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What if… was wäre wenn wir anders wohnen?

4 Zimmer, Küche, Bad, Balkon

Im Rahmen ihrer Reihe „what if… was wäre wenn?“ lädt das Dezernat für Planen, Bauen, Umwelt und Kultur der Stadt Pforzheim alle Interessierten zum Gesprächsabend mit den Gestaltungsbeiräten Pforzheims ein. Unter dem Titel „4 Zimmer, Küche, Bad, Balkon“ geht die Veranstaltung am Donnerstag, 12. Dezember, um 19 Uhr im „Haus der Jugend“ (Westliche Karl-Friedrich-Straße 77, 75172 Pforzheim) dem großen Thema Wohnen nach, das auch in Pforzheim große Chancen und Herausforderungen mit sich bringt.

Die Gesellschaft ändert sich. Vielfältige Lebenskonzepte und damit verbundene Wohnbedürfnisse stellen neue Anforderungen an Wohngebäude. Das Familienmodell mit Mutter, Vater und zwei Kindern ist ein Lebensstil, den es zunehmend weniger gibt - oder nur auf Zeit. Single-, Patchwork-, gemeinschaftliches oder temporäres Wohnen sind Trends für neue Arten zu Wohnen und zu leben. Gefragt sind deshalb Gebäude, die flexibel und anpassungsfähig sind. Gebäude, die Antworten geben auf Herausforderungen des Klimawandels, der Bau- und Wohnkosten sowie des sozialen Miteinanders. Selbstbestimmt Wohnen und Leben so lange es geht - hier sind neue Ideen und Wohnformen gefragt.

Wie müssen Raumkonzepte in Zukunft aussehen - jenseits der konventionellen 4ZKBB-Wohnung? Wie sieht das Leben in der urbanen Stadt der Zukunft aus? Welches Bild haben wir von einem selbstbestimmten Wohnen in jedem Alter? Welche Rolle haben Architekten und Planer, diese Architekturen zu entwerfen und Stadt Weiter zu bauen? Und wie können Politiker, Grundstückseigentümer und andere Akteure den Wohnungsmarkt mit gestalten?

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Für eine Kommune ist Architekturqualität nicht nur Chance der überregionalen Repräsentation, sondern vor allem auch Verpflichtung gegenüber der Bevölkerung. Nicht zuletzt ist dies ein Grund für das Land Baden- Württemberg, die Einrichtung und die Arbeit von Gestaltungsbeiräten zu unterstützen. So findet auch der vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau und der Architektenkammer Baden-Württemberg durchgeführte erste landesweite Erfahrungsaustausch Gestaltungsbeirat am 13. Dezember in Pforzheim statt.

Der Gestaltungsbeirat Pforzheim besteht aus fünf renommierten Expertinnen und Experten aus den Bereichen Architektur, Stadtplanung und Landschaftsarchitektur und tagt vier bis fünf mal jährlich. Seit Januar 2017 setzt sich der Gestaltungsbeirat zusammen aus: Professor Ludwig Wappner (Vorsitz, München/Karlsruhe), Professorin Dorothea Voitländer (stellv. Vorsitz, Dachau/Würzburg-Schweinfurt), Professorin Uta Stock-Gruber (Buch am Erlbach/Weihenstephan-Triesdorf), Christoph Felger (Berlin) und Henning Ehrhardt (Stuttgart). 2009 eingerichtet, befördert der Gestaltungsbeirat seit nunmehr 10 Jahren den öffentlichen Diskurs zu Stadtbild und Baukultur in Pforzheim. Als informelles, neutrales und unabhängiges Beratungsgremium hat er die Aufgabe, stadtbildprägende Bauvorhaben zu begleiten und deren architektonisch- städtebauliche Qualität zu sichern. Das Il Tronco, der Gasometer oder das Wohnhochhaus an der Güterstraße - aber auch Projekte der Alltagsarchitektur wie Wohnbauten und Geschäftshäuser wurden in den Sitzungen seither erörtert und diskutiert. Beraten wurden bislang über 150 Projekte. Impulse wurden gegeben, die meist zu erheblichen Verbesserungen für Stadtbild und Nutzwert führten - ohne dabei Kosten oder Bauzeiten in die Höhe zu treiben. Die Beratungen sind für Bauherrschaft und deren Architekt*innen kostenfrei.