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    Stand : 19.06.2021 - 17:40
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Corona in Pforzheim: Verschärfte Maßnahmen treten ab 24. Oktober in Kraft

Oberbürgermeister Peter Boch und Erster Bürgermeister Dirk Büscher stehen voll und ganz hinter den verschärften Maßnahmen, die heute für den Gesundheitsamtsbezirk Pforzheim-Enzkreis verkündet wurden. Die Allgemeinverfügung tritt ab Samstag, 24. Oktober 2020, in Kraft. 

Die wichtigsten Maßnahmen im Überblick

  • Ansammlungen von mehr als fünf Personen sind untersagt (Ausnahmen gelten für Familien und das Vereinsleben).
  • Maximal fünf Personen bei privaten Feiern, sonstige Veranstaltungen mit über 50 Personen sind untersagt.
  • Kunst- und Kultureinrichtungen sowie Kinos dürfen Veranstaltungen mit bis zu 250 Personen durchführen.
  • Sperrzeit für Speise- und Schankwirtschaften ab 23 Uhr bis 6 Uhr des Folgetages.
  • Ausschank von Alkohol ab 23 Uhr verboten
  • Kein Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit zwischen 23 und 6 Uhr.
  • Mund- Naseschutz-Pflicht in den Fußgängerzonen

 

Maskenpflicht in Fußgängerbereichen

In Pforzheim muss ab Samstag, 24. Oktober, innerhalb von Fußgängerbereichen eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden, unabhängig davon, ob die Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern zu Dritten möglich ist. Die Regelung wird angewandt auf die Kerninnenstadt (siehe Kartenausschnitt) und die Fußgängerzone in Brötzingen (Kartenausschnitt 2). „Damit haben wir jetzt eine klare und unmissverständliche Regelung in der Hand“, betont Oberbürgermeister Peter Boch. Die bisherige Reglung des Landes werde durch eine „harte Maskenpflicht“ ersetzt. Natürlich werde die neue Regelung auch kontrolliert werden. „Dabei gehen wir mit Augenmaß vor, aber da, wo es notwendig ist, auch mit der notwendigen Härte.“ Bei groben Verstößen sei ein Bußgeld von bis zu 250 Euro möglich. Im Übrigen gelte hier die Devise: „Nicht alles, was vielleicht noch erlaubt ist, muss man auch machen.“ Wer sich also außerhalb des Bereichs mit Maskenpflicht bewege, der solle „bitte auch dann Maske tragen, wenn viele Menschen gleichzeitig unterwegs sind.“

 

Sperrstunde

Erster Bürgermeister Dirk Büscher bittet alle Gastronomiebetreiber um Verständnis, die jetzt durch die Sperrstunde von 23 Uhr bis 6 Uhr früh getroffen werden. „Wir wissen, dass das für unsere Gastronomie-Betreiber alles andere als eine leichte Situation ist“, so Büscher. Zumal schon die letzten sieben Monate schwierig gewesen seien. Aber es gehe darum, Infektionsrisiken zu minimieren. „Wir müssen jetzt handeln, damit noch härtere Maßnahmen zu einem späteren Zeitpunkt vermieden werden können.“ Auch Oberbürgermeister Peter Boch hatte in der Vergangenheit immer wieder hervorgehoben, dass ein allgemeiner Lockdown unter allen Umständen verhindert werden müsse. Mit Blick auf die Kommunikation mit den Betroffenen sagt der Erste Bürgermeister: „Uns war es allerdings wichtig, die einzelnen Gastronomen vorab telefonisch oder per E-Mail zu erreichen und zu informieren.“ Er sei sehr froh, dass dies insbesondere bei sperrzeitrelevanten Betrieben weitestgehend gelungen sei. Für die Mitarbeiter im Amt für öffentliche Ordnung sei das ein Kraftakt gewesen.

 

Treffen im privaten und öffentlichen Raum

Der Oberbürgermeister betont nochmals, dass alle Maßnahmen, die nun verschärft wurden, im Kern ein Ziel haben: „Kontakte reduzieren“. Je weniger Kontakte jemand habe, desto weniger Möglichkeiten gebe es für das Virus, sich im Infektionsfall zu verbreiten. Desto besser könne das Gesundheitsamt die Kontaktnachverfolgung noch leisten. Es sei eben ein Unterschied, ob ein Infizierter einen oder 30 Kontakte gehabt habe. „Jeder kann hier etwas tun“, so der OB. So hatte Kanzleramtsminister Helge Braun appelliert jede und  jeder einzelne solle versuchen, persönliche Kontakte um 50 Prozent reduzieren. „Auch wir als politisch Verantwortliche sollten hier mit positiven Beispiel vorangehen und auf so viele Kontakte wie möglich verzichten“, sagt Peter Boch. Er appelliere daher auch an die Bevölkerung, eigene Unternehmungen so weit wie möglich zurückzufahren. Auch hier gelte die Devise: „Nicht alles, was vielleicht noch erlaubt ist, muss man auch machen.“ Er werde hier mit seiner Familie mit gutem Beispiel vorangehen. Gleichzeitig betont der OB, dass eine familienfreundliche Regelung gewählt worden sei. So seien zwar private Treffen auf 5 Personen begrenzt worden. Mehr als 5 Personen seien aber als Ausnahme zugelassen, wenn sie aus nicht mehr als zwei Haushalten kommen. Des Weiteren sieht die Allgemeinverfügung eine Ausnahmeregelung für Personen vor, die in gerader Linie miteinander verwandt sind.

 

Dank

Der Oberbürgermeister und der Erste Bürgermeister sprechen auch der Bevölkerung ihren Dank aus. „Es ist beindruckend zu sehen, wie die überwiegende Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger schon in der Vergangenheit die bestehenden Maßnahmen mitgetragen hat“. Beide seien sich sicher, dass auch das Verständnis für die jetzigen Verschärfungen groß sein werde. Dank gelte aber auch allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den verschiedensten Behörden, „die jetzt unter Hochdruck mitgearbeitet haben und die auch in den nächsten Tagen sehr mit der Umsetzung und Kontrolle der Regeln beschäftigt sein werden.“

 

Corona-Bürgertelefon

Oberbürgermeister Peter Boch ergänzt: „Wir gehen davon aus, dass es auch übers Wochenende einen großen Kommunikationsbedarf geben wird.“ Dem möchten wir unbedingt nachkommen.“ Deswegen werde am Samstag das Corona-Bürgertelefon zwischen 10 und 14 Uhr unter Telefon 07231 39-3339 zur Verfügung stehen.