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Europa-Planspiel im Rathaus

Schülerinnen und Schüler als Akteure der Europäischen Union

Gruppenbild Planspiel Europa mit einer 11. Klasse des Theodor-Heuss-Gymnasiums©Stadt PforzheimFoto: Leonie Schmid

Am 28. Februar veranstaltete die städtische Europabeauftragte Anna-Lena Beilschmidt in Kooperation mit der Landeszentrale für Politische Bildung das Schulplanspiele „Festung Europa?“. An dem Planspiel nahmen Schülerinnen und Schülern des Theodor-Heuss-Gymnasiums teil und konnten sich auf spielerische Weise tiefergehend mit den Themen Europa und EU-Politik auseinandersetzten. Bevor das Team der Landeszentrale für Politische Bildung in das Thema eingeführt hat, begrüßte Bürgermeister Frank Fillbrunn die Elftklässlerinnen und Elftklässler.

„Dass das Planspiel gerade jetzt stattfindet, ist natürlich kein Zufall.“, betonte Bürgermeister Fillbrunn in seiner Begrüßung und spielte damit auf die im kommenden Juni stattfindenden Europawahlen an, bei denen auch die Mehrheit der anwesenden Schülerinnen und Schüler wahlberechtigt sein werde. „Ich hoffe, die spielerische Auseinandersetzung mit der EU-Politik ermutigt euch, mit eurer Stimme die Zukunft Europas mitzugestalten.“

Einen ganzen Vormittag befassten sich die Schülerinnen und Schüler mit der europäischen Asyl- und Flüchtlingspolitik. Um die Arbeitsweise Europäischer Institutionen besser kennenzulernen, schlüpften die Jugendlichen in die Rolle von Staats- und Regierungschefs, Innenministern, Journalisten und Kommissionsvertretern der Europäischen Union. Auf diese Weise lernten sie nicht nur, wie der Europäische Gesetzgebungsprozess funktioniert, sondern konnten auch hautnah miterleben, wie schwierig es sein kann, die Interessen aller EU-Mitgliedsstaaten in einem Gesetz zu vereinen. Nach regen Diskussionen und ausgiebigen Verhandlungen gelang es den Jugendlichen schließlich, eine eigene Lösung für die europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik zu erarbeiten. Nicht nur der Lehrer der Klasse, Herr Schütze, sondern auch die Schülerinnen und Schüler waren zufrieden mit dem Ergebnis und nahmen inhaltlich viele Impulse aus dem Planspiel mit. „Spätestens heute wurde den Jugendlichen bewusst, dass die Europäische Union kein homogener Zusammenschluss von 27 Staaten, sondern ein komplexes und weltweit einzigartiges Friedensprojekt ist. Ich hoffe, sie haben nun ein besseres Verständnis davon, wie EU-Politik funktioniert und welche Stellschrauben es gibt“, so die Europabeauftragte abschließend.