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Mit „Themenwelt“ die Stadt voranbringen

Pforzheim steht in einem regionalen, nationalen und teilweise globalen Wettbewerb um Talente, Investoren und Unternehmen.

Pforzheim steht in einem regionalen, nationalen und teilweise globalen Wettbewerb um Talente, Investoren und Unternehmen. Wer sich in diesem Wettbewerb behaupten will, muss seine Stärken kennen und klar kommunizieren. Eine von der WSP beauftragte Agentur  „arthesia“ stellte im CongressCentrum Pforzheim am Mittwochnachmittag die „Themenwelt“ vor. Ziel ist es, diese Themenwelt zum Ausgangspunkt der Positionierung nach Innen und Außen zu machen und so Talente, Investoren, Besucher nach Pforzheim zu bringen. Die Umsetzung der Themenwelt ist ein Stück geistiger Stadtentwicklung.

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Um langfristig ein unverwechselbares Image zu entwickeln und das eigene Selbstverständnis zu stärken, muss eine Eindeutigkeit geschaffen werden. Es muss erkennbar sein, für welche Inhalte die Stadt steht. Diese Themenwelt ist eine inhaltliche Positionierung, ihre Sache ist nicht die Welt der „Logos“ oder „Slogans“. Die Bausteine einer erfolgreichen Positionierung sind in Pforzheim vorhanden: Attraktivität, Einzigartigkeit, Mut und Können. Die Themenwelt Pforzheim will nunmehr zur Positionierung den Kern der Stadt „freilegen“. Gemeint damit ist, das grundlegende Wesen, die Kerneigenschaften der Stadt, anzusprechen. Drei Themen stehen dabei im Vordergrund: Präzise Arbeit (Pforzheimer Genauigkeit bei hochtechnologischen Spitzenprodukten), überlegene Schönheit (Zukunftsautos, Schmuck) und gewollte Emotion (beispielsweise Trauring-Hauptstadt).

Wie wird die Themenwelt umgesetzt?

Die Umsetzung beinhaltet zahlreiche Maßnahmen innerhalb dreier Bausteine, die aufeinander aufbauen. So geht es um Projekte, die die Kerneigenschaften sichtbar machen (beispielsweise Kreativzentrum). Es geht auch um den Einfluss von der Themenwelt in politisch-gesellschaftliche Planungsprozesse (beispielsweise Stadtentwicklung) und es geht um die Kommunikation. Die besondere Eigenschaft der Themenwelt Pforzheim besteht nicht darin, fertige Marketing-Aktivitäten vorzugeben, sondern Inhalte für Standortpositionierung und Standortmarketing aufzuzeigen. Aufgrund dieser Eigenschaften verfolgt die Themenwelt einen kooperativen Ansatz und möchte zur Zusammenarbeit anregen.

In einem nächsten Schritt wird das sogenannte „Weißbuch-Themenwelt Pforzheim“ erscheinen. Eine Steuerungsgruppe mit 30 Vertretern von Institutionen, Unternehmen und Politik vertritt die Themenwelt Pforzheim nach Außen. Sie steuert strategisch und entscheidet über die Umsetzung von Maßnahmen. Die Mitglieder der Steuerungsgruppe treffen sich zwei- bis dreimal jährlich. Eine Realisierungsgruppe mit sechs Personen zuzüglich der Vertreter des WSP ist das Arbeitsgremium. Sie bereitet die strategische Planung vor, ist für die Steuerung und Koordination der Umsetzung zuständig.

Mit der Themenwelt wird erstmalig der Aufbau einer Standortpositionierung für ein Standortmarketing angefasst. Die Kräfte werden gebündelt und mit dem Aufbau der echten Stärken der Stadt Pforzheim eine langfristige Positionierung angestrebt.

Michael Strohmayer