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Oberbürgermeisterin Augenstein erinnert an die Würde des Gedenktags 23. Februar und verurteilt im Stadtbild aufgetauchte Aufkleber

Pforzheimer Gedenktag 23. Februar

Pforzheim gedenkt am 23. Februar eines jeden Jahres der rund 17.000 Toten, die ein verheerender Luftangriff am 23. Februar 1945 forderte. Im Mittelpunkt dieses Tages steht eine Gedenkfeier der Stadt auf dem Hauptfriedhof. Eine ökumenische Andacht, Meditation und Orgelmusik in der Schlosskirche, Lesungen und Filme zur Stadtgeschichte runden diesen Gedenktag ab. Der Gemeinderat hat erst am 17. Februar eine Resolution bekräftigt, die diesen 23. Februar zu einem besonderen Tag macht. In dieser Resolution heißt es beispielsweise: „Die Stadt Pforzheim ist weltoffen und tolerant. Sie verurteilt mit aller Entschiedenheit rechtsextremes Gedankengut, das insbesondere durch Militarismus, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Intoleranz und die Verfälschung historischer Wahrheiten geprägt ist“.

Großfotos an Originalplätzen zeigen das ganze Ausmaß der Tragödie des 23. Februar 1945. Im Laufe des heutigen Tages sind auf diesen „Stelen“ Aufkleber mit antisemitischem Inhalt aufgetaucht, die von städtischen Mitarbeitern des Vollzugsdienstes und von aufmerksamen Bürgerinnen und Bürgern unmittelbar wieder entfernt worden sind. Nach Auffassung der Stadt haben diese Aufkleber den Charakter der „Volksverhetzung“. Oberbürgermeisterin Christel Augenstein zeigte sich in einer ersten Stellungnahme tief getroffen: „Das sind menschenverachtende, zynische und unsägliche Äußerungen, die auf das Schärfste zu verurteilen sind. Wir werden Polizei und Staatsanwaltschaft einschalten“.