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„Schlossberghöfe“: Spatenstich für ein neues Stück Stadt im Herzen Pforzheims

Impulse für innerstädtisches Leben, Arbeiten und Wohnen auf 30.000 Quadratmetern

Spatenstich Schlossberghöfe
v.l.: Oberbürgermeister Peter Boch, Wim ten Brinke, Bürgermeisterin Sibylle Schüssler, Kai Engesser (Projektentwicklung Ten Brinke), Andrea Hermesmeier (Projektleitung Stadt Pforzheim) und Ihab Mousa (Projektentwicklung Ten Brinke) (Bild: Stefan Baust)
Oberbürgermeister Peter Boch und Wim ten Brinke.
Oberbürgermeister Peter Boch und Wim ten Brinke (Bild: Stefan Baust)

Es geht los: Feierlich haben die Stadt Pforzheim und Investor Ten Brinke gemeinsam den ersten Spatenstich für die „Schlossberghöfe“ gesetzt. Der Spatenstich für das 100-Millionen-Großprojekt, oder vielmehr der erste Schlag mit dem Presslufthammer, den Oberbürgermeister Peter Boch ausführen durfte, markiert den Auftakt für den Bau des neuen Technischen Rathauses und ein Quartier, das den Grundstein für ein neues Stück Stadt im Herzen Pforzheims bilden wird. Auf insgesamt rund 30.000 Quadratmetern sollen die „Schlossberghöfe“ den östlichen Teil der Pforzheimer Innenstadt neu beleben. Es entsteht ein neues Areal zum Leben, Arbeiten und Wohnen. Einkaufsmöglichkeiten, Gastronomie, zwei Kitas, der neu gestaltete Rathaushof und eine attraktive Fußgängerzone warten darauf, von den Pforzheimerinnen und Pforzheimer entdeckt zu werden. So werden die „Schlossberghöfe“ aktiv zu einer weiterhin positiven Entwicklung der gesamten Pforzheimer Innenstadt beitragen: offen, vielfältig und zukunftsorientiert.

„Unsere neuen Schlossberghöfe werden Impulse für die gesamte Innenstadt setzen. Ich bin mir sicher: Sie werden zu einem Wohlfühlort für alle Pforzheimerinnen und Pforzheimer sowie für die Gäste unserer Stadt werden. Das Konzept ist darauf ausgerichtet, das Zentrum Pforzheims weiter zu stärken und fit für die Anforderungen einer modernen Stadtgesellschaft zu machen“, blickt Oberbürgermeister Peter Boch voraus. „Uns ist die Wichtigkeit des Projektes für die Stadt und Ihre Bürger bewusst und darum freuen uns sehr, dass nach der langen Vorlaufzeit nun der Baustart des Projektes gefeiert werden kann.“, ergänzt Wim ten Brinke, COO der Ten Brinke Gruppe.

Über die gesamte Bauzeit will das Großprojekt öffentlich sichtbar sein und Identifikation schaffen: „Von Gucklöchern in den Bauzäunen, durch die die Menschen jederzeit einen Blick auf das Baugeschehen werfen können, über das Infobüro in der Östlichen 11 bis hin zu Baustellenführungen, einer Kinderbaustelle oder dem Baustellenfest für alle Pforzheimerinnen und Pforzheimer, das wir für den Sommer planen – unsere Palette an Informationsangeboten ist groß“, sind sich die städtische Projektkoordinatorin Andrea Hermesmeier und Ten-Brinke-Projektleiter Ihab Mousa einig. „Wir wollen unbedingt, dass die Schlossberghöfe von Anfang in der Rolle gesehen werden, die sie spielen können: als großes Entwicklungspotential, von dem Pforzheim und seine Innenstadt auf viele Jahre und Jahrzehnte profitieren können.“ Genau dafür sorgen soll außerdem die Webseite https://sbh-pforzheim.de/, die Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim (WSP) gleichzeitig mit dem Spatenstich an den Start bringt, und auf der sich alle Interessierten laufend über den Projektfortschritt informieren können.

Das neue Technische Rathaus wird alle technischen Ämter unter einem gemeinsamen Dach beherbergen, der „Infopunkt Bauen“ soll zur zentralen Anlaufstelle rund um das Thema Bauen und Wohnen werden. Hinzu kommen eine Kita, ein Kulturraum, Gastronomie und Einzelhandel. Anstelle des bisherigen Technischen Rathauses an der Kreuzung von Deimling- und Östlicher Karl-Friedrich-Straße entsteht unmittelbar im Anschluss ein weiterer Neubau mit Wohnungen und Einzelhandel. In der neuen zweistöckigen Tiefgarage unter den beiden Gebäuden entstehen zudem 194 neue Stellplätze. Zwei weitere Wohnneubauten mit Einzelhandel im Erdgeschoss oberhalb der Östlichen Karl-Friedrich-Straße sollen folgen.

Bis das neue Technische Rathaus bezugsfertig ist, rechnen Stadt und Investor mit einer Bauzeit von zwei Jahren bis Ende 2023. Für den Neubau mit rund 19.000 Quadratmetern Brutto-Grundfläche kommen rund 2.600 Tonnen Stahl, über 9.000 Kubikmeter Beton und 329 Fensterelemente zum Einsatz, zuvor sind noch beinahe 27.000 Kubikmeter Erde auszuheben. Im ersten Quartal 2024 wollen die städtischen Beschäftigten dann aus dem bisherigen Technischen Rathaus in ihr neues Domizil wechseln. Der Abschluss aller Baumaßnahmen ist zum Jahresende 2026 geplant.