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Ausstellung „Lebenswege“ im Stadtlabor

Biografiearbeit von Auszubildenden der Else-Mayer-Schule

In der Ausstellung „Lebenswege“ im Stadtlabor geht es spezifisch um die Biografiearbeit im Rahmen der Ausbildung zur Alltagsbetreuerin und Alltagsbetreuer. Dazu haben Auszubildende der Else-Mayer-Schule eine Person in ihren Praxiseinrichtungen, wie Seniorenheime, Tagespflege-Einrichtungen oder Wohnheime für Menschen mit Behinderung, ausgewählt. Der Leitgedanke „Im Mittelpunkt unserer Betrachtungen und Bemühungen sollte stets die Person stehen“ spielt dabei eine entscheidende Rolle. Die inhaltlichen Erkenntnisse wurden nun auf eine künstlerische Ebene transformiert. In ästhetisch-künstlerischen Workshops in Zusammenarbeit mit dem Team der kulturellen Bildung des Kulturamts haben die Auszubildenden mit dem Medium der Fotografie ausdrucksstarke Werke erstellt. Dafür beschäftigten sie sich mit Inhalten der Portraitfotografie, dem Fokus auf Details, der Wirkung von Farbe und vielem mehr. Außerdem konnten auch aussagekräftige Objekte ausgewählt und Texte erstellt werden, die die Gespräche und Biografiearbeit dokumentieren. Die Ergebnisse sind im Stadtlabor zu sehen.

Die Biografiearbeit bildet den Abschluss des ersten Ausbildungsjahres und hat zum Ziel, den Blick weg von der Hektik des Alltags und den Fokus mehr auf das Individuum zu richten. Die Arbeit mit Lebensgeschichten kommt in der alltäglichen Arbeit oft zu kurz. Menschen in Altenheimen und in Heimen für Menschen mit Behinderung haben kaum eine Lobby. Sie befinden sich häufig in Lebensphasen, in denen sie auf die Hilfe und Unterstützung anderer angewiesen sind. Im alltäglichen gesellschaftlichen Leben werden die Bedürfnisse dieser Menschen häufig nicht gehört. Manchmal scheint es so, als würden ihre Leben vergessen im kollektiven Gedächtnis. Umso wichtiger ist es, ihnen eine Plattform zu geben, auf der sie sich präsentieren können. So entstand eine intensive Zusammenarbeit zwischen den Bewohnerinnen und Bewohnern und den Schülerinnen und Schülern. Die Lebenswege wurden besprochen, man kommt sich als Personen näher und kann voneinander lernen. So profitieren alle Seiten von dem Projekt, welches ein wertschätzendes und liebevolles Miteinander fördert, das auf Verständnis und Akzeptanz beruht.

Folgende Auszubildende waren mit Ihren Praxiseinrichtungen an diesem Projekt beteiligt:

Adelshah Helen, Lebenshilfe Eutingen I Bär Anja, Tagespflege Lichtblicke, Wiernsheim I Barthel Jana, Haus Zion, Sternenfels I Blasini Fawziya, Seniorenzentrum Sonnhalde, Neuenbürg I Bojang Mariatou, St. Josef, Steinegg I Camara Aboubacar, Haus Maihälden, Pforzheim I Dibasey Cherno, Haus Heckengäu, Heimsheim I Ebrahimnhezad Skala, Karl Gerok Stift, Vaihingen a. d. Enz I Heinrich Arne, Johanneshaus, Niefern-Öschelbronn I Jowir Hanaa, Haus Bethesda, Neulingen I Nguini Ombga Marie Carmen, Haus Bergdorf, Büchenbronn I Raban Hayat, Alten- u. Pflegeheim Schauinsland, Eutingen I Sözen Aleyna, Seniorenpflegeheim Atrium, Pforzheim I Walter Sina, Haus Zion, Sternenfels