Zum Inhalt springen
  • Bewölkt mit Aufhellungen: 51-84% 19 °C
  • Kontrast
  • Leichte Sprache

Oberbürgermeister Peter Boch auf Staatsbesuch im Theodor-Heuss-Gymnasium

„Als Sie noch zur Schule gingen, welche Rolle haben Sie da eingenommen? Streber, Sportler oder Rowdy?“ Keine alltägliche Frage für unseren Oberbürgermeister Peter Boch, dennoch stellte er sich der Gesprächsrunde mit Bar-Managerin alias Schülerin Viktoria Baumann in der Eventbar des fiktiven Staates New Thyron.

Im Rahmen des Projekts „Schule als Staat“ hat sich das Theodor-Heuss-Gymnasium in Pforzheim eine Woche lang in den eigenständigen Staat „New Thyron“ verwandelt. Mit allem was dazu gehört: eigener Verfassung, Regierung, Hymne, Währung, Parteien und über 80 Unternehmen. Die Schülerin Viktoria Baumann stellte eine Eventbar auf die Beine – mit alkoholfreien Cocktails und Diskussionsrunden. Dazu hat sie Oberbürgermeister Boch für ein Interview eingeladen. Neben Fragen zur Schulzeit Bochs ging es auch um wichtige Themen, wie beispielsweise dem Engagement der Jugendlichen für die Politik. So sei deren Einsatz für ihn unglaublich wichtig, denn „nur wenn Ihr mir die Themen nennt, die Euch bewegen, kann ich versuchen diese umzusetzen“, erklärte der Rathauschef. Der Jugendgemeinderat als Sprachrohr sei dafür ein guter Ansatz, aber auch der direkte Kontakt zur Verwaltung. Sein Rat: „Engagiert Euch. Denn Ihr habt es in der Hand Eure Zukunft mitzugestalten.“

Dass die Schülerinnen und Schüler sich bereits tatkräfitg engagieren, zeigt das Schulprojekt „Schule als Staat“. Es gibt kein Klassenzimmer, das leer steht. In jedem Zimmer, in der Sporthalle oder im Schulhof bieten die verschiedenen Schulbetriebe und Gastronomen ihre Produkte an. So gibt es ein Theater, Kino, Detektei, Hochzeitsplaner, Fitnesstudio und einiges mehr. Auch gibt es jede Menge selbstgemachte Speisen und Getränke.

Die Idee, dieses Projekt am Theodor-Heuss-Gymnasium umzusetzen, hatte der Lehrer Philipp Müller, der selbst als Schüler positive Erfahrungen aus dem Projekt gezogen hat. Vor etwa anderthalb Jahren stellte er die Idee der Schulleitung vor und bald darauf enstand eine Projektgruppe. „Bis zur Umsetzung brauchte es ein starkes Jahr und viel außerschulisches Engagement“, so Müller. Die Lehrer standen zwar unterstützend zur Seite, doch kamen viele der Ideen und deren Umsetzung von den Jugendlichen, wie beispielsweise die Hymne oder das Wappen. „Die Schüler lernen eigenständig zu arbeiten und lernen zudem Demokratie und die Wirtschaft kennen“, erklärte Müller, „außerdem ist es ein tolles Projekt für die Schulgemeinschaft.“

Auch Oberbürgermeister Peter Boch zeigte sich von der gelungenen Projektumsetzung beeindruckt: „Es ist echt der Wahnsinn, was hier alles auf die Beine gestellt wurde. Da können die Schüler und Lehrer richtig stolz sein.“
Übrigens lautet die Antwort auf die erste Frage: „Ich war der typische Klassenclown. Ich glaube, das hat sich manchmal bis heute nicht geändert.“