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Aufstieg und Niedergang der Brückenbaufirma Benckiser

Gut besuchter technikgeschichtlicher Vortrag von Prof. Martin Trautz im Stadtarchiv

Prof. Trautz beim Vortrag (Foto: Stadtarchiv)

Mit der Geschichte der Brückenbaufirma Benckiser wandte sich der Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe des Stadtarchivs in Kooperation mit der Löblichen Singergesellschaft 1501 Pforzheim der Stadtgeschichte einmal aus einer wirtschafts- und technikgeschichtlicher Perspektive zu. Prof. Trautz führte die ca. 80 Zuhörerinnen und Zuhörer vergangenen Montag in die Zeit der Industrialisierung und der Verkehrsrevolution durch die Eisenbahn. Für die Eisenbahn wurden stabile Brücken benötigt, das Schmiedeeisen lieferte den geeigneten Baustoff dazu. Diese Zusammenhänge konnten am Aufstieg der Firma Benckiser aufgezeigt werden. Welche besondere Innovationskraft Gebrüder Benckiser hier in Pforzheim entfaltete, wurde auch an anderen Presonen deutlich, die mit Benckiser verbunden sind und von Prof. Trautz vorgestellt wurden: etwa Julius Naeher, Bernhard Bilfinger oder Carl Benz. Die Auer Brücke, die erste schmiedeeiserne Brücke in Süddeutschland, die 1851 von Gebr. Benckiser nach einem Entwurf von Julius Naeher errichtet wurde, legte sprechendes Zeugnis von der damaligen Fortschrittlichkeit ab.

Mit Prof. Martin Trautz war ein Referent zu Gast, der sich seit Jahren dafür engagiert, dass die überregionale Bedeutung der Firma Benckiser auch in ihrer Heimatstadt wahrgenommen und als kulturelles Erbe gepflegt wird. Zusammen mit Friedmar Voormann hat er in Band 4 der Neuen Beiträge zur Pforzheimer Stadtgeschichte des Stadtarchivs einen Aufsatz über die Brüder Benckiser veröffentlicht. Der Aufsatz ist illustriert mit historischen Fotografien vom Bau der Eisenbrücken. Sie stammen aus dem Archiv von Nachfahren der Gebrüder Benckiser, die zum Vortrag nach Pforzheim angereist waren und auch die Gelegenheit nutzten, im Stadtarchiv den Spuren der eigenen Familiengeschichte zu folgen.