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Stadt trauert um Ehrenbürger Werner Wild

Die Stadt Pforzheim trauert um ihren Ehrenbürger Werner Wild, der am 30. September im Alter von 94 Jahren in Oberkirch verstorben ist.

Werner Wild, ehemaliger Geschäftsführer und Inhaber der Firma Otto Wild KG, war ein großzügiger Unterstützer von kulturellen Projekten und engagierte sich über mehrere Jahrzehnte hinweg zum Wohle Pforzheims. Für sein Engagement erhielt er im Jahr 2003 zunächst die Bürgermedaille, danach folgte 2016 der Ehrenring und schließlich am 22. Juni 2018 die Ehrenbürgerwürde der Stadt Pforzheim. „Mit diesen hohen Auszeichnungen hat seine Geburtsstadt sein langjähriges, großzügiges und uneigennütziges Engagement zum Wohle Pforzheims gewürdigt. Ich bedauere, dass wir diese herausragende Persönlichkeit verloren haben. Meine Anteilnahme gilt der Familie Werner Wilds“, so Oberbürgermeister Peter Boch.

Mit seiner 1999 gegründeten Werner Wild Stiftung prägte Wild die Kulturlandschaft Pforzheims maßgeblich mit. Doch auch vor der Gründung der Stiftung engagierte sich Werner Wild für die kulturellen Bedürfnisse seiner Heimatstadt. Dank seiner Großzügigkeit konnten in Pforzheim Kunstobjekte angekauft und verschiedene Projekte realisiert werden, die ohne seine Mitwirkung nicht möglich gewesen wären. Sichtbare Beispiele hierfür sind das Stadtwappen an der Westfassade des Neuen Rathauses, die Plastik „Victoire“ von Heinz Mack auf dem Areal des Reuchlinhauses oder die Reuchlin-Denkmäler von Matthias Dämpfle im Stadtgarten und von Ernst Rietschel im Schloßpark. Auch der Umbau des Technischen Museums wurde erst durch die Unterstützung der Werner Wild Stiftung möglich. Doch nicht nur in Bronze und Stein manifestiert sich Wilds Mäzenatentum. Der Renaissance-Papageien-Anhänger, den die Stiftung dem Schmuckmuseum schenkte, besteht zum Beispiel aus Gold, Diamanten, Rubinen und Perlen. Über Jahrzehnte hinweg unterstützte Wild darüber hinaus zahlreiche kulturelle Institutionen in der Stadt, darunter das Theater, das Kulturhaus Osterfeld und das Südwestdeutsche Kammerorchester. Werner Wild verstand die Verleihung des Ehrenbürgerrechts als Bestätigung seiner Lebensarbeit. „Ohne Werner Wild wäre unsere Kulturlandschaft nicht das, was sie heute ist. Er hat einen großen Beitrag zum Allgemeinwohl geleistet. Der Tod eines so vorbildlichen und engagierten Mitbürgers stimmt mich überaus traurig“, zeigt sich Kulturdezernetin Sibylle Schüssler betroffen.

Die Werner Wild Stiftung fördert kulturelle Aktivitäten in Pforzheim, im Enzkreis und in Lichtenau, wo sich ein Zweigwerk der Otto Wild KG befand. Dank der Stiftung und des persönlichen Engagements des Kunstmäzens konnten zahlreiche Erwerbungen ermöglicht werden.