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Wechsel im Vorsitz des SWP-Aufsichtsrates - Thüga-Chef Michael Riechel und Oberbürgermeister Peter Boch übernehmen den künftigen Vorsitz

Strategiesitzung der SWP bei der Thüga in München

 

Im Aufsichtsrat der Stadtwerke Pforzheim (SWP) gibt es eine Veränderung. Die bisherigen Vorsitzenden, Erster Bürgermeister Dirk Büscher und sein Stellverteter Otto Bernd Huber (Thüga), werden ihre Aufgaben im Aufsichtsrat abgeben. Dies wurde im Rahmen einer Strategiesitzung der SWP mit der Thüga in München besprochen. Mit Oberbürgermeister Peter Boch und dem Vorstandsvorsitzenden Michael Riechel wird der Aufsichtsrat jetzt zur Chefsache. Nachdem 2018 die Ergebnisse des Unternehmens die Erwartungen nicht erfüllt hatten, danach eine öffentliche Diskussion einsetzte und ein Strategiewechsel vollzogen wurde, haben sich die Dinge mittlerweile beruhigt und erste Verbesserungen sind sichtbar: „Wir wollten bewusst einen Zeitpunkt abwarten, an dem sich die Lage etwas entspannt hat, damit wir auf einer besseren Grundlage neue Impulse setzen können“, so Oberbürgermeister Peter Boch. „Die SWP sind wieder in ruhigeren Fahrwassern. Der Zeitpunkt der Veränderung ist jetzt.“

In einer ersten Stellungnahme verweist der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende Dirk Büscher auf die zuletzt erreichten Erfolge: „Wir konnten in den vergangenen Monaten spürbare Veränderungen und Verbesserungen anstoßen. Gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und der Geschäftsleitung haben wir den Negativtrend gestoppt, die ersten Zahlen sind sehr vielversprechend.“ Dies sei für ihn ein guter Zeitpunkt, um sich aus den großen zeitlichen Belastungen an dieser Stelle herauszunehmen und sich mehr auf die städtischen Angelegenheiten als Erster Bürgermeister zu konzentrieren.

Büscher nannte vor allem seine Aufgaben als Finanzdezernent und die weitere Ausrichtung der Bäderlandschaft, die künftig noch stärkere Präsenz und Aufmerksamkeit einfordern würden: „Die letzte Sitzung des Haushaltsstruktur-Ausschusses hat es sehr sichtbar gemacht. Wir arbeiten mit großer Intensität an neuen Strukturen der Haushaltswirtschaft, um mehr Transparenz und bessere Grundlagen für die Entscheidungsfindung des Gemeinderates herzustellen.“ Dies sei von großer Bedeutung für die weitere Entwicklung der Stadt. „Die gute Entwicklung der Stadtfinanzen in jüngerer Zeit hat mich in meiner Entscheidung nur berstärkt“, sagt der Finanzdezernent. Ebenso sei die enge Verzahnung zwischen Finanzwirtschaft und Bäderfrage in letzter Zeit immer deutlicher sichtbar geworden. „Gleichzeitig habe ich in den vergangenen Monaten sehr viele Stunden mit der Bewältigung von Themenstellungen aus den SWP zugebracht, das musste ich ändern“, so Büscher abschließend.

Mit dem neuen Vorsitz im Aufsichtsrat der Stadtwerke Pforzheim gewinnen das Gremium und das gemeinsame Unternehmen an Bedeutung. Diese Lösung bedeutet auch eine Veränderung in der Dezernatsstruktur des Rathauses. Der Gemeinderat wird sich Ende März damit beschäftigen. „Ich bin mir bewusst, dass auf mich noch mehr Arbeit zukommt“, so Oberbürgermeister Peter Boch. Aber dazu sei er gerne bereit. „Aus meiner Sicht ist es ein ganz wichtiges Signal, dass mit dem Oberbürgermeister und dem Vorstandsvorsitzenden der Thüga die Spitzen der jeweiligen Gesellschafter an höchster Stelle Verantwortung für die wichtigste städtische Beteiligungsgesellschaft übernehmen, so wie es in vielen anderen Städten ganz selbstverständlich ist.“ Seine Wahrnehmung sei, dass man auf der soliden Basis der vergangenen Monate das Unternehmen gemeinsam in eine erfolgreiche Zukunft führen wird.

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