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Leitungsarbeiten für Innenstadt-Ost schreiten voran

Bereiche Deimlingstraße/Zerrennerstraße, Schloßberg/Östliche und Alter Schloßberg

Gute Nachrichten für die Verkehrsteilnehmer: Nach den Beeinträchtigungen im Kreuzungsbereich Deimlingstraße/Zerrennerstraße werden  die Fahrspuren auf Höhe der Stadtbibliothek am kommenden Dienstag, 6. August, nachmittags wieder für den Verkehr freigegeben. Zunächst wird die provisorische Ampelanlage abgebaut und das ursprüngliche Signalprogramm für die Kreuzung wieder aufgespielt. „Eine deutliche Verbesserung des Verkehrsflusses in der Zehnthofstraße und dem Altstädter Kirchenweg ist durch den Wegfall dieses Nadelöhrs zu erwarten“, so Michael Strohmayer, Leiter der städtischen Kommunikation.

Schwierige Arbeiten an vorhandenen und neu gebauten Gasleitungen waren zu bewerkstelligen. So mussten im knapp bemessenen Zeitfenster bestehende Gas- und Wasserleitungen unter Sicherung anderer vorhandener Versorgungsleitungen zunächst freigegraben und aufwändige Montagegruben hergestellt werden. In weiteren Arbeitsschritten wurde die im Vorfeld neu verlegte Gasleitung an den Altbestand angeschlossen und in Betrieb genommen. Dabei sind Arbeiten an Gasleitungen unter Betrieb besonders heikel, da es einen Gasaustritt unter allen Umständen zu vermeiden gilt. Um die Trennungs- und Anschlussarbeiten gefahrenfrei durchzuführen, musste die gesamte Fachkenntnis der vor Ort zuständigen Fachfirma in Zusammenarbeit mit einer Spezialfirma sowie den zuständigen Baubeauftragten der Stadtwerke Pforzheim (SWP) aufgewendet werden. Die Fachleute der SWP bescheinigten beiden Firmen einen „gelungenen Auftritt“.

Noch für eine gewisse Zeit ein neuralgischer Punkt wird dagegen die Kreuzung Deimlingstraße/Östliche bleiben. Hier wird weiterhin nur eine Spur, vom Schloßberg kommend, für die Verkehrsteilnehmer zur Verfügung stehen. Umfangreiche Leitungsarbeiten im Fernwärmenetz, für die Gas- und Wasserversorgung und das Telekommunikationsnetz sowie der Bau eines Abwasserkanals durch den städtischen Eigenbetrieb Stadtentwässerung (ESP) werden in diesem Verkehrsknoten über die nächsten Monate nicht für Entspannung sorgen.

Auch im Bereich Östliche/Fußgängerzone werden derzeit ebenfalls umfangreiche Tiefbau- und Verlegearbeiten für Versorgungsleitungen vorgenommen. Aktuell werden Fernwärmeleitungen neu verlegt und verschweißt. Im Anschluss folgt im selben „Stufengraben“ die Verlegung der Gas- und Wasserleitungen sowie der Rohre und Leitungen für Stromversorgung und Telekommunikation.

Alle Projektbeteiligten sind bemüht, bis zum Beginn des Oechslefests so viele Grabenabschnitte wie möglich zu schließen, jedoch werden auch über die Dauer des Festes Bauarbeiten stattfinden. Hierzu steht die technische Projektkoordination schon längere Zeit in kontinuierlicher Abstimmung mit Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim (WSP). Ab 20. August wartet ein großer Abwasserkanal in rund 5 Metern Tiefe darauf, gebaut zu werden. Die Arbeiten des ESP starten von der Kreuzung Deimlingstraße/Schloßberg in Richtung Marktplatz, werden aber vor dem Aufbau des Weihnachtsmarktes abgeschlossen sein.

Mit der Asphaltierung einer provisorischen Aufstellfläche für die Feuerwehr im Blumenhof wurde die Bauphase im Alten Schloßberg am 29. Juli eingeläutet. Ebenfalls begonnen haben die Tiefbauarbeiten zur Herstellung der 3 Meter breiten Leitungsgräben in Höhe der Treppenanlage Blumenhof. Aus Sicherheitsgründen sowie zum Verschwenken der Leitungstrasse muss die Treppe zu diesem Zweck ab Dienstag, 6. August, gesperrt werden. Umleitungen für den Fußgängerverkehr, auch barrierefrei, werden ausgeschildert. Die Sperrung der Treppe sowie die Leitungsarbeiten, die sich bis in die Einmündung zur Fußgängerzone erstrecken, werden spätestens zu Beginn des Mittelaltermarktes aufgehoben bzw. abgeschlossen sein.

„Manchmal mag einem das  Auf- und Wiederzumachen von Gräben befremdlich vorkommen“, räumt der städtische Kommunikationsleiter Strohmayer ein, „aber die beteiligten Baufirmen und Ingenieurbüros sind regelmäßig in der Abstimmung. Es geht hier auf unterschiedliche Verlegetiefen der einzelnen Leitungsgewerke und die unterschiedlichen Trassenführungen der Ver- und Entsorgungsleitungen.“ Würden alle Arbeiten gleichzeitig ausgeführt, käme der Verkehr in der Innenstadt auf einen Schlag zum Erliegen, und Fußgänger hätten Probleme sich ungefährdet fortzubewegen. Die Leitungsgräben wären mit enormer Breite und Tiefe ausgestattet und die Baufirmen könnten ihren Baustellenbetrieb logistisch nicht stemmen. Hier ist viel Abstimmungsarbeit und ständiger Kontakt zu den Fachämtern der Stadt, zu Polizei, Feuerwehr und vielen anderen erforderlich.