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Pforzheim ist weiterhin „Fairtrade-Stadt“

Stadt baut Engagement für nachhaltige Verankerung von fairem Handel aus

Zertifizierung Fairetrade Town
Bürgermeisterin Sibylle Schüssler und Elias Weigel, Abteilungsleiter der Abteilung Klimaschutz, vom Amt für Umweltschutz präsentieren die Re-Zertifizierung (Bild:Alina Di Sannio)

Pforzheim und darf sich weitere zwei Jahre „Fairtrade-Stadt“ nennen. Nach der erstmaligen Auszeichnung im Jahr 2019 erfüllt die Stadt auch weiterhin alle fünf Kriterien der Kampagne von TransFair e.V. – und baut ihr Engagement weiter aus.

„Die Bestätigung der Auszeichnung ist ein schönes Zeugnis für die nachhaltige Verankerung des fairen Handels und das große Engagement aller Akteurinnen und Akteure in Pforzheim. Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft arbeiten hier eng für ein gemeinsames Ziel zusammen“, freut sich Bürgermeisterin Sibylle Schüssler über die Verlängerung des Titels. „Ich bin stolz, dass Pforzheim dem internationalen Netzwerk der Fairtrade-Towns angehört. Wir setzen uns weiterhin mit viel Elan dafür ein, den fairen Handel auf lokaler Ebene zu fördern.“ So werde die Stadt einen wichtigen Beitrag für eine nachhaltige Zukunft leisten können.

Vor drei Jahren ist Pforzheim von dem gemeinnützigen Verein TransFair e.V. erstmals für sein Engagement zum fairen Handel ausgezeichnet worden, wofür die Stadt fünf Kriterien erfüllen muss: Die Unterstützung des fairen Handels durch einen Beschluss des Gemeinderats; den Einsatz von Fairtrade-Produkten bei Ratssitzungen, kommunalen Veranstaltungen und Empfängen; eine Steuerungsgruppe zur Koordinierung aller Aktivitäten; Produkte aus fairem Handel in Geschäften und Gastronomie; sowie Bildungsarbeit durch die Zivilgesellschaft und Berichterstattung lokaler Medien über die Aktivitäten vor Ort.

Das Engagement in Fairtrade-Towns ist vielfältig: In Pforzheim sind regelmäßige Veranstaltungen, der digitale faire Einkaufsführer auf der städtischen Website, Bildungsangebote und die regelmäßige Kommunikation des Themas auch in den sozialen Medien nur einige Beispiele für erfolgreiche Projekte der letzten Jahre. „Wir verstehen die bestätigte Auszeichnung als Motivation und Aufforderung für weiterführendes Engagement “, sagt Sibylle Schüssler, „Wir planen Maßnahmen im Bereich der öffentlichen Beschaffung sowie Kooperationen und Projekte mit anderen Akteuren“. So will die Stadt etwa mit der Hochschule Pforzheim, die zeitnah als „Fairtrade-University“ zertifiziert werden möchte, den fairen Handel in der Region künftig gemeinsam voranbringen und Aktivitäten bündeln.

Pforzheim ist eine von über 750 Fairtrade-Towns in Deutschland. Das globale Netzwerk umfasst über 2.000 Fairtrade-Towns in insgesamt 36 Ländern, darunter Großbritannien, Schweden, Brasilien und der Libanon. Weiter Informationen zur Fairtrade-Towns Kampagne gibt es unter www.fairtrade-towns.de.