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Gisela Lotz erhält Verdienstkreuz am Bande

Ehrung besonderer Verdienste

Bundesverdienstkreuzverleihung Giesela Lotz
v.l.: Staatssekretärin Katrin Schütz, Giesela Lotz und Oberbürgermeister Peter Boch

In Anerkennung für ihr jahrzehntelanges Engagement bei der Aufklärungsarbeit über das Leben in der ehemaligen DDR, wurde Gisela Lotz am Mittwoch, 29. Juli, von Staatssekretärin Katrin Schütz, stellvertretend für Ministerpräsident Winfried Kretschmann, das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreicht.

Als Zeitzeugin engagiert sich Giesela Lotz seit der Gründung des Vereins „Gegen das Vergessen e.V.“ im Jahr 2000 in außerordentlichem Maße ehrenamtlich im DDR-Museum in Pforzheim. Dabei war und ist ihr die Aufklärung über das totalitäre Unrechtssystem der sozialistischen DDR fern von Ostalgie besonders wichtig.

„Durch die Weitergabe der historischen Hintergründe an nachfolgende Generationen leistet Frau Gisela Lotz einen wichtigen Beitrag zur Orientierung an Werten wie Frieden, Freiheit und Demokratie“, so Oberbürgermeister Boch.

Seit der Gründung des DDR-Museums ist sie bis heute eine unermüdliche und äußert engagierte Helferin bei allen Ereignissen, Veranstaltungen und Führungen. Von den fast 1000 Schulklassen, die das DDR-Museum besuchten, hat Giesela Lotz einen beträchtlichen Teil durch das Museum geführt. Als „stille Heldin des Alltags“ hat sich die Pforzheimerin nie in den Vordergrund gedrängt, sich jedoch unbeirrt weiter engagiert, um Besucherinnen und Besucher aufzuklären und ein hohes Maß an Qualität des DDR-Museums Pforzheim aufrecht zu erhalten. Darüber hinaus kümmert sich sie aufwendig um ehemalige politische Häftlinge der DDR-Diktatur, indem sie diese zum Bespiel regelmäßig besucht, sie bei Arztbesuchen begleitet, für sie einkaufen geht, sich die Sorgen der ehemaligen Häftlinge anhört sowie Zusammenkünfte und kleine Ausflüge organisiert.

Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von Dunja Petrenko, Geigenschülerin der Jugendmusikschule Pforzheim, die 2019 einen ersten Preis bei Jugend Musiziert erspielte. Im Anschluss an die Übergabe des Verdienstordens erhielten die geladenen Gäste die Möglichkeit das DDR-Museum zu erkunden.

Der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland wurde von Bundespräsident Heuss 1951 gestiftet. Er wird an in- und ausländische Frauen und Männer für besondere Verdienste um die Bundesrepublik Deutschland, zum Beispiel Verdienste aus dem sozialen, karitativen, politischen und mitmenschlichen Bereich, verliehen. Es handelt sich dabei um die höchste Anerkennung, die die Bundesrepublik für Verdienste um das Gemeinwohl ausspricht.