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Neue Eindrücke und Erkenntnisse beim Besuch der Baselworld

WSP-Direktor Oliver Reitz besucht Messe Baselworld

Rundgang auf einer deutlich veränderten Baselworld: WSP-Direktor Oliver Reitz (links) zu Besuch beim Messestand der Laco Uhrenmanufaktur mit Geschäftsführer Uwe Rücker und Prokuristin Dorothea Günther.

Mit einem überwiegend positiven Stimmungsbild kehrte Oliver Reitz, Direktor des Eigenbetriebs Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim (WSP), am Samstagabend von der Messe Baselworld zurück. Das Zwischenfazit, welches die Pforzheimer Aussteller zur Halbzeit der internationalen Uhren- und Schmuckmesse gezogen haben, sei überraschend gut, berichtet Reitz. Ein Eindruck, der sich auch in seinem Gespräch mit Uwe Staib, Präsident, und Guido Grohmann, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Schmuck und Uhren bestätigt habe.

"Die gegenüber den Vorjahren deutlich rückläufigen Ausstellerzahlen führen verständlicherweise nicht nur zu einer sichtbar komprimierten Fläche, sondern auch zu einer geringeren Besucherfrequenz", fasst Reitz die aktuelle Gesamtsituation der Baselworld zusammen. "Doch hat bei dem einen oder anderen Aussteller aus Pforzheim gerade der Samstag gezeigt, dass auch im Schmucksegment die Baselworld, die ja stets insbesondere durch namhafte internationale Uhrenmarken geprägt war, nach wie vor bei der Ansprache bestehender und neuer Kunden viel Potenzial bietet", so Reitz. Gleichwohl sei die Messlatte für die jeweilige Erfolgsbewertung gerade der diesjährigen Messe recht hoch, auch wenn die Pforzheimer Aussteller der neuen Messeleitung unter Michel Loris-Melikoff gerne eine Chance für einen Neustart einräumten. 

Mit Baselworld-Chef Loris-Melikoff und dem Betriebsdirektor der Messe, Cedric Eggen, tauschte sich Reitz zum Abschluss seines Messerundgangs insbesondere im Hinblick auf die weiteren anstehenden Veränderungen aus. So bestätigte die Messeleitung, dass im Jahr 2020 die Baselworld erst vom 30. April bis zum 5. Mai stattfinden und somit einen Tag nach dem Ende des Genfer Uhrensalons beginnen werde. "Dadurch kommen die beiden konkurrierenden Standorte vor allem internationalen Gästen entgegen", deutet der Pforzheimer Wirtschaftsförderer diese wesentliche Änderung.

Wie Loris-Melikoff bereits bei seinem Besuch im August in Pforzheim angekündigt habe, könne die Baselworld im Jahr 2019 nur im Ansatz das aufzeigen, was sich ab 2020 grundsätzlich ändern solle, berichtet der WSP-Direktor. "Ob weitere Veränderungen bei den Hallenkonzepten, die Stärkung des Eventcharakters oder die Strategien bei Digitalisierung und ganzjähriger Etablierung einer Baselworld-Community - die verbliebenen Pforzheimer Aussteller scheinen überwiegend gerne bereit zu sein, den neuen Weg der Baselworld mitzugehen", folgert Reitz aus seinen Gesprächen. Erfreut zeigte er sich, dass der Baselworld-Chef angeboten habe, im Nachgang zur Messe erneut für vertiefende und offene Gespräche nach Pforzheim zu kommen.