Zum Inhalte springen
  • icon31 °C
    icon
    31 °Cmin: 29 °C
    max: 33 °C
    Niederschlag : 0 mm
    Bewölkung : 81 %
    Luftdruck : 1011 hPa
    Wind : 3 m/s aus Südosten
    Stand : 19.06.2021 - 17:40
  • Kontrast

Was wäre, wenn… Corona neues Wohnen möglich macht?

Digitaler Themenabend „What if…“ zum Wohnen während und nach der Pandemie

Flyer "What if.."

Wie wollen, wie werden wir in Zukunft wohnen und leben? Zu dieser Frage gestaltet die Stadt Pforzheim einen Dialog, der das Initiativprogramm Wohnen greifbar und konkret macht. Als eines von verschiendenen Formaten setzt Pforzheim auf spezielle Gesprächsabende, die aktuelle Themen, Herausforderungen und Aufgaben für die Gesellschaft und damit für die ganze Stadt aufgreifen.

Nachdem Ende März bereits ein Themenabend mit Kurzvorträgen und Diskussion die Auswirkungen des Klimawandels auf das Wohnen beleuchtet hat, und was dies für Pforzheim bedeutet, beschäftigt sich der nächste Themenabend am 10. Juni von 18 bis 19 Uhr nun damit, ob und wie die Corona-Pandemie das Wohnen der Zukunft verändern wird, verändern sollte: „What if… Was wäre, wenn… Corona neues Wohnen möglich macht?“ Die Corona-Pandemie wirkt wie ein Brennglas auf die sich verändernden Beziehungen zwischen Leben, Wohnen und Arbeiten. Lockdowns, Home-Office und Co. verändern die Ansprüche an Wohnraum und Wohnumfeld, neue Bedürfnisse entstehen. Video-Meetings haben unser Mobilitätsverhalten nachhaltig verändert, öffentliche Freiräume und Naherholungsgebiete in direkter Nachbarschaft an Bedeutung gewonnen. Die Bedeutung des Begriffes „Zuhause“ wandelt sich.

Wie hat sich Wohnen durch Corona verändert? Welche neuen Ansprüche und Möglichkeiten sind entstanden für das Wohnen und Leben in der Stadt? Ergeben sich Chancen für die Zukunft? Das Planungsdezernat lädt dazu ein, diese Fragen im Rahmen des Themenabends zu diskutieren. Bau- und Planungsdezernentin Sibylle Schüssler ist überzeugt: „Wie sich das Wohnen nach Corona gestaltet, ist ein sehr wichtiges Thema und eine herausfordernde Frage. Dabei ist es mir geradezu ein Herzensanliegen, dass wir als Stadt mehr auf die Bedürfnisse der Menschen eingehen. Dass wir für unseren Themenabend nun starke Fachleute nach Pforzheim holen konnten, darüber freue ich mich daher besonders.“ Die digitale Veranstaltung steht allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern offen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Den Start des Themenabends gestalten zwei ausgewiesene Experten mit kurzen Vorträgen. Jakob Dunkl (Gründer und Inhaber von querkraft architekten, Wien) fokussiert auf das Thema „emotionale Nachhaltigkeit“ und die langfristigen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf unsere Wohn- und Lebensbedürfnisse. Ein besonderes Augenmerk legt der Architekt auf die Bedeutung öffentlicher Räume, städtischer Frei- und Straßenräume. In einem zweiten Impulsvortrag reflektiert Stadtplaner Torsten Becker (Gründer und Inhaber von TOBE.stadt, Frankfurt a. M.), wie sich Home-Office und Home-Schooling auf unsere Ansprüche an Wohnraum und Wohnumfeld auswirken. Und wie Stadtquartiere künftig gestaltet werden müssen, um diesen Ansprüchen gerecht zu werden. Fragen des virtuellen Publikums werden in der anschließenden Diskussion beleuchtet. Moderiert wird der Themenabend von der Prozessbegleiterin Kristina Oldenburg (Gründerin und Inhaberin von Kokonsult).

Die Veranstaltung findet als Videokonferenz über die Plattform "ZOOM" statt und über den Link https://us02web.zoom.us/j/86841349972?pwd=TkhYTnNBNG5JeFBibDViSVVtTDFaQT09 zu erreichen. Zur digitalen Teilnahme ist ein Computer/Laptop/Tablet sowie idealerweise eine stabile Internetverbindung notwendig. Es muss keine zusätzliche Software heruntergeladen werden, ein gängiger Browser genügt. Eine Anleitung für die Teilnahme befindet sich auf der Webseite der Stadt Pforzheim unter https://www.pforzheim.de/stadt/aktuelles/pressemeldungen. Möglichkeiten zur Beteiligung werden während des Themenabends erläutert.

 

Hintergrund: die Vortragenden im Portrait

Jakob Dunkl (querkraft architekten/Wien)

Jakob Dunkl, geboren 1963, ist einer der Gründer und Inhaber von querkraft architekten. Gemeinsam mit Peter Sapp und Gerd Erhartt ist er seit 1998 auf der Suche nach unkonventionellen Lösungen, um Menschen Raum zur Entfaltung zu geben. Poetischer Pragmatismus ist jene Formulierung, die das Streben des Wiener Architekturbüros wohl am besten beschreibt. Neben diversen Lehrtätigkeiten und Sprecherfunktionen im Bereich Baukultur hat Jakob Dunkl gemeinsam mit seinen Partnern zahlreiche Preise und Auszeichnungen wie Staatspreise oder den Preis der Stadt Wien für Architektur erhalten. Das etwa 45-köpfige Team von querkraft arbeitet vor allem in Bereichen wie Wohnbau, Kultur- und Bildungsbau, Büro- und Industriegebäude.

Torsten Becker(TOBE.stadt/Frankfurt a. M.)

Nach Beendigung des Studiums der Raum- und Umweltplanung 1998 an der Universität Kaiserslautern (Abschluss Dipl.-Ing.) arbeitete Torsten Becker vier Jahre lang im Büro AS&P – Albert Speer & Partner in Hannover und Frankfurt am Main im Bereich Stadtplanung und Städtebau. Der Gewinn eines städtebaulichen Wettbewerbs in Augsburg für die ehemalige Sheridan-Kaserne 2001 war für ihn Anlass, den Schritt in die Selbständigkeit zu wagen. Seit April 2002 ist er freiberuflicher Stadtplaner mit eigenem Büro und 6 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. In einer Vielzahl von städtebaulichen Wettbewerben konnte er Preise und Anerkennungen gewinnen. Mehrere Stadtquartiere (u.a. Augsburg, Würzburg, Neu-Ulm, Wiesbaden) sind auf Basis seiner Entwürfe realisiert worden oder sind derzeit in Realisierung. Als Preisrichter war er in den letzten Jahren in einer Vielzahl von Wettbewerben tätig. Seit 2018 ist er Vorsitzender des Städtebaubeirats der Stadt Frankfurt am Main.