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Stadt Pforzheim möchte Museen Schritt für Schritt wieder eröffnen – los geht es mit dem Schmuckmuseum bereits am Freitag

Bewerbung für das Förderprogramm „Neustart“

Bürgermeisterin Sibylle Schüssler

Nach der neuen Corona-Verordnung können Museen, Ausstellungen und Galerien wieder eröffnen, wenn sie geeignete Schutzmaßnahmen für Besucher und Personal ergreifen. Dazu gehört zum Beispiel eine gute Besuchersteuerung. Gerade kleinere und mittlere Einrichtungen stellt die Umsetzung dieser Auflagen vor große Herausforderungen. Die Stadt Pforzheim hat daher ein Konzept erarbeitet, bei dem die einzelnen Museen nach und nach wieder eröffnen – beginnend mit dem Schmuckmuseum. „Bereits am kommenden Freitag öffnen hier wieder die Tore. Dort ist weiterhin die Ausstellung „Die Welt neu geordnet – Schmuck aus der Zeit Napoleons“ zu sehen. Somit ist auch am Internationalen Museumstag am 17. Mai das Schmuckmuseum nicht nur digital sondern auch analog geöffnet“, freut sich Kulturbürgermeisterin Sibylle Schüssler.

Die Schwierigkeiten, vor denen kleinere und mittlere Einrichtungen stehen, hat auch die Bundesregierung erkannt und bietet daher für solche Häuser das Förderprogramm „Neustart“ an. Möglich ist dabei eine Förderung zwischen 10.000 und 50.000 Euro pro Kultureinrichtung. „Wir werden uns auf jeden Fall bewerben“, so Bürgermeisterin Schüssler. Gerade was den Einbau von Schutzvorrichtungen oder die Optimierung der Besuchersteuerung angehe, könnten die Fördermittel bei einer Wiedereröffnung hilfreich sein.

So wird das Schmuckmuseum zunächst nur für Einzelbesucher bzw. Paare oder Familien geöffnet. Je Ausstellungsraum können sich bis zu fünf Personen aufhalten dabei gilt die Pflicht, einen Mund-Nase-Schutz zu tragen und die Abstandsregeln einzuhalten. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, auf die ersten zehn Museumsgäste wartet eine kleine Überraschung. Der Kassenbereich wird mit einem Infektionsschutz versehen, Desinfektionsmittel stehen bereit. Ebenso erhalten die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen entsprechende Schutzausstattung und werden im Hinblick auf die neue Situation geschult. Museumsshop und Café im Schmuckmuseum bleiben zunächst noch geschlossen.

Für die sechs weiteren städtischen Museen - das Technische Museum, das Museum Johannes Reuchlin, das Bäuerliche Museum, das Archäologische Museum, die Pforzheim Galerie und das Stadtmuseum – ist derzeit also eine schrittweise Wiedereröffnung angepeilt. „Wir werden das jeweils rechtzeitig vorher kommunizieren“, so die Leiterin des Kulturamts, Angelika Drescher. Wichtig sei es, jede Wiedereröffnung „sehr sogfältig und verantwortungsvoll vorzubereiten.“