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Grußwort von Oberbürgermeister Gert Hager anlässlich der Eröffnungsfeier zur Vorderlader WM

Dienstag, 14. August auf dem Marktplatz

Es gilt das gesprochene Wort!

Sehr verehrte Damen und Herren, es ist mir eine große Freude, Sie an diesem sommerlichen Abend im Herzen der Stadt Pforzheim, auf dem Marktplatz direkt vor dem Neuen Rathaus, zur offiziellen Eröffnung der Weltmeisterschaften im Vorderladerschießen empfangen zu dürfen. Internationaler Flair hat diese Woche in unserer Stadt Einzug gehalten und ich heiße alle Gäste aus der ganzen Welt herzlich willkommen in der Goldstadt. Gleichzeitig möchte ich unsere Dankbarkeit zum Ausdruck bringen, dass dieses sportliche Highlight nach Pforzheim vergeben wurde. Die Entscheidung für Pforzheim sehen wir als Vertrauensbeweis in unsere Stadt und deren Infrastruktur.

Mein besonderer Gruß gilt der Vertreterin des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport des Landes Baden-Württemberg, Frau Ministerialdirigentin Sabine Frömke, dem Präsidenten des M.L.A.I.C., Herrn David Brigden, und dem Vizepräsidenten des Deutschen Schützenbundes, Herrn Heinz-Helmut Fischer, sowie allen Delegationsleitern und Repräsentanten der teilnehmenden Nationen.

Begrüßen möchte ich ebenso die Vertreter aus Politik und Wirtschaft, die heute den Weg hierher gefunden haben und damit ihre Verbundenheit zum Sport in Pforzheim zum Ausdruck bringen.

Der imposante Einmarsch der Nationen und die Begrüßung durch die Böllerschützen lassen keinen Zweifel daran, worum es heute geht. Rund 500 Sportlerinnen und Sportler aus 23 Nationen sind nach Pforzheim gereist, um in den kommenden Tagen zu beweisen, dass sie der beste Vorderladerschütze beziehungsweise die beste Vorderladerschützin der Welt sind.

Gerne habe ich die Schirmherrschaft für diese bedeutende Veranstaltung übernommen. Eine Weltmeisterschaft in Pforzheim, wann gibt es das schon? Richtig, im Vorderladerschießen, und da bereits zum zweiten Mal. Im Sommer 1989 wurde uns schon einmal die Ehre zu Teil, die Weltmeisterschaften beheimaten zu dürfen. Die Veranstaltung damals, so habe ich mir sagen lassen, war ein großer Erfolg. Nach den Europameisterschaften 1999 und 2005 messen sich heuer erneut die Besten der Besten in der traditionellen Schießsportart auf der Anlage der Schützengesellschaft Pforzheim. Auch diese Veranstaltung, da bin ich mir sicher, wird für positives Echo in der Welt des Schießsports sorgen. Das veranstaltungserprobte Organisationsteam des Deutschen Schützenbundes hat mit Unterstützung der regionalen Schützenverbände und der Schützengesellschaft Pforzheim in umfangreichen Vorarbeiten alle Vorkehrungen getroffen, um sowohl sportlich als auch abseits der Schießstände einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten.

Stellvertretend möchte ich dem Team um Herrn Gerhard Furnier und seiner fleißigen Helferschar vom Deutschen Schützenbund danken, die von Wiesbaden aus die Organisation dieser Vorderlader-WM koordiniert haben. Ein großes Dankeschön auch an die Vorstandschaft der Schützengesellschaft Pforzheim 1450 e.V. um Herrn 1. Vorsitzenden Roland Dupont und den Schützenkreis Pforzheim. Ohne Ihre tatkräftige Unterstützung und Ihren Einsatz könnte diese Veranstaltung so nicht stattfinden.

