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OB Augenstein: Verwaltung ist an effizienten und wirtschaftlichen Strukturen interessiert – Wohl des Nutzers im Vordergrund

Schuldnerberatung in Pforzheim

In der Frage der zukünftigen Schuldnerberatung in Pforzheim bemüht sich die Stadtverwaltung um effiziente und wirtschaftliche Strukturen. Angesichts einer bestehenden Warteliste für Nutzer der Schuldnerberatung schlägt die Verwaltung eine Ausweitung der Beratung um eine weitere Stelle im Rathaus und eine Viertel Stelle beim Stadtjugendring im Bereich Prävention für Kinder und Jugendliche vor. Diese zusätzliche Stelle soll zeitlich befristet werden, das gesamte Thema Schuldnerberatung möglicherweise generell vergeben werden. „Diese Vorstellungen sind Kerninhalt der Beilage, die im Rathaus über alle Dezernate abgestimmt wurde und jetzt dem Gemeinderat vorgelegt wird“, so Oberbürgermeisterin Christel Augenstein. Bei dem bisher in der Öffentlichkeit diskutierten „Konzept“ handelt es sich um verwaltungsintern nichtabgestimmte Meinungen, verlautet es aus der Pressestelle des Rathauses.

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Die Schuldnerberatung der Stadt Pforzheim arbeite hervorragend, zwei Sachbearbeiter kümmern sich derzeit problemlagenorientiert um die Bedürfnisse des Einzelnen. Einzig: Derzeit stehen 71 Fälle auf der Warteliste. In den ersten fünf Monaten dieses Jahres wurden 66 Fälle in die Bearbeitung neu aufgenommen, davon sind 30 abgeschlossen, 36 laufen noch. Darüber hinaus gab es weitere 51 Kurzberatungen. Zu viel für nur zwei Personen. Die Verwaltung hat darauf mit einer Beilage reagiert, die dem Jugendhilfe- und Sozialausschuss am kommenden Dienstag vorgestellt wird: „Ich werde dem gemeinderätlichen Gremium eine Beilage unterbreiten, die effiziente und wirtschaftliche Strukturen vorsieht, die eine zusätzliche, zeitlich befristete Stelle beinhaltet und mit der wir schnell und kurzfristig den derzeitigen Stau abarbeiten werden“, so die Oberbürgermeisterin. Mit dem von der Rathaus-Verwaltung vorgeschlagenen Modell soll eine schnelle und professionelle Hilfe für die Betroffenen erreicht werden. Die Verwaltung wird darüber hinaus die nächsten Monate nutzen, um zu prüfen, wie eine weitere Optimierung der Schuldnerberatung aussehen kann. Dabei wird auch die Option einer Vergabe der gesamten Schuldnerberatung geprüft werden.

Michael Strohmayer