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Mitfahrplattform für Mitarbeitende der Stadt Pforzheim

Pilotprojekt startet: Stadtverwaltung fördert Fahrgemeinschaften

Bald eine Fahrgemeinschaft?
(v.l.) Franz Herkens (Gesamtpersonalrat Stadt Pforzheim), Stefan Hauswirth (Personal- und Organisationsamt), Oberbürgermeister Peter Boch, Hochschulrektor Prof. Dr. Ulrich Jautz, Kevin Lindauer (Digitalisierungsbeauftragter) und Prof. Dr. Thomas Schuster (Hochschule Pforzheim), © Stadt Pforzheim; Alina Di Sannio

Flexibel zur Arbeit kommen und trotzdem die Umwelt schonen: Mit einer neuen Mitfahrplattform ist diese Woche ein Pilotprojekt in der Verwaltung der Stadt Pforzheim gestartet. Die webbasierte Plattform unterstützt ihre Nutzerinnen und Nutzer dabei, Fahrgemeinschaften zu bilden, um so den Berufsverkehr zu entlasten. „Der Umweltschutz liegt mir sehr am Herzen“, so Oberbürgermeister Peter Boch. „Die Kommunale Mitfahrplattform ist eine tolle Gelegenheit, dem Klimawandel entgegenzusteuern. Außerdem bringt sie Menschen zusammen und fördert den abteilungsübergreifenden Austausch. Mitmachen lohnt sich also auf vielen Ebenen.“ Das Auto ist in Baden-Württemberg nach wie vor das dominierende Verkehrsmittel im Pendlerverkehr. Durch jede Fahrt, die im Berufsverkehr als Mitfahrer und nicht als Alleinfahrer unternommen wird, wird der Verkehr um einen Pkw entlastet. Darüber hinaus sinken der spezifische Kraftstoffverbrauch und die entsprechenden Emissionen pro Person. „Wir arbeiten stetig an Lösungen, um modernen Problemen wie diesem zu begegnen“, erklärt der Rathauschef. Mit der Kommunalen Mitfahrplattform habe die Stadt Pforzheim eine innovative Möglichkeit gefunden, um den städtischen Verkehr zu beruhigen. Gleichzeitig helfe das Projekt, die CO2-Werte aus dem Mobilitätsbereich zu reduzieren.

Anwenderfreundliche Nutzung mit attraktivem Belohnungssystem

Die Nutzung ist einfach: Mitarbeitende können Mitfahrgelegenheiten anbieten und finden. Dafür geben sie an, wann sie welche Strecke fahren und wie viele Personen sie mitnehmen können. Allen anderen Nutzerinnen und Nutzern wird dieses Angebot anschließend angezeigt. Wer Interesse daran hat, bei jemandem mitzufahren, kann eine Mitfahranfrage an die Person schicken. Diese entscheidet dann darüber, welche der Interessenten sie mitnehmen möchte.Die Mitfahrplattform lockt dabei mit einem attraktiven Anreizsystem. Mit jeder Fahrt sammeln die Nutzer Klima-Punkte. Das sind virtuelle Punkte, die für den Wert des eingesparten CO2 stehen. Wer die meisten Klima-Punkte gesammelt hat, bekommt eine der attraktiven Prämien. Neben besonderen Erlebnissen, wie persönlichen Führungen im Wildpark oder Stadttheater, gibt es auch Sachpreise zu gewinnen. Oberbürgermeister Boch unterstützt das Projekt mit einem eigenen Preis: Wer viel CO2 einspart, hat die Chance auf ein gemeinsames Mittagessen mit ihm.

Die Mitfahrplattform wurde in Kooperation mit der Hochschule Pforzheim entwickelt. Schon im Jahr 2020 hat die Hochschule eine solche „Ridesharing-App“ für Studierende implementiert. Ohne erheblichen Mehraufwand konnte diese an die Bedürfnisse der Stadtverwaltung angepasst werden. Hochschulrektor Professor Dr. Ulrich Jautz freut sich, dass die Innovation aus der Hochschule heraus weitere Kreise zieht: „Für uns als Hochschule für Angewandte Wissenschaften ist eine solche Kooperation Ausdruck unserer DNA. Gleichzeitig ist sie ein weiterer Meilenstein in der langen Liste erfolgreicher Projekte zwischen Stadt und Hochschule.“ Er sei besonders fasziniert von der Kombination der für die Hochschule strategisch wichtigen Themen Nachhaltigkeit und Digitalisierung. „Mein Dank geht an die Stadt Pforzheim aber auch an das Team um meinen Kollegen Professor Dr. Thomas Schuster“, so Jautz. Die WebApp ist zunächst ausschließlich für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Pforzheim zugänglich. Bei erfolgreichem Abschluss der Pilotphase zum Ende des Jahres könnte das Angebot auf die gesamte Stadtgesellschaft ausgeweitet werden.