Als stolzer Gastgeber der Vorderlader-Weltmeisterschaften möchte sich die Stadt Pforzheim den zahlreichen Gästen aus der ganzen Welt von ihrer besten Seite präsentieren. Sowohl die Innenstadt, trotz aktuell vieler Baustellen, als auch die Ausflugsziele in der Region laden zum Verweilen ein und versprechen einen lohnenswerten Besuch, sofern zwischen den sportlichen Wettkämpfen ein bisschen Zeit für Muße bleibt. Beispielhaft möchte ich einen ganz besonderen Glanzpunkt im Zentrum unserer Stadt empfehlen: die „Schmuckwelten Pforzheim“ im wundervollen Industriehaus am Leopoldplatz. Die „Schmuckwelten Pforzheim“ sind ein großes Schaufenster kostbaren Schmucks und hochwertiger Uhren und eine europaweit einzigartige Erlebnis- und Einkaufsplattform. Aber auch die Geschichte des Schmucks wird in unserem international ausgerichteten „Schmuckmuseum im Reuchlinhaus“ in moderner Präsentation dargestellt.

Vielleicht ist es ja dem ein oder anderen Gast vergönnt, seinen Aufenthalt in Pforzheim noch etwas auszudehnen und dem bunten Treiben auf dem OechsleFest, einem traditionellen Weinfest, das ab dem 24. August hier auf dem Marktplatz stattfindet, beizuwohnen.

Im Zentrum des Interesses stehen selbstverständlich die bevorstehenden sportlichen Wettkämpfe. Die Schießanlage am Kirschenpfad, Heimat der Schützengesellschaft, zugleich Landesleistungszentrum und Olympiastützpunkt, ist ein Eckpfeiler in Pforzheims Sportlandschaft und regelmäßiger Austragungsort nationaler und internationaler Meisterschaften und Wettkämpfe. Für diesen besonderen Anlass wurde das Sportgelände einmal mehr auf den neuesten Stand gebracht. Zur Vorbereitung auf die Weltmeisterschaften wurden umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen durchgeführt, um dem vorauseilenden Ruf als eine der qualitativ hochwertigsten Schießanlagen in Deutschland weiterhin gerecht zu werden. Die Stadt Pforzheim war gerne bereit, diese Investitionen mit einem Zuschuss aus Sportfördermitteln zu unterstützen. Die Sportlerinnen und Sportler dürfen sich also auf optimale Bedingungen freuen.

Das Vorderladerschießen ist (noch) nicht olympisch. Die Weltmeisterschaften repräsentieren das wichtigste und hochwertigste Ereignis innerhalb dieser Sportart. Während die Sportwelt in den letzten Wochen von den Olympischen Spielen in London völlig eingenommen war, konnten sich die Vorderladerschützen mit ganzer Kraft auf den interkontinentalen Wettbewerb vorbereiten. Eine Goldmedaille bei einer Weltmeisterschaft ist mit das Höchste, was ein Sportler bzw. eine Sportlerin erreichen kann. Um am Ende ganz oben zu stehen, sind Fleiß, Disziplin, jahrelanges Üben und der Glaube an sich selbst Grundvoraussetzungen. Insbesondere im Schießsport sind Konzentration und Präzision gefragt. Den Teilnehmerinnen und Teilnehmer der anstehenden Spitzenveranstaltung sind diese Tugenden zu eigen. Und dafür zolle ich Ihnen Respekt. Mit dem Erreichen der Weltmeisterschaften haben Sie bereits einen großen sportlichen Erfolg zu feiern. Ich wünsche allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für die bevorstehenden Wettkämpfe ein ruhiges Händchen und das nötige Quäntchen Glück. Ich bin gespannt, wem wir beim Abschlussbankett in Niefern zum Weltmeistertitel gratulieren dürfen.

Allen Gästen wünsche ich einen angenehmen Aufenthalt in der Goldstadt Pforzheim und hoffe, dass Ihnen unsere Stadt in guter Erinnerung bleibt.