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Weiterer Ausbau der Schulkindbetreuung vorgesehen/ Versand der Absagen für Kindertagesstätten hat begonnen

Zu Beginn des Schuljahrs 2019 /2020 möchte die Stadt Pforzheim die Schulkindbetreuung weiter ausbauen.

Über eine entsprechende Angebotserweiterung wird der Gemeinderat in seiner Sitzung am 4. Juni entscheiden. Das bestehende Schulkindbetreuungsangebot an Grundschulen soll insgesamt um vier zusätzliche Gruppen in freier Trägerschaft ausgebaut werden. Hinzu kommt ein weiterer neuer Hort in städtischer Trägerschaft mit drei Gruppen für das Gebiet der Weststadt, wo ein entsprechendes Angebot derzeit fehlt. Für das Schuljahr 2020/2021 soll zudem die Einrichtung eines Hortes in der Oststadt geprüft werden. Das derzeitige Angebot dort – das „Schülerhaus Insel-Grundschule“ mit circa 60 Plätzen – wird aus Mitteln des Pakts für Integration finanziert und ist bis Mitte 2020 befristet.

„Der Ausbau der Schulkindbetreuung im Grundschulbereich ist für uns ein wesentlicher Baustein auf dem Weg zu einer familienfreundlichen Stadt“, so Oberbürgermeister Peter Boch, der gleichzeitig daran erinnert, dass der Rechtsanspruch auf „ein bedarfsgerechtes Angebot in Tageseinrichtungen“ unter bestimmten Voraussetzungen auch für Kinder im schulpflichtigen Alter gilt. „Unser Ziel ist es daher, die Ausbauplanung für die Schulkindbetreuung jährlich fortzuschreiben, um auf kommende Herausforderungen vorbereitet zu sein“. Nicht zuletzt auch darüber soll der Gemeinderat am 4. Juni entscheiden.

Auch für Sozialdezernent Frank Fillbrunn ist der jetzt geplante Ausbau ein weiterer Schritt in Richtung Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Darüber hinaus ist aus seiner Sicht ein ganztägiges Bildungsangebot ein wichtiger Beitrag für Chancengleichheit und für die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund. „Es steht außer Frage, dass für die Stadtteile mit besonderen Herausforderungen die Ganztagsschule die richtige Antwort ist. Bis es soweit ist, brauchen wir andere Lösungen“, so der Bürgermeister.

Langfristig sollen sowohl die Insel-Grundschule in der Oststadt als auch die Osterfeld-Grundschule in der Weststadt zu Ganztagsschulen ausgebaut werden, bei gleichzeitig tendenziell weiter steigenden Schülerzahlen in beiden Schulbezirken. Das nun für die Weststadt geplante Angebot in städtischer Trägerschaft mit drei Gruppen dient daher der Überbrückung. Für die Oststadt geht es darum, für das Mitte 2020 auslaufende Angebot des „Schülerhauses Insel-Grundschule“ mit 60 Plätzen ein Anschlussangebot bereitzustellen.                                                                         

Im Rahmen der jetzt geplanten Ausweitung der Schulkindbetreuung werden die von freien Trägern betriebenen Horte an der Waldschule Büchenbronn von derzeit 4 Gruppen auf 5 Gruppen, an der Grundschule Huchenfeld von 4 Gruppen auf 4,5 Gruppen, an der Südstadtschule von 3 Gruppen auf 3,5 Gruppen, an der Schanzschule von 4,5 Gruppen auf 5 Gruppen und an der Weiherbergschule von 7,5 Gruppen auf 9 Gruppen erweitert.             

Zu- und Absagen Kindertagesstätten                           

Nachdem die Kindertageseinrichtungen insgesamt 1.424 Zusagen für ihre Plätze versandt haben, beginnt die Stadt Pforzheim nun mit dem notwendigen Versand der Absagen an diejenigen Eltern, deren Kinder in den von ihnen angegebenen (drei) Wunscheinrichtungen nicht zum Zuge kommen. „Solche Absagen sind immer unschön und schmerzhaft“, betonen Oberbürgermeister und Sozialdezernent. Die Stadt wird dieses Jahr 952 Absagen versenden müssen. Daneben werden 132 auswärtige Kinder nicht untergebracht und 67 Eltern informiert, dass ihrem Wechselwunsch in eine andere Einrichtung nicht entsprochen werden kann.

Außerdem haben derzeit 197 Kinder mit der Höchstpunktzahl, davon 76 Fünf-Jährige, noch keinen Platz erhalten. „Der Betreuungsbedarf dieser Kinder ist besonders hoch und wir werden alles daran setzen sie bis zum Herbst in Einrichtungen unterzubringen“, unterstreicht Bürgermeister Fillbrunn. Hierfür können auch die bis dahin noch neu entstehenden Plätze der jüngst vom Gemeinderat beschlossenen neuen Kindertagesstätten dienen.

Um Eltern, die jetzt eine Absage für ihre Wunscheinrichtungen erhalten, eine Anlaufstelle zu bieten, richtet die Stadt Pforzheim vom 3. Mai bis zum 17. Mai jeweils nachmittags Sonderöffnungszeiten der Vormerkstelle ein (s. unten). „Es freut uns, dass es uns erstmals gelungen ist, ein entsprechendes Angebot auf die Beine zu stellen“, sind sich OB und Sozialbürgermeister einig. Die dort eingesetzten Mitarbeiter werden nicht in jedem Fall weiterhelfen oder eine Lösung anbieten können, sie haben aber die Möglichkeit aufzuzeigen, dass es auch Alternativen gibt, wie beispielsweise Tapir oder Tagesmütter.

Oberbürgermeister Peter Boch betont, dass die Stadt Pforzheim den Ausbau von Kindertagesstätten und Krippen weiter vorantreibt, um dem schnell wachsenden Bedarf an Betreuungsplätzen Rechnung zu tragen. Bereits im Jahr 2018 wurden 100 neue Plätze geschaffen. Aktuell befinden sich gut 30 Vorhaben in unterschiedlichen Planungs- und Realisierungsstadien. Ein Teil dieser Einrichtungserweiterungen und -neubauten mit insgesamt 450 Plätzen wird voraussichtlich in diesem und nächstem Jahr eröffnet werden können; andere werden mittelfristig fertiggestellt und ab 2021 für zusätzliche Plätze sorgen.

Sonderöffnungszeiten der Vormerkstelle

Östliche Karl-Friedrich-Str. 37a im 4. Stock, Zimmer 4.05

Montags, dienstags, mittwochs und freitags jeweils von 13 Uhr bis 16.30 Uhr

donnerstags  14-18 Uhr

Telefon: (07231) 39-2011