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Rathausspitze gegen Alkoholverbot auf Weihnachtsmärkten

Oberbürgermeister Peter Boch und Erster Bürgermeister Dirk Büscher unterstützen die Position von Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut, die sich gegen ein Verbot von Alkohol auf den diesjährigen Weihnachtsmärkten ausgesprochen hat. Ein solches war zuvor von ihrem Kabinettskollegen, Sozialminister Manfred Lucha, angekündigt worden. Oberbürgermeister Boch sagt nun: „Die Städte und Gemeinden können selbst am besten entscheiden, ob es die räumlichen Gegebenheiten vor Ort zulassen, geeignete Hygienekonzepte für den Ausschank von Glühwein umzusetzen.“ Dies müsse nicht zentral von der Landesregierung geregelt werden. „Neben den örtlichen Verhältnissen kommt es sehr auf das jeweilige Infektionsgeschehen an, das sich regional ja durchaus unterscheiden kann“, ergänzt Erster Bürgermeister Dirk Büscher. Dieser Vorbehalt gelte aber ohnehin ganz grundsätzlich für die Durchführung von Weihnachtsmärkten in diesem Jahr.

Die Stadt Pforzheim setzt alles daran, den diesjährigen Weihnachtsmarkt trotz Corona in einer durchführbaren Form zu ermöglichen. Ein erstes Abstimmungsgespräch mit dem Schaustellverband hat dazu bereits stattgefunden. Die Runde sprach unter anderem darüber, wie ein Weihnachtsmarkt in räumlich entzerrter Form aussehen könnte. „In Pforzheim ist es durchaus vorstellbar, mit guten Hygienekonzepten auch einen kontrollierten Ausschank von Alkohol zu ermöglichen“, so Oberbürgermeister und Erster Bürgermeister in ihrem Statement. Natürlich müssten dafür klare Rahmenbedingungen definiert werden. So hatte Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut „zeitliche Verkaufsbeschränkungen oder den Verzicht auf Hochprozentiges“ ins Spiel gebracht. Es sei klar, dass der Alkoholausschank anders aussehen werde als in normalen Jahren. Über die Details werde noch zu sprechen sein, heißt es von Seiten der Rathausspitze.

„Aber gemeinsames Beisammensein bei einer Tasse heißem Glühwein gehört zum Weihnachtsmarkt dazu“, meint der Oberbürgermeister abschließend. Die allermeisten Bürgerinnen und Bürger würden für dieses „mehr an Lebensgefühl“ sicher auch „gewisse Einschränkungen“ in Kauf nehmen, zumal im Freien das Ansteckungsrisiko geringer sei als in Innenräumen.