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Oberbürgermeister pflanzt Jungbäume für Pforzheimer Nachwuchs

Ein Kind ein Baum – Jahrgangswäldle 2019

v.l. Amtsleiter Markus Haller, Oberbürgermeister Peter Boch, Mario Seefelder und Martin Hof von der Forstverwaltung und Emine Akyüz von der Koordinierungsstelle Familienfreundliche Stadt

Im Haidach entsteht ein Jahrgangswäldle. Wo vor kurzem noch von Borkenkäfer befallene Fichten standen, kann nun Neues wachsen. Auf einer Fläche von 7.000 Quadratmetern pflanzt die städtische Forstwirtschaft für jedes der 1407 Pforzheimer Kinder, die im Jahr 2019 geboren wurden, einen Baum. Das ist auch das Motto der Aktion: Ein Kind ein Baum. Die Idee dazu stammt von Oberbürgermeister Peter Boch. Er brachte sie 2019 aus seinem Urlaub mit, als er sich bei der Lektüre über den Pforzheimer Babyboom und die Klimaschutz-Thematik die Frage stellte: „Warum schaffen wir es nicht, für jedes einzelne neugeborene Kind einen eigenen neuen Baum zu pflanzen?“ Schnell nahm er Kontakt auf zum Leiter des Amts für Umweltschutz, Markus Haller, der sich für die Idee begeisterte und sogleich nach einer geeigneten Fläche suchte und sie schließlich im Haidach fand. „Es soll nicht bei einer einmaligen Aktion bleiben“, verspricht der Amtsleiter, „Wir wollen sie nächstes Jahr fortsetzen.“

Auch die Koordinierungsstelle Familienfreundliche Stadt wurde eingebunden und plante bereits ein größeres Event. „Gerne hätten wir heute Familien zusammen gebracht, deren Kinder 2019 geboren wurden“, sagt Emine Akyüz von der Koordinierungsstelle. „Allein Corona hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht.“ Dies soll, wenn die Pandemie es zulässt, im Frühjahr 2021 nachgeholt werden.

„Mich freut es, dass die Idee jetzt so schnell umgesetzt werden konnte“, sagt Oberbürgermeister Peter Boch, der mit Blick auf den Klimawandel betont: „Der Klimaschutz ist eine unserer größten Zukunftsaufgaben. Mit unserer Aktion leisten wir hierzu einen kleinen, aber feinen Beitrag.“ Schön sei auch, dass die Themen Umweltschutz und Familienfreundlichkeit miteinander verbunden werden könnten. „Mit dieser Aktion wollen wir jungen Familien zeigen, dass sie bei uns willkommen sind und einen Platz zum Wachsen haben.“ Bei der Vorstellung des Jahrgangswäldles am 23. November pflanzte der Rathauschef symbolisch einen Baum.

Die neu gepflanzten Bäume sind eine Mischung aus 900 Stieleichen, 250 Hainbuchen, 250 Winterlinden und 100 Vogelkirschen. Diese Laubbäume sind extra an den Klimawandel angepasst und nicht anfällig für Borkenkäferbefall. Um die Jungbäume vor Wild zu schützen, haben die Jagdpächter das Gebiet im Haidach, nahe der Gartenanlage Mangerwiese umzäunt.