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Offener Brief des ADFC zum Arbeitskreis Radverkehr ruft Unverständnis hervor

Die Stadt Pforzheim reagiert auf den offenen Brief des ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e.V.) an Oberbürgermeister Peter Boch mit Unverständnis.

„Von Herabwürdigung kann keine Rede sein“, führt Bürgermeisterin Sibylle Schüssler mit Blick auf einen in dem Brief artikulierten Vorwurf aus. In diesem hatte der ADFC das temporäre Aussetzen weiterer Treffen des Arbeitskreises Radverkehr kritisiert und als geringe Wertschätzung bezeichnet. Das Gegenteil sei der Fall, sagt nun Sibylle Schüssler. Die Treffen des „Arbeitskreises Radverkehr“ führten regelmäßig zu umsetzungsreifen Maßnahmen. „Ich spreche meinen besonderen Dank nicht zum ersten Mal allen ehrenamtlichen Mitstreitern in diesem Arbeitskreis aus, die mit großem Engagement und Sachverstand einen wertvollen Input geben“, so die Bürgermeisterin.

Mit Einrichtung und Etablierung des Mobilitätsbeirats als auch der Fortschreibung des Verkehrsentwicklungsplans als Mobilitätsentwicklungsplan hat die Stadt zunächst die Treffen des Arbeitskreises Rad ausgesetzt, um in einem koordinierten und fundierten Prozess alle Mobilitätsverkehre weiterzuentwickeln. Ziel des Prozesses ist ein integrativer Ansatz, nämlich alle Akteure der Mobilität zu beteiligen und möglichst im Konsens die weitere Entwicklung voranzutreiben. Fußverkehr, Radverkehr, ÖPNV, Auto- und Motorradverkehr sowie Lieferverkehr werden ebenso betrachtet wie der ruhende Verkehr. Die separate Betrachtungsweise einzelner Verkehre soll der Vergangenheit angehören, führten sie doch regelmäßig zu Konflikten. Grund genug also, sich neu zu sortieren und einem gemeinschaftlichen Vorgehen alle Akteure zu beteiligen. Dies wurde so auch den Vertretern des ADFC mitgeteilt.

Aktuell ist ein renommiertes Büro damit beauftragt, die bestehenden Planungen sowie das Radverkehrskonzept von 2013 nochmals kritisch zu hinterfragen um gegebenenfalls neue und dem aktuellen Stand der Planung und Technik angepasste Wege aufzuzeigen. Der Zwischenstand dieser Arbeit wird Mitte Januar einer Gruppe Radakteuren (u.a. ADFC) zur Diskussion vorgestellt, um das überabeitete Resultat den politischen Gremien zur Aussprache vorzulegen.