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Ausstellung „Gemischtes Doppel“ in der Pforzheim Galerie

Am Sonntag, 21. November ist ab 11 Uhr die Ausstellung „Gemischtes Doppel“ in der Pforzheim Galerie geöffnet und kann bis zum 30. Januar 2022 besucht werden. Die Ausstellungsreihe, die die Kuratorin Regina M. Fischer für die Stadt Pforzheim entwickelt hat, findet bereits zum vierten Mal in der Pforzheim Galerie statt.

Der Reiz dieses Ausstellungsformats ist, dass jeweils zwei bekannte Künstler aus Pforzheim und der Region, deren Schaffen wir seit vielen Jahren schätzen und kennen, sich jeweils einen Partner von außerhalb erwählen, deren Werk wiederum hier in der Gegend unbekannt ist. Aus dieser Konstellation sind auch 2021 wieder ein spannendes „Gemischtes Doppel“ entstanden.

Der Stahlbildhauer Stefan Faas aus Keltern hat den Düsseldorfer Maler Holger Kurt Jäger eingeladen,
dessen farbkräftige Gemälde uns in eine rätselhafte Welt entführen. Stefan Faas lotet die Grenzen aus, bis zu denen anthropomorphe Forme abstrahiert werden können, um noch als Figuren oder Köpfe wahrgenommen zu werden. Seine spiegelpolierten Oberflächen beziehen den Betrachter mit ein und geben, auch im übertragenen Sinne, Fläche für Reflexionen zu allgemeinmenschlichen Fragen.

Holger Kurt Jäger pflegt eine buntfarbige, realistische Malerei. Antike Statuen, die mit zeitgenössischen Bildfiguren einen gemeinsamen Raum teilen, sind nur ein Aspekt, der Fragen zur Deutung aufwirft. Jäger sagte in einem Interview 2018 mit der „Rheinischen Post“: "Mir geht es darum, dass die Betrachter die Zweideutigkeit in meinen Werken entdecken."

Der Pforzheimer Maler Alfred Müller hat die Berliner Künstlerin Anke Eilergerhard eingeladen, deren fantastische Skulpturen in additiver Weise aus zahllosen hochpigmentierten Silikon-„Sahnehauben“ aufgetürmt sind. Alfred Müllers intensiv farbige Gemälde sind aus repetitiv aneinander gesetzten Farbtupfen, die Bildgegenstände silhouettenhaft umschreiben, aufgebaut und thematisieren aktuelle Fragestellungen, wie nach Geschlechterrollen ebenso wie uralte Mythen.

Auch Anke Eilergerhard Skulpturen sind additiv aufgebaut. Sie setzt ihre fast tänzerisch anmutenden Skulpturen wie „Letizia“ oder die „Quellnymphe“ aus einer Vielzahl  von aus Silikon gespritzten Elementen zusammen. Auch wenn ihre Arbeiten streng genommen abstrakt sind, ergibt sich im Zusammenspiel von Bewegung, Farbe und Name eine enorme Assoziationsfülle.

Die Kuratorin hat nicht nur mit Bedacht die Protagonisten nominiert, sondern auch die Werkauswahl und die Hängung der Ausstellung, im engen Dialog mit den Künstlerinnen und Künstlern, bewusst im Hinblick auf die Ausstellung als Ganzes vorgenommen. In der Ausstellung erwarten die Besucher zwei spannende Pas de deux. Farbe, Struktur und Oberflächen, sowie weitgefächerte inhaltliche Spannungsbögen schaffen Verbindungen und lassen vermeintlich bekannte Zusammenhänge im neuen Licht erscheinen.

„Die neuen Perspektiven die sich auf die jeweilen Werke ergeben, nehmen den Besucher auf eine besondere Reise mit, welche die künstlerische Qualität der jeweiligen Künstler auf besondere Art und Weise hervorhebt und miteinander verbindet “ ergänzt Kulturbürgermeisterin Sibylle Schüssler.

Bitte beachten Sie, dass der Zutritt nur nachweislich und vollständig Geimpfte gegen COVID-19 (die Zweitimpfung muss jedoch mindestens vor 14 Tagen stattgefunden haben) und nachweislich COVID-19 Genesene unter Vorlage des PCR-Labortestergebnisses, welches nicht jünger als 28 Tage und nicht älter als 6 Monate sein darf.

Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie unter www.pforzheim.de/pfg
Pforzheim Galerie, Bleichstr. 81, 75173 Pforzheim
Öffnungszeiten: Mi + Sa 14 – 17, So 10 – 17 Uhr | Der Eintritt ist frei.