg die Aufenthaltsdauer im Vergleich zu 2019 um 5,1 Prozent.

Isabell Prior, Tourismusleiterin des Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim (WSP), ist erfreut über die positive Entwicklung. „Die strategischen Umstrukturierungen und umfangreichen Werbemaßnahmen der letzten drei Jahre zeigen Wirkung. Vergangenes Jahr haben wir in Zusammenarbeit mit starken Partnern drei umfangreiche Kampagnen gelauncht: Im Februar haben wir zusammen mit den weiteren acht kreisfreien Städten, u. a. Pforzheim als ‚Deine geliebte Stadt‘ vorgestellt. Im Sommer haben wir eine Plakatkampagne mit drei verschiedenen Motiven in Karlsruhe und Stuttgart veröffentlicht, die Pforzheim als Kultur-, Outdoor- und Familiendestination präsentierte. Im Spätsommer waren wir vermehrt in den Social Media im Rahmen einer Kampagne mit dem Fotografen, Podcaster und Influencer Paul Ripke vertreten.“ Auch im Ausland wurde die Goldstadt verstärkt beworben. Das Statistische Landesamt Baden-Württemberg stellte fest, dass die ausländischen Gäste noch nicht das Vor-Corona-Niveau im Ländle erreicht haben. Deren Ankünfte lagen noch 19 Prozent unter dem Wert von 2019. Auch hier liegt Pforzheim weit über den Landeswerten: 23.308 Auslandsgäste und somit 16,8 Prozent mehr besuchten Pforzheim 2022. Besonders beliebt war die Goldstadt bei Besucherinnen und Besuchern aus den Niederlanden, der Schweiz, Belgien und Frankreich.

Ein Trend, der auch in der Drei-Flüsse-Stadt zu verzeichnen war, war der Rückgang deutscher Gäste. Hier verzeichnete das Tourismusmarketing des WSP ein Minus von 5,1 Prozent, was allerdings besser als der landesweite Durchschnitt von Minus 6 Prozent ist.

Auch das Gruppengeschäft in Pforzheim erholt sich langsam. Bei den öffentlichen Führungen gab es einen Zuwachs von 24,8 Prozent im Vergleich zu 2021. 85 private Gruppen mit insgesamt 2.484 Teilnehmenden wurden von WSP-Gruppenexpertin Tanja Dahl- Zorn beraten und verbrachten ihre Zeit in der Goldstadt. „Die Gruppen kamen teilweise aus Berlin, Regensburg, Dortmund oder Heidelberg“, berichtet Dahl-Zorn. Die Erfolgsspur soll, laut Tourismuschefin Prior, weiter vorangetrieben werden. „2023 werden wir das Gruppengeschäft weiter professionalisieren und unser Angebot weiter digitalisieren. Wir bereiten uns auch auf die ORNAMENTA 2024 vor und die damit erwarteten internationalen Gäste. Auch das Thema ‚Reisen für Alle‘ wird 2023 ein Thema bei uns sein.“