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Jahnhalle wird freigemacht – Neue Erstunterkunft steht ab Montag auf der Wilferdinger Höhe bereit

Rund 1.550 Geflüchtete aus der Ukraine bereits erfasst

Unterbringung Geflüchtete Wilferdinger Höhe
©Stadt Pforzheim; Christiane Blohm

Die vorbereitenden Arbeiten stehen unmittelbar vor dem Abschluss, um in den nächsten Tagen die ersten Geflüchteten in einer Erstaufnahmeunterkunft auf der Wilferdinger Höhe unterzubringen: „Unser Ziel war es von Anbeginn, die Jahnhalle so schnell wie möglich wieder den Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung zu stellen und parallel Immobilien zu finden und anzumieten. Bereits am kommenden Montag beginnt die Belegung mit bis zu 80 Personen in einem Objekt an der Konstanzer Straße; gleichzeitig werden keine neuen Zugänge mehr in der Jahnhalle aufgenommen. Die Rückbauarbeiten beginnen frühzeitig, noch vor den Sommerferien steht die Jahnhalle wieder zur Verfügung“, so Bürgermeister Frank Fillbrunn. Wie bereits in der Jahnhalle sind auch in der neuen Immobilie in den Räumen Notbetten in kleineren Einheiten aufgebaut. Die Essensversorgung läuft über einen Caterer. Geleitet und koordiniert wird der Betrieb der Unterkunft von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Jugend- und Sozialamtes. Wie in allen Unterkünften für Geflüchtete sind die Wohnheimleitung und ihr Team die ersten Ansprechpersonen vor Ort. Betreut werden die Ankommenden auch durch das Team der Diakonie und die vielen Ehrenamtlichen. „Mein besonderer Dank geht an die vielen Ehrenamtlichen, die hier mit großem Engagement am Gelingen einer bestmöglichen Unterbringung der Geflüchteten arbeiten. Und das Tag für Tag“, so Bürgermeister Fillbrunn.

Die Belegung eines Studentenwohnheims mit Geflüchteten aus der Ukraine läuft seit rund einer Woche. Auf mehreren Stockwerken im Wohngebiet Tiergarten stehen insgesamt zehn Wohnungen mit unterschiedlicher Größe zur Verfügung. In der Regel handelt es sich um 4-Zimmer- oder in seltenen Fällen um 5-Zimmerwohnungen, die jetzt für einen zeitlich befristeten Rahmen für die sogenannte „vorläufige Unterbringung“ genutzt werden. Jedes Zimmer wird dabei in der Regel mit zwei Personen, maximal mit einem weiteren Kleinkind belegt. In weiteren acht Wohnungen wohnen Studentinnen und Studenten. Es werden überwiegend Frauen mit Kindern untergebracht, die entweder aus der Jahnhalle oder in der Mehrzahl aus der Unterkunft an der Paul-Löbe-Straße umziehen. In den nächsten Wochen stehen damit zusätzliche Plätze für bis zu 100 Menschen zur Verfügung. „Durch die sehr zielorientierte Arbeit der verwaltungsinternen Lenkungsgruppe Ukraine konnten in den vergangenen Wochen gute Fortschritte bei der Anmietung verschiedener Objekte im Stadtgebiet gemacht werden“, so Frank Fillbrunn. Sicherlich habe auch der Aufnahme- Druck der ersten Wochen nachgelassen, „aber wir wissen alle nicht, was die Zukunft bringt und wie sich die Zahlen entwickeln. Daher wird weiter nach Unterbringungsmöglichkeiten gesucht und werden weitere Mietobjekte angesehen“, so der Bürgermeister